»Man kann Kinder für das Aufräumen ein bisschen austricksen«

Martin Tolkmitt, 13, Schüler der Stadtteilschule Niendorf und Teilnehmer am Halbjahreskurs »Soziale Jungs vor Ort«, über seine Mitarbeit im Kinderhaus »Fliewatuut«.

2 Kinder spielen im Matsch

Alexander Bentheim | Foto © suze, photocase.de

Martin, was hat dich am meisten beeindruckt während deiner Mitarbeit?
Dass wir tatsächlich viel mit den Kindern gespielt und sie beschäftigt haben, was ich zuerst gar nicht als richtige Hilfe gesehen habe. Ich dachte, spielen bedeutet nicht so viel, aber doch, darüber kann man ja Vertrauen herstellen.

Mit wie vielen Kindern hattest du zu tun und in welchem Alter waren diese?
Das waren so bis zu 15-16 Kinder, im Alter von 2 bis 6 Jahre.

Was hat dich überrascht, das du zuvor nicht gewusst hast?
Dass ein Kind einfach zu weinen anfängt, nur weil es mich sieht. Also das war in einer Situation, wo wir fangen spielen wollten, und plötzlich weinte der Junge los. Vielleicht war ihm das zu plötzlich mit dem Spiel, obwohl ich mich schon bemüht hatte, nicht zu schnell zu sein. Aber nach kurzer Zeit war das vorbei. Ach ja, und dass manche Kinder richtig gewalttätig sein können, also dass sie Spielzeug nehmen und dich damit schlagen oder an deinen Klamotten ziehen. Dann habe ich zwar »Stop!« gesagt, aber so richtig zugehört hat wohl niemand. Erst als die Erzieherin dazu kam, haben sie aufgehört. Ich muss wohl etwas strenger werden. Oder konsequenter. Überhaupt mussten wir aber auch aufpassen, dass sie sich nicht verletzen, weil sie schon ein bisschen wild waren.

Was hast du gelernt, wovon du sagst: das nehme ich mit aus dieser Zeit?
Dass man mit den Kindern nicht sofort losspielen kann, sondern warten muss, bis sie zu dir kommen. Ich wollte eine Verbindung herstellen zu einem Kind, aber das war etwas schwierig, weil ich ja neu war und unbekannt für das Kind. Da muss man erstmal etwas anderes machen und warten, bis sie zu dir kommen und dann kannst du fragen: »Na, willst spielen?« Man muss sich halt langsam kennenlernen.

Würdest du etwas verbessern wollen oder anders machen?
Ja, vielleicht nicht so sehr nur mit den Kindern spielen, sondern ihnen auch beibringen, nicht so wild zu sein. Was ich aber nicht geschafft habe … vielleicht bin ich ja zu nett und wollte keinen »bösen« Eindruck vermitteln. Und ich hätte gern noch etwas mehr Anleitung gehabt, was wir mit den Kindern machen sollen. Am Anfang hab ich viel gefragt, was wir mit denen machen, aber da gab es nicht so viele Antworten. Wir sollten wohl selbst herausfinden, was wir alles machen können.

Fühltest du dich insgesamt wohl in der Einrichtung, mit den Kindern?
Zuerst war es ungewohnt, weil ich vorher noch nie – also als schon etwas Älterer – in einer Kita war. Da habe ich so viele Kinder gesehen und wusste nicht genau, was ich mit denen nun machen soll. Es war alles neu, aber mit der Zeit habe ich mich schon wohlgefühlt und es war dann alles einfacher.

Hast du ein Beispiel für ein Spielangebot, bei dem die Kinder richtig neugierig oder begeistert waren?
Neugierig weiß ich jetzt nicht so, aber die haben oft Fangen gespielt mit uns, und sie haben damit auch angefangen, und Bela – mit dem zusammen ich im Kinderhaus war – und ich haben dann halt mitgemacht. Dann haben sie uns erwischt, aber wir sind auch wieder rausgekommen und dann gab es viel Geschrei. Da war dann natürlich viel Begeisterung und Spaß dabei.

Würdest du diese Arbeit anderen Jungs empfehlen? Und welche Voraussetzungen bräuchte jemand deiner Meinung nach dafür?
Man braucht auf jeden Fall Geduld. Am Anfang war es ja so, dass wir darauf warten mussten, dass die Kinder auf uns zukommen, nicht umgekehrt. Und man braucht etwas Mut, mit ihnen zu sprechen, weil man ja bei dem Altersunterschied nicht gleich weiß, wie man sie ansprechen kann, vor allem wenn man keine kleinen Geschwister hat. Und man sollte nicht schnell reizbar sein oder wütend werden, nicht alles persönlich nehmen, weil man ja auch ein Vorbild sein soll. Das brauchte uns auch nicht gesagt werden, denn das haben wir schon selbst schnell gemerkt, dass man sich vorbildlicher verhalten muss.

