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Mädchenkram und Männersache

Diskussionsabend am 27. August 2018 mit Anne Wizorek in der Katholischen Akademie Hamburg

Ein Kind beobachtet einen Kreisel

Alexander Bentheim (Redaktion)

Mädchen spielen mit Puppen und schreiben schöner, Jungs spielen mit Autos und rechnen besser. Frauen kochen und Männer verdienen das Geld … Geschlechterklischees sind überall, auch wenn die Wirklichkeit längst eine andere ist. Was für einen Einfluss haben die Sozialen Medien bei dem Thema und was können wir gegen veralteten Rollenzuschreibungen tun? Wie können wir über Geschlechterverhältnisse reden, ohne in Klischees zu verfallen? In der Veranstaltung wollen wir diese Fragen zu beantworten versuchen und testen, wie unser Handeln, Wahrnehmen und Denken von traditionelleren Geschlechterbildern beeinflusst wird. Danach wird es einen Impuls zum Thema »Gender« geben und anschließend die Möglichkeit zum Austausch bei selbstgemachter Bowle.

Impuls: Anne Wizorek, Autorin und Initiatorin des Hashtags #aufschrei | Veranstalter: umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. in Zusmmenarbeit mit der Katholischen Akademie Hamburg, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. | Ort: Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4, 20459 Hamburg | Zeit: 19-21 Uhr. | Eintritt: 6 Euro | Alle weiteren Infos gibt es hier. (Foto © David-W- | photocase.de)

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»Nicht mit uns!« – Desertion und Militärstreik im I. Weltkrieg

Connection e.V. bietet Szenische Lesungen im Herbst 2018

Ein Mann mit einem Koffer geht durch ein Kornfeld

Alexander Bentheim (Redaktion)

Connection e.V., die »Internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure«, bietet für den kommenden Herbst 2018 eine Veranstaltung mit dem Titel »Nicht mit uns! – Desertion und Militärstreik im I. Weltkrieg« an. In einer etwa 75-minütigen Szenischen Lesung wird denjenigen Raum gegeben, die sich mit ihrer Desertion oder auf andere Art und Weise gegen den I. Weltkrieg wandten: mit Texten u.a. von Dominik Richert, Ernst Toller, Wilhelm Lehmann und Richard Stumpf in Gedichten, Liedern und Musik gehen Rudi Friedrich (Trompete, Lautpoesie, Lesung) und Talib Richard Vogl (Gitarre, Lautpoesie, Lesung) deren Erlebnissen, Gedanken, Motiven und Konsequenzen nach, auch mit Verweis auf deren aktuelle Bedeutung.

Zum Hintergrund: In Deutschland war 1914 die Kriegsdienstverweigerung so gut wie unbekannt. Trotz einer anfänglichen Kriegsbegeisterung entzogen sich aber zunehmend Rekruten und Soldaten der Beteiligung am Krieg. Zum Ende hin gab es massenhafte Desertionen und Militärstreiks gegen die Fortführung des Krieges. In den Marinehäfen traten Soldaten in den Streik. Zwischen 750.000 und 1 Mio. entzogen sich auf unterschiedlichste Art dem Dienst oder verschwanden in der Etappe. Es war eine der ersten Massendesertionen, die sich gegen die Weiterführung eines Krieges richtete.
Der I. Weltkrieg hatte am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien begonnen und endete am 11. November 1918. Auf der einen Seite standen vor allem Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich, auf der anderen Frankreich, Großbritannien, Russland, Serbien und die USA. Insgesamt beteiligten sich 40 Staaten an diesem Krieg, 70 Millionen Soldaten standen unter Waffen. Insbesondere zwischen Frankreich und Deutschland entwickelte sich eine Material- und Menschenschlacht. Für die Soldaten wurden die über Jahre hinweg industrialisiert geführten Gefechte in den Schützengräben zur alltäglichen Realität. Fast zehn Millionen Soldaten starben, die Anzahl der zivilen Opfer wird auf weitere sieben Millionen geschätzt.
Die Desertionen und der Streik der Soldaten im I. Weltkrieg waren zum ersten Mal eine breite Bewegung gegen den Krieg. Daran anknüpfend gab es in der Weimarer Republik eine intensive Diskussion über Strategien der Kriegsdienstverweigerung und andere Möglichkeiten des Widerstandes gegen Krieg. Die War Resisters‘ International wurde aufgrund der Erfahrungen von Kriegsdienstverweigerern im I. Weltkrieg 1921 gegründet. In nachfolgenden und aktuellen Kriegen hat die Verweigerung der Beteiligung am Krieg immer wieder hohe Bedeutung. Die Erfahrungen des I. Weltkrieges zeigen, dass Kriegsdienstverweigerer und Deserteure damals wie heute Unterstützung und Schutz brauchen.

Veranstaltungen können gegen einen kostendeckenden Beitrag von 400 Euro gebucht werden unter https://de.Connection-eV.org/100JahreDesertion; dort gibt es auch alle weiteren Infos zur Kontaktaufnahme. Im Beitrag enthalten sind 500 Flyer oder Postkarten, 30 Plakate, Fahrtkosten der Referenten sowie ein geringes Honorar. Eine Unterkunft muss ggf. von den VeranstalterInnen zur Verfügung gestellt werden. Als Zeitraum für die Veranstaltungen sind folgende Tage möglich: 18.9., 21.9., 22.9., 23.9., 28.9.-14.10., 16.10., 19.-21.10., 23.10., 26.-28.10., 30.10., 2.11., 6.11. (Foto © busdriverjens | photocase.de)

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Männlichkeit und Feminismus: Unvereinbar oder selbstverständlich?

Streitgespräch am 27. Juni 2018 in der Fabrique im Hamburger Gängeviertel

Frau droht Mann mit Regenschirm

Alexander Bentheim (Redaktion)

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln und seit der #MeToo-Debatte wird viel über die mutmaßlichen Täter der Übergriffe und Gewaltakte gesprochen und darüber, was sich verändern muss. Doch die Debatte über die Verantwortung von Männern spaltet: Für die einen sind Männer Opfer der feministischen Bewegung, sind sie das »verfluchte Geschlecht« und die Männlichkeit in der Krise. Andere empfinden es als selbstverständlich, Mann und Feminist zu sein und sich in dem Neu-Denken von Geschlechterrollen zu engagieren. Und wie kommt es überhaupt dazu, dass Debatten um Feminismus trotz eines neuen Bewusstseins für Geschlechtervielfalt von »dem Mann« und »der Frau« handeln?
 Auch wenn der Begriff des Feminismus in seinem Ursprung nicht viel mit Männern zu tun hat, wollen wir – ohne Geschlechter-Bashing – darüber sprechen, was Männer zu einer gleichberechtigten Gesellschaft beitragen können und sollten, in der niemand aufgrund des Geschlechts stigmatisiert wird – weder als Täter oder Opfer noch als mächtig oder unterdrückt. 
Zudem wollen wir der Frage nachgehen, ob sich Feminismus überhaupt auf Männer übertragen lassen kann, oder ob andere Ideen für die Gleichstellung der Geschlechter entwickelt werden müssen.

Das Gespräch bestreiten Jens Jessen, Journalist DIE ZEIT und Autor des Artikels »Der bedrohte Mann« (der uns seinerzeit zu einer Entgegnung veranlasste) und Nils Pickert, freier Autor und Chefredakteur bei Pinkstinks. Moderation: Lena Kaiser, Redaktionsleiterin taz.nord, anschließend Publikumsdiskussion. Veranstalter: umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V., gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. Ort: Seminarraum im 4. OG in der Fabrique im Gängeviertel, Valentinskamp 34a (Zugang von der Speckstraße), 20355 Hamburg. Zeit: 19-21 Uhr. – Alle weiteren Infos gibt es hier. (Foto © margie | photocase.de)

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Behinderung und Männlichkeit(en)

Fachtagung am 13. April 2018 an der Technischen Universität Dortmund

Eine Frau und ein Mann im Rollstuhl

Alexander Bentheim (Redaktion)

Entlang des Tagungstitels wird der Schwerpunkt das Verhältnis von Behinderung und Männlichkeit(en) aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Der Einführungsvortrag von Karsten Exner (Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld) behandelt »Identitäts- und Rollenkonflikte beeinträchtigter Männer in der heutigen Zeit«, weitere Impulse gibt es von Michael Zach (»Männlichkeitskonstruktionen, Intersektionalität, Behinderung«), Petra Anders (»Michael Akers‘ Drama Morgan. Männlichkeit(en) & Behinderung im Film«) und Manuel Will (»Selbstbehauptung für Jungen und Männer mit kognitiven Beeinträchtigungen«). (Foto © Susann Städter | photocase.de)

Die vollständige Auschreibung mit allen Koordinaten zur Tagung gibt es hier.