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Mit freundlichen Grüßen

Was tun, wenn man an das, was einst war, nur rätselhafte Erinnerungen hat? Man schaut dennoch, wie man dem Verschwundenen nahe kommen kann.

Ein Junge schaut aus einer Zimmerecke auf zwei Erwachsene

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 21te KW. – Mischa Mangel macht sich in seinem Debütroman »Ein Spalt Luft« auf die Suche nach einem verschwundenen Kindheitsanfang. (Foto © noisynadine | photocase)

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Empathie – So lernst Du Mitgefühl

Neues Video der Männerberatung der AWO Werra-Meißner und des Instituts NoMos im YouTube-Kanal »Täterberatung Häusliche Gewalt«

Mann mit zwei therapeutischen Puppen

Alexander Bentheim (Redaktion)

Empathie wird oft mit den Worten »Mitleid« oder »Mitgefühl« übersetzt. Zunächst aber geht es darum, Gefühle im anderen zu erkennen. So erkennt ein noch hilfloses, vom Wohlwollen der Erwachsenen vollkommen abhängiges Baby erst mit der Zeit, welcher Gesichtsausdruck Freundlichkeit und positive Zuwendung verspricht. Und es lernt, diesen Ausdruck mit einem eigenen Gefühl zu verbinden. Aber Baby ist nicht gleich Baby: Jungen werden – und das zeigen psychologische Tests, wobei das Geschlecht der Eltern sogar unwichtig ist – seltener als Mädchen mit positiver Zuwendung bedacht. Auf wessen Gefühle jedoch seltener positiv reagiert wird, der wird Gefühle auch seltener zeigen und eher verbergen – wovon viele Männer ein lautloses Lied singen können.

Ralf Ruhl, Männerberater der AWO im Werra-Meißner-Kreis, und Robert Moos, Täter*innenberater beim Institut NoMos, behandeln in ihrem neuen Video (4’54“) die Grundzüge der Empathie. Denn um diesen Kreislauf zu überwinden, gibt es nur eins: Nehmt Eure Jungen in den Arm! Tröstet sie! Zeigt ihnen Euer Herz! Weil: nur wer die eigenen Gefühle kennt, kann sie auch seinen Kindern vermitteln und deren Gefühle spiegeln. Sie zu benennen ist immer wichtig und für Männer eine starke Herausforderung. Auf sich selbst achten, sich selbst ernst nehmen ist die Grundvoraussetzung für Empathie. Und so hilft Empathie auch gegen Häusliche Gewalt: Wer die Gefühle erkennt, die er selbst im anderen auslöst, der wird weniger bereit sein, zuzuschlagen, zu drohen, zu vernichten. Deshalb ist eine empathische Beziehung die beste Prävention vor Häuslicher Gewalt. (Filmszene © Robert Moos)

NEU: Empathie – So lernst du Mitgefühl (4’54“)

Die weiteren Videos als Einzelbeiträge:
Du hast es in der Hand – Vorstellung des Tutorials (4’30“)
Dein Krisenthermometer (4’04“)
Wut, Kränkung, Provokation (4’13“)
Dein Notfallplan (3’25“)
Bilanz und Konsequenzen der Tat (6’56“)
Gewaltspirale und Kreislauf der Liebe (6’40“)
Kinder und Häusliche Gewalt (5’23“)
Häusliche Gewalt und Kinder – Experte Manuel Schwab (7’09“)
Verhalten entsteht im Kopf (3’45“)
So gelingt Kommunikation (6’32“)
Wenn die Polizei kommt (7’25“)
Paardynamik (7’55)

Zum Videokanal Täterberatung Häusliche Gewalt mit allen Beiträgen

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Visionen fürs Leben finden

Salonabend #2 des MännerKompetenzCentrum Hamburg am 1. Juni

Ein Mann schaut am Abend über das Meer

Alexander Bentheim (Redaktion)

Das MännerKompetenzCentrum Hamburg geht mit dem Dipl-Betriebswirt, Theologen, Visionssuche-Leiter, Youtuber (»Theos Art«) und Online-Trainer Joerg Urbschat am 1. Juni in die zweite Ausgabe seines Salonabends. Die Veranstaltungsreihe öffnet engagierten Impulsgebern (zunächst digital, aber wenn es die pandemischen Umstände zulassen, auch wieder analog) jeden ersten Dienstag im Monat einen Raum, um basiered auf den je eigenen Arbeitserfahrungen und Lebensüberzeugungen das Mannsein aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten – und darüber mit den Gästen ins gemeinsame Gespräch zu kommen.

»Wichtige Entscheidungen bedürfen eines Rückzugs aus dem Alltagsleben, um innere Klarheit und Stärke für den nächsten Schritt zu gewinnen«, ist Joerg Urbschat überzeugt. Denn rituell gestaltete Rückzüge in die Natur wurden in vielen Kulturen und zu allen Zeiten der Geschichte praktiziert, damit Menschen Krisen bewältigen und Übergänge von einer Lebensphase in eine andere markieren konnten. Die Lebensbedingungen mögen sich in der modernen Welt verändert haben, aber die Krisen und Übergänge sind dieselben geblieben: Der Wandel vom Jugendlichen Menschen zum Erwachsenen, der Eintritt in das Familienleben, die Lebensmitte und der Eintritt ins Alter bedürfen oder verlangen gestaltete Übergänge, Rituale, Initiationen genauso wie wichtige Entscheidungen – seien es Partnerschaft oder Trennung, berufliche Neuorientierung oder Krankheit. (Foto © SilasBaisch | photocase.de)

Moderation: Andreas Leschke, MännerKompetenzCentrum Hamburg e.V. | Zeit: Dienstag, 1. Juni 2021, 18.30 – 20.00 Uhr | Ort: Zoom-Videokonferenz | Teilnahmebeitrag: Spende nach eigenem Ermessen | Anmeldung: Zugangs- und Kontodaten nach Erhalt der Anmeldung oder Mail an salonabend@mkc.hamburg bis zum 28. Mai 2021 | Eine Vorschau auf weitere Termine und Themen gibt hier.

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Ein Held wie Otto

Männer gehen in die Welt, Frauen hüten das Heim. Immer wieder wird in Varianten diese Erzählung wiederholt. Doch es geht auch andersherum.

Ein Mann sitzt an einem Kamin

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 19te KW. – Die belgische Zeichnerin und Autorin Judith Vanistendael erzählt in ihrer wunderbaren Graphic Novel »Penelopes zwei Leben« von einer hilflosen Helferin und schreibt zugleich nicht nur das Ende der Odyssee um. (Illustration © Judith Vanistendael)

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