Gab es Kinder, mit denen du mehr anfangen konntest als mit anderen?
Am Anfang fand ich manche aggressiver und manche netter. Aber eigentlich waren sie alle ganz lieb, wenn wir sie dann besser gekannt haben. Über das gemeinsame Spielen mochten wir dann alle gleich gern.

Gibt es noch etwas, das du erwähnenswert findest?
Man kann die Kinder für das Aufräumen, was ja niemand gerne macht, austricksen: indem man sagt, dass es ein Spiel ist, und wer mehr aufräumt, der gewinnt. Dann kann man einfach dabeistehen und die Kinder räumen schon alles auf. Bela hat jüngere Geschwister und daher weiß er, wie man das richtig ansprechen kann, so mit einem leicht kindlichen »Dialekt« 🙂

Papa-Lese-Liste | Update Januar 2023

Neue Ausgabe der Lese- und Medienempfehlungen für Väter und Großväter

Vater und Sohn betrachten ein Bilderbuch

Alexander Bentheim | Foto © behrchen, photocase.de

Der Tradition verbunden, dem Neuen aufgeschlossen: Wieder gibt es eine neue Ausgabe der bekannten Papa-Lese-Liste vom Hildener Vater, Großvater, Rezensenten, Vorleser und 2018 auch mit dem Deutschen Lesepreis ausgezeichneten Christian Meyn-Schwarze. Auf mittlerweile 181 Seiten werden – mit Stand Dezember 2022 – zahlreiche lieferbare oder antiquarisch auffindbare Bücher und andere Medien vorgestellt, in denen aktive Väter, Großväter, soziale Väter dominant vertreten sind.
Zu seiner Motivation, diese Bücher zu sammeln und für die Papa-Lese-Liste seit über 20 Jahren kontinuierlich aufzubereiten, berichtete Christian umfänglich in einem früheren Beitrag.
Nach wie vor gilt, dass diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und die Auswahl und Bewertung subjektiv und zum Teil auch sehr persönlich sind. Gleichwohl lädt sie zum ausgiebigen Stöbern ein und können alle Bücher für Väter-Kinder-Veranstaltungen, Tagungen, Fortbildungen und wissenschaftliche Zwecke gegen eine Versandkostenerstattung bei Christian auch ausgeliehen werden, Kontakt: meynschwarze@t-online.de.

Die aktuelle »Papa-Liste« als PDF herunterladen.

»Kontinuität erleben und damit Selbstvertrauen für das Leben entwickeln«

Christian Herzog über seine Arbeit mit Jungs im Hamburger Stadtteil Bramfeld und warum er gerne auch mit jugendlichen Honorarkräften zusammenarbeitet.

drei Jugendliche sitzen vor einem Holzhaus

Alexander Bentheim | Foto © møt, photocase.de

Christian, du leitest seit Dezember 2018 die SGA Bramfeld. Was sind deine Kernanliegen in der Arbeit mit Jungen und Jungengruppen?
Ganz niedrigschwellig ausgedrückt: dass die Jungen lernen, ihre Interessen auszudrücken, auszuhandeln und Kompromisse zu finden. Und dass sie mich als Erwachsenen kennenlernen, den sie so nicht in ihren gewohnten Kontexten Familie und Schule haben, und mit dem sie auch anders als oft üblich reden und umgehen können.

Mit wie vielen Jungen hattest du bislang zu tun und in welchem Alter waren oder sind sie?
Angefangen habe ich mit 16 Jungen, und so viele waren es eigentlich auch immer, jedoch hab‘ ich recht bald zwei kleinere Gruppen aus ihnen gebildet. Dann hat es sich herumgesprochen, was wir in den Gruppentreffen machen, und dadurch haben auch andere Jungen die Einrichtung hier kennengelernt. Mit etwa 25 Jungen und Jugendlichen stehe ich seit Beginn im Kontakt, vereinzelt sind mittlerweile auch Mädchen dabei. Die Jungs waren zwischen 11 und 13 Jahre alt, jetzt sind sie zwischen 14 und 16. Die ersten Gruppen werden demnächst enden, und wenn ich eine neue Gruppe anfange, sind sie wieder 11-13 Jahre alt. Für die dann Ehemaligen werde ich aber noch ein Angebot für einmal im Monat stricken, den »Langen Freitag«, der ihnen ermöglicht, noch herzukommen. Weil, die sind es einfach gewohnt, sich nach der Schule hier Brötchen abzuholen, die ich vom Bäcker bekomme, und das wird weiterhin Bestandteil meines Angebots sein.

Kommen sie alle hier aus dem Stadtteil?
Die meisten Jungs gehen hier auf die »Dorfplatzschule« und wohnen in Bramfeld, teils auch in Farmsen. Mein Ansatz ist ein lebensweltlicher Ansatz: sobald die Jungs mit Bramfeld zu tun haben in irgendeiner Weise, ist die SGA offen für sie. Ich kriege auch Anfragen vom Jugendamt, ob ich mich um einzelne Fälle kümmern kann, und auch das mache ich. Diese Jungs gehören dann zwar nicht zu den Gruppen, aber ich war auch schon mal bei einem Familienrat dabei, weil ein Jugendlicher auf mich aufmerksam wurde und mich darum bat, dazu zu kommen.

Dann bist du mittlerweile so etwas wie ein Bezugspunkt für manche Jungs …
Also eigentlich bin ich hier so eine Art Anlaufstelle. Und mitbedingt oder auch verstärkt durch Corona habe ich mittlerweile auch einen sehr engen Kontakt zu bestimmten Schulen, ich stehe in einem guten Austausch zu den Vertrauenslehrer*innen auch von Farmsener Schulen.

Zu den Jungs, die bei dir als Honorarkräfte arbeiten können: Welche Aufgaben und Tätigkeiten vergibst du an sie, was erwartest du von ihnen, was können sie lernen?
Ich bin immer auf der Suche nach männlichen Jugendlichen oder jungerwachsenen Männern, so ab 17 Jahre aufwärts, die Interesse daran haben, sich in einem sozialen Beruf auszuprobieren. Auch dafür ist die SGA da, dass Interessierte die Gruppentreffen mit mir gestalten oder Ferienprogramme mit vorbereiten oder Ausflüge mitmachen und Aktionen planen. Ich nehme immer gerne Honorarkräfte mit ins Boot, im letzten Jahr hatte ich vier, gerne auch mit den Kompetenzen, die sie mitbringen. Einer ist z.B. handwerklich sehr begabt, der andere spielt Eishockey, und danach baue ich die Angebote auch gerne auf oder die Ausflüge. Ich achte dabei sehr darauf, dass sie das im geschützten Rahmen machen, dass ich immer dabei bin und dass ich das Meiste der Vorbereitungen übernehme. Sie sollen sich ausprobieren können und ich stehe hinter ihnen und halte ihnen den Rücken frei. Übrigens auch die, die gerne etwas vermitteln oder beibringen möchten, können sich im Rahmen eines Lernförderprogramms ebenso bei mir melden. Ich bin in der glücklichen Lage, dafür extra Fördermittel zu haben.

Was hat dich am meisten beeindruckt während deiner Anleitungen?
Die Zuverlässigkeit. Und die innere Verbindung in deren Arbeit mit den Jungs zu meiner Arbeit. Ja, auch das Durchstehen von Frustmomenten, und tatsächlich manchmal auch die Souveränität, mit der die jungen Honorarkräfte alles angehen, das hat mir echt gut gefallen.

Was hat dich überrascht, wovon du zuvor nicht gewusst hast? Bei den Jungen und bei dir selbst?
Wenn ich mich zum Beispiel ad hoc mal um einen einzelnen Jungen kümmern musste, auch rausziehen musste, und meine Honorarjungs mir dann den Rücken frei gehalten haben. Ich hatte mal die Polizei hier, weil einer der Gruppenjungs beim Klauen erwischt wurde, und ich musste mich von jetzt auf gleich darum kümmern. Da konnte ich den Gruppenprozess meinen Honorarjungs einfach vertrauensvoll übergeben und sie haben das übernommen und richtig gut gemanagt.

Hast du ein Beispiel für eine Maßnahme oder ein Ereignis, wo deine Anleiter-Jungs richtig neugierig und begeistert waren?
Ja, wenn wir Ausflüge gemacht haben, vor allem, wenn wir übers Wochenende weggefahren sind. Das hat für die Honorarkräfte einen ähnlichen Effekt wie für die Jungs, für die das eigentliche Angebot ist. Nämlich: raus aus dem Kontext, rein in etwas Fremdes, sich da dann organisieren und gucken, wie funktioniert etwas, wie machen wir es.

Was sollten deine Honorarjungs »drauf« haben, wenn sie ihre Mitarbeit hier beenden?
Sie sollten unterscheiden können zwischen ihren eigenen Interessen und denen der Jugendlichen, sollten wissen: was ist mein Thema, und was ist das Thema der Jungs in der Gruppe. Und ja, ich möchte auch gern, dass sie über die Zeit immer mehr Verantwortung übernommen haben.

Was würdest du verbessern oder auch anders machen, wenn du die Möglichkeit dazu hättest – z.B. zeitlich oder von den Rahmenbedingungen her?
Ich würde gern mehr Honorarmittel zur Verfügung haben, um einen gewissen Puffer bei den Einsatzmöglichkeiten und auch für überraschenden Notwendigkeiten zu haben. Und ich fände das auch dafür schön, dass die Honorarkräfte nicht nur montags kommen, sondern auch mal unter der Woche, damit sie etwas mehr vom Gruppengeschehen mitkriegen und nicht so viