Papa mit Herz und Hand

Eine Depression betrifft die gesamte Familie – in diesem Kinderbuch kümmert sich der Vater um alles, was die Situation erträglicher macht.

Vater versorgt die Wunde des Sohnes mit einem Pflaster

Text: Ralf Ruhl
Foto: Pavel Danilyuk, pexels.com

 
Eine seelische Krankheit, vor allem eine Depression, betrifft die gesamte Familie. Im sehr realistisch illustrierten Bilderbuch »Wilmo« von Francis Kaiser kümmert sich der Vater mit viel Herz und Hand um die Kinder und seine erkrankte Frau. Und hält damit die Familie zusammen.

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Pech und Schwefel

Es gibt viele verständlich-verschlungene Gründe, in den Alkohol zu flüchten und ihn nicht mehr loszuwerden. Doch je nach Klassenlage sind sie sehr unterschiedlich angelegt.

ein Mann mit einem Glas hinter einer Rehe von Flaschen

Text: Frank Keil
Foto: Maxal Tamor, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 32te KW, im Doppelpack. – Alex Schulman erzählt in »Vergiss mich« von der tiefen Alkoholsucht seiner beruflich durchaus erfolgreichen Mutter und noch mehr von seinen eigenen Verstrickungen; Lena Schätte taucht in »Das Schwarz an den Händen meines Vaters« in die keinesfalls eindimensionale Welt einer prekär-lebenden Kleinfamilie ein, in der es ebenfalls um Alkohol geht.

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Der Schlagstock ist dein Bruder

Aus Verzweiflung und Wut über den Tod seines Vaters gerät Alex in die rechte Schlägerszene. Er will Rache.

Zweifelnder Junge im Profil

Text: Ralf Ruhl
Foto: Hindemitt, photocase.de (Symbolbild)

 
Rache. Und Blut. Doch ein Rest Gewissen, seine Mutter und echte Freunde helfen ihm zurück ins Leben. »Der Geruch von Wut« von Gabriele Clima ist ein spannender, durchaus auch realistischer Jugendroman.

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Weglaufen klappt nicht

Jugendroman rund um die Themen Probleme, Ärger, prekäre Lebensverhältnisse, Laufen und Verantwortung.

Ein Junge läuft über eine Wiese

Text: Ralf Ruhl
Foto: spudnique, photocase.de

 
Rennen. Das kann Jay. Denn er rennt immer wieder weg. Vor allem vor seiner allein- aber nicht erziehenden Mutter. Die sitzt oder liegt meist auf dem Sofa, jammert und liest Liebesromane. Kriegt ihr Leben nicht auf die Reihe. Jays Vater ist in Valparaiso, genau, Südamerika oder so. Und sein Bruder Keno driftet in die Kriminalität ab, mit Sprayen, Schulschwänzen, Obdachlosigkeit. Ist das auch für Jay vorgezeichnet? Martina Wildner’s »Zu schnell für diese Welt« ist ein Jugendbuch der Extraklasse!

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Sicher auf unsicherem Grund

Fragen sind spannender als Antworten. Und das Suchen ist ergiebiger als das Finden. Gute Literatur weiß das und lässt sich nicht zu einem bequemen Plot bewegen.

Bild einer Frau mit Spiegelungen

Text: Frank Keil
Foto: erdbeersüchtig, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 13te KW. – Diesmal im Doppelpack: Slata Roschal liefert mit »Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten« den einen Roman unserer Tage. Den anderen bietet uns Meral Kureyshi mit »Im Meer waren wir nie«. Und als Nachschlag gibt es nochmals von Slata Roschal noch einen Lyrikband mit dem rasanten Titel »Ich brauche einen Waffenschein/ ein neues bitteres Parfüm/ ein Haus in dem mich keiner kennt«.

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Wenn Schuhe in verschiedene Richtungen laufen

Wie erklärt man einem Kind die Trennung der Eltern? Und wer erklärt da eigentlich was und wie?

Mutter mit Kind auf einem Sofa

Text: Ralf Ruhl
Foto: Ketut Subiyanto, pexels.com (Symbolbild)

 
Im Bilderbuch »Ruckediguh – von Kopf bis Schuh« von Kristin Schulz und Dayeon Auh versucht die Mutter, ihrer Tochter die Trennung zu erklären, indem sie Motive aus dem Märchen »Aschenputtel« aufgreift. Der Ex-Partner hat dabei offensichtlich nichts zu sagen. Ob das gut gehen kann?

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Von der Insel zum Festland, möglicherweise

So wächst man also heran. Wird groß und erwachsen, wie man so sagt. Doch was ist unterwegs passiert, das wir noch herumtragen mit uns?

Frau in einem Treppenhaus

Text: Frank Keil
Foto: maximka11, photocase.de (Symbolbild)

 
Männerbuch der Woche, 17te KW. – Dilek Güngör nähert sich in ihrem Roman »A wie Ada« Szene um Szene anrührend dem komplizierten Leben und setzt sich ihm aus.

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Wenn Mama brüllt …

… wird Papa immer kleiner. Und das macht dem achtjährigen Aaron Angst. Denn die Familie, die eigentlich Sicherheit bieten sollte, wird so zum Ort der Gefahr.

ein kleiner trauriger Junge hält sich die Ohren zu

Text: Ralf Ruhl
Foto: LP, photocase.de (Symbolbild)

 
Endlich greift ein Kinderbuch – von Clemens Fobian (Text) und Eva Planet (Illustration), angeregt von der Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz – das Thema »Häusliche Gewalt gegen Männer« auf. Und zwar richtig gut!

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Der Sohn als Herausforderung

Wird es ein Mädchen? Oder wird es ein Junge? Das ist nicht egal, gerade wenn man sich alle Mühe gibt, dass es egal sein soll.

Kleiner Junge auf dem Arm seiner Mutter

Text: Frank Keil
Foto: tschanga, photocase.de (Symbolbild)

 
Männerbuch der Woche, 16te KW. – Shila Behjat streitet sich in ihrem klugen Buch »Söhne grossziehen als Feministin« mit sich selbst.

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»Alberner Penis« !?

Ein Body-Positivity-Bilderbuch für Kinder

Mann im Profil und Luftballons im Hintergrund

Text: Ralf Ruhl
Foto: cydonna, photocase.de

Rosie Haines »Es ist doch schön, nackt zu sein, denn jeder Körper ist ein Wunder!« ist eines der besten Bücher zum Thema Vielfalt, das ich je gesehen habe. Denn es kommt ohne jedes Moralisieren aus und vermittelt vor allem dies: die Freude am eigenen Körper. Allerdings mit einem kleinen Haken am – äääh – Haken …

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