Im Bistro am Ölberg

Das Frühstück nach dem Abendmahl

13 Männer sitzen an einem Tisch

Alexander Bentheim | »Bilder und ihre Geschichte« #15

Wer in einer christlich dominierten Gesellschaft aufwächst, kommt nicht umhin, sich mit ihren Bildern, Symbolen, Metaphern auseinanderzusetzen – huldigend oder ironisierend sind dabei nur zwei von vielen Möglichkeiten. Während des MännerHerbstTreffens 2022 boten Licht und Location die Gelegenheit für eine kleine Hommage an eine große Szene, hier mit (v.l.n.r.) Michaelis, Dietrus, Stefanus, Philippus, Jonassis, Petrus, Helmus, Rainus, Georgis, Martinus der Erste, Martinus der Zweite, Hartwickus, Wolfus. (Foto © Alexandros)



Reihe »Bilder und ihre Geschichte/n«
#14 | Alexander Bentheim, »Riskanter, als Aktien zu haben … ist keine zu haben.«
#13 | Rolf Lüüs, Geschenkte Momente
#12 | Christian Thiel, Ein Augenblick der Ruhe und Verbundenheit
#11 | Tom Focke, Berliner Trompeten
#10 | Kerstin Maier, 9 Tage Glück / Familiensachen
#09 | Jo Fröhner, Rollentausch am Arbeitsplatz / Wenn Männer Männer pflegen
#08 | Kerstin Maier, Roadmovie / Männersachen
#07 | Caio Jacques, Von Luis zu Mina / Eine Reise zwischen den Geschlechtern
#06 | Alexander Bentheim und Frank Keil, Stephen Sondheim’s Musical »Assassins«
#05 | Soumita Bhattacharya, Mandeep Raikhy’s »A MALE ANT HAS STRAIGHT ANTENNAE«
#04 | Gilles Soubeyrand, Portraits und ein Interview
#03 | Jens Kuhn, Fotografische Männergeschichten und ein Interview
#02 | Kerstin Maier, 11 Freunde
#01 | Sebastian Ansorge, malender Kreativitätsbegleiter

Die Vergänglichkeit plakatierter Männlichkeiten

Eine Fotostrecke und ein Gedankenaustausch zum 7. Geburtstag unserer »MännerWege«

Plakat mit einem muskulösen Mann

Frank Keil und Alexander Bentheim

»Lädiert und verrissen an Mauern und Wänden, wo sie eben noch für DEN Trend, DAS Produkt oder DIE Veranstaltung standen – ist das nicht eine beeindruckende Metapher für fragile Männlichkeiten?«, fragt der eine von uns. »Bei mir hat das eher mit dem Genre der ‚beiläufigen Décollage‘ zu tun«, schaut der andere auf das Thema und präsentiert ein kurzes Video, in dem der Begriff und die Kunst dahinter knapp und schön erklärt werden.
Die Bilder, die wir gefunden haben, zeigen Bewerbungen für Vergangenes oder Abgelaufenes, oft sind auch politische Statements mit zeitlosem Anspruch darunter, Sticker, gesprühte oder auch geschnittene und geklebte Grafitti. Gemeinsam ist ihnen und macht den Reiz für uns aus, dass sie beschädigt und unvollständig sind, Botschaften nur teilweise noch identifizierbar, auch portraitierte Menschen oft nicht mehr erkennbar, Wind und Wetter haben ihre Spuren hinterlassen.
Egal, wir haben immer wieder – tatsächlich unabhängig voneinander – solche Fragmente an Straßenwänden fotografiert, bis wir feststellten, dass wir sie beide lieben, auf etwas unterschiedliche Weise. Und hatten damit einen Gesprächsaufhänger und nun auch eine Fotostrecke einschließlich einiger Gedanken dazu. (Foto © Alexander Bentheim)

Zum Gedankenaustausch samt Fotostrecke

»Ich brauche noch etwas Zeit.«

Genau hinschauen, sich auch Zeit nehmen für den Moment – das gilt in unserer Kultur nicht gerade als männlich …

Eisblume am Fenster mit Gegenlicht

Ralf Ruhl

… denn üblicherweise hat ein Mann ja hart zu arbeiten, es möglichst schnell zu etwas zu bringen, seine Familie zu versorgen. Das Bilderbuch »Der Schneeflockensammler« von Robert Schneider und Linda Wolfsgruber zeigt, dass es auch anders geht. (Foto © jarts | photocase.de)

Zur Rezension

Figuren aus Feuer

Ein Kalender als gemeinsames Vater-Sohn-Projekt

zwei Männer in einer Lichtinstallation

Ralf Ruhl

Während des Lockdowns sind Karsten Knigge und sein Sohn Findus Hirt durch Göttingen gezogen, inszenierten spektakuläre Fotos für einen gemeinsamen Kalender und kamen sich dabei deutlich näher. Im Interview erzählen sie von ihren Ideen, den eingesetzten Techniken und der gemeinsamen Zeit. (Foto © Karsten Knigge & Findus Hirt)

Zum Interview