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Es wird einem nichts geschenkt

Nach »toxischer Männlichkeit« ist »weißer, alter Mann« der nächste Versuch, ein griffiges Anti-Label zu kreieren. Gewinnt man damit an Erkenntnis?

Menschenmenge

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 15te KW. – Die tatsächlich geniale, weil schlaue und vor allem selbstkritische Sophie Passmann hat für ihr Buch »Alte weiße Männer« jede Menge Männer der »Ja, aber«-Fraktion getroffen. (Foto © Vapi | photocase.de)

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Die Männerbewegung als Forschungsgegenstand

Eine wissenschaftliche Analyse männlicher Emanzipation zwischen Privilegierung und Legitimationsdruck

Interview mit Mikrofon

Thomas Gesterkamp

Die Soziologin Mara Kastein untersucht in ihrer Dissertation, u.a. anhand von Interviews, verschiedene Strömungen und Ansprüche einer gleichstellungsorientierten Männerpolitik – um schließlich festzustellen, dass Männer, die sich zu geschlechterpolitischen Fragen äußern, sich wegen ihrer gesellschaftlichen »Privilegierung« erst einmal rechtfertigen müssten, um mit ihren Positionen gehört zu werden (Foto © sol-b | photocase.de)

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Zur Einstimmung in das Thema gibt es einen Überblicksbeitrag der Autorin im Portal der Heinrich Böll Stiftung / Gunda Werner Institut.

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Die Legende von den faulen Säcken

Schlichte Stereotypen prägen Forschung und Berichterstattung über die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung.

Ein Mann renoviert ein Zimmer

Thomas Gesterkamp

Der Vorschlag von Arbeitsminister Heil, mit Home-Office die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, ist eine gute Idee. Sie bietet neue Möglichkeiten, besonders wenn die Kinder älter sind. Während der Pubertät geht es weniger um Betreuung als um zurückhaltendes Begleiten, um Ansprechbarkeit. Auch das erfordert elterliche Präsenz, zeitweise Heimarbeit kann diese erleichtern. Nichts spricht dagegen, wenn sich Väter (und Mütter) daneben auch um berufliche Dinge kümmern – Teenager sind meist froh, wenn man sie in Ruhe lässt.
Der stereotype Anti-Männer-Reflex in Forschung und Berichterstattung aber ist kontraproduktiv. In der aktuellen Debatte geraten so die Chancen der privaten Vermischung von Beruf und Sorgearbeit ins Abseits. Statt dessen wird die Legende von den faulen Säcken in neuer Variante erzählt. Es braucht mehr Gelassenheit, um die – manchmal in der Tat quälend langsamen – Veränderungen der Männerrolle wahrzunehmen (Foto © complize | photocase.de)

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männerberatungsnetz.de

Neues Portal mit Beratungshilfen für Männer, Väter, Jungen

Zwei Männer unterhalten sich auf einem Balkon

Alexander Bentheim

Wenn Jungen, Männer und Väter nach (professioneller) Unterstützung suchen, finden sie häufig nicht ein für sie passendes Angebot, wissen manchmal nicht, dass es überhaupt Beratung und Unterstützung speziell auch für sie gibt oder trauen sich aus Scham nicht, professionelle Unterstützung für ihre Anliegen zu suchen. Wohin wendet man sich bei Fragen z.B. zu Gesundheit, häuslicher Gewalt, Trennung und Scheidung, Vaterschaft, Jobverlust – und kann dabei auch davon ausgehen, auf männersensible und männlichkeitsreflektierende Berater zu treffen, die das Spannungsfeld von Rollenbildern, Stereotypen, Erwartungen und Individualität kennen?
Das Bundesforum Männer e.V. bietet mit männerberatungsnetz.de eine Übersicht von derzeit 120 vorhandenen Angeboten an Männerberatung in elf Themen- und Beratungsfeldern vor allem aus Deutschland, aber auch aus Österreich und der Schweiz. Das Portal, das seit Ende Februar online ist, macht diese für hilfesuchende Jungen, Männer und Väter leichter zugänglich: die regionalen Unterstützungsangebote können mittels Orts- und Themensuche schnell gefunden werden.
Das Portal, das im Rahmen des Projektes »Männer im Wandel« des Bundesforum Männer e.V. entstanden ist, wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und sukzessive weiter ausgebaut. Weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote, die von der Einzelberatung über Rechtsberatung bis hin zu Selbsthilfegruppen reichen, können online eingetragen werden und werden nach einer Prüfung durch die Administratoren freigeschaltet.
Kontakt für Nachfragen: Dr. Dag Schölper, Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V., Reginhardstraße 34, 13409 Berlin, info@bundesforum-maenner.de, Tel. 030 – 275 811 22 (Foto © Jan Merkle | photocase.de)