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Die Männerbewegung als Forschungsgegenstand

Eine wissenschaftliche Analyse männlicher Emanzipation zwischen Privilegierung und Legitimationsdruck

Interview mit Mikrofon

Thomas Gesterkamp

Die Soziologin Mara Kastein untersucht in ihrer Dissertation, u.a. anhand von Interviews, verschiedene Strömungen und Ansprüche einer gleichstellungsorientierten Männerpolitik – um schließlich festzustellen, dass Männer, die sich zu geschlechterpolitischen Fragen äußern, sich wegen ihrer gesellschaftlichen »Privilegierung« erst einmal rechtfertigen müssten, um mit ihren Positionen gehört zu werden (Foto © sol-b | photocase.de)

Zur Rezension

Zur Einstimmung in das Thema gibt es einen Überblicksbeitrag der Autorin im Portal der Heinrich Böll Stiftung / Gunda Werner Institut.

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Die Legende von den faulen Säcken

Schlichte Stereotypen prägen Forschung und Berichterstattung über die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung.

Ein Mann renoviert ein Zimmer

Thomas Gesterkamp

Der Vorschlag von Arbeitsminister Heil, mit Home-Office die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, ist eine gute Idee. Sie bietet neue Möglichkeiten, besonders wenn die Kinder älter sind. Während der Pubertät geht es weniger um Betreuung als um zurückhaltendes Begleiten, um Ansprechbarkeit. Auch das erfordert elterliche Präsenz, zeitweise Heimarbeit kann diese erleichtern. Nichts spricht dagegen, wenn sich Väter (und Mütter) daneben auch um berufliche Dinge kümmern – Teenager sind meist froh, wenn man sie in Ruhe lässt.
Der stereotype Anti-Männer-Reflex in Forschung und Berichterstattung aber ist kontraproduktiv. In der aktuellen Debatte geraten so die Chancen der privaten Vermischung von Beruf und Sorgearbeit ins Abseits. Statt dessen wird die Legende von den faulen Säcken in neuer Variante erzählt. Es braucht mehr Gelassenheit, um die – manchmal in der Tat quälend langsamen – Veränderungen der Männerrolle wahrzunehmen (Foto © complize | photocase.de)

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Männermangel im Klassenzimmer

An den Grundschulen gibt es kaum männliche Pädagogen. Werbende Initiativen in Lehramts-Studiengängen versuchen das zu ändern.

Ein Mann wirft ein Papierflugzeug

Thomas Gesterkamp

In den Klassenzimmern der Grundschulen fehlen Lehrer. Viele Kinder erleben erst auf der weiterführenden Schule ihren ersten männlichen Pädagogen. Engagierte Hochschulen werben deshalb gezielt um männliche Interessenten. Initiativen gibt es zum Beispiel in Hamburg und Hildesheim; an der Universität Bremen läuft schon seit fünf Jahren das europäisch ausgezeichnete Modellprojekt »Rent a Teacherman«. Es vermittelt Lehramtsstudenten an bislang »männerfreie« Grundschulen in der Hansestadt, bezahlt werden die Aushilfslehrer von der Senatorin für Bildung und Wissenschaft. »Weder Jungen noch Mädchen sollten in Kindergarten und Grundschule den Eindruck bekommen, dass es ausschließlich Frauensache ist, sich um kleinere Kinder professionell zu kümmern«, sagt Projektleiter Christoph Fantini. Aber es gibt noch mehr dazu zu sagen … (Foto © complize | photocase.de)

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Eine Woche Papa, eine Woche Mama

Neue Perspektiven für Scheidungsfamilien

Kind fährt auf einem Roller

Thomas Gesterkamp

In die Debatte um das »Wechsel-Modell« – oder genauer die »paritätische Doppelresidenz«: Kinder haben ihr Zuhause nicht nur bei einem Elternteil, wenn die Eltern getrennt leben – kommt Bewegung. Und auch beim Unterhaltsrecht wird die übliche Praxis des »Ganz oder gar nicht« hinterfragt. Die Parteien favorisieren jedoch unterschiedliche Varianten; auch über diese Frage wird damit bei der Bundestagswahl abgestimmt. (Foto © TimToppik | photocase.de)

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