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Von Soldaten, Torten und immer wieder Vätern

Das 25ste Filmfest Hamburg

Drei Männer im Auto - Szene aus dem Film Arrhythmia

Frank Keil

Ein Paradies für Cineasten: Zum 25sten Mal findet in Hamburg das Filmfest statt – und die MännerWege bieten eine spezielle Auswahl von Filmen, in denen eine bestimme Spezie eine Rolle spielt: Männer. Übrigens ein Filmfestival, das aus irgendeinem Grund nicht den Ruf hat, den es haben sollte, weil es einfach schlicht fabelhaft ist. Weil es gut zehn Tage lang (vom 5.-14. Oktober) Filmproduktionen aus Regionen und Ländern vorstellt, die man sonst kaum zu sehen bekommt. Und weil es interessante Filme denen vorzieht, die vielleicht kommerziell erfolgreicher sein könnten. (Foto © Filmfest Hamburg, Szene aus »Arrhythmia« von Boris Khlebnikov)

Das gesamte Programm und alle Infos sind auf der Seite www.filmfesthamburg.de nachzulesen. Und hier geht es zu unserer Auswahl.

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Roadmovie

Männersachen

Ein Fahrradfahrer sieht zwei Männer


Kerstin Maier

Unterwegs in einem Industriegebiet, dabei zufällig auf die Container gestoßen (ja, die Firma gibt es wirklich). Die beiden im Hintergrund hatten zu ihrer Hochzeit ein Fotoshooting mit mir geschenkt bekommen. Der Herr im Vordergrund radelte zufällig vorbei. Während er durchs Bild fuhr, schaute er neugierig und länger als nur einen Augenblick hinüber. Solche Bilder kann man nicht inszenieren, sie sind ein Glücksfall. (Foto © Kerstin »kemai« Maier)

Artikel

Bei Anna unterm Kirschbaum

Ein wunderbarer Bildband, der uns hinaus auf ein seltsames Land führt, in dem das Leben mindestens ein wenig so entspannt ist wie früher.

Ein Mann abends am See

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 35te KW. – Der Fotograf Evgeny Makarov ist zurück auf die Datscha seiner Kindheit gefahren, er hat die Kamera gezückt und bietet uns nun mit »600 m² Glück« Bilder, die zwischen Idyllik und Melancholie switchen. Und die ganz nebenbei einfach schön anzusehen sind. (Foto © Evgeny Makarov / Sieveking Verlag)

Zur Rezension

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Von Luis zu Mina

Eine Reise zwischen den Geschlechtern – fotografiert von Caio Jacques

Alexander Bentheim

Während seines halbjährigen Aufenthaltes in Sao Paulo (Brasilien) arbeitete der 19-jährige Fotograf Caio Jacques in einem Hostel zusammen mit der Drag Queen Luis de Lyon. Morgens mit einem Mann die Rezeption zu bedienen und abends die selbe Person auf Veranstaltungen als Frau zu treffen – das machte ihn neugierig auf den Zeitraum zwischen diesen beiden Charakteren. Er begleitete Luis für einen Tag mit der Kamera, und brachte so Licht in den Teil des Dragqueen-Alltags, welcher der Öffentlichkeit normalerweise verschlossen bleibt. Die fotografische Dokumentation entstand im April 2016 und wurde im Juni erstmals in Sao Paulo ausgestellt, ein halbes Jahr später auch in Hamburg. Sie zeigt, wie aus einem Mann eine Frau wird, aus Luis Mina – ein Portrait eines Künstlers, der zwischen den Geschlechtern reist.

Fragen an den Fotografen Caio Jacques vermitteln wir gerne via Mail an die Redaktion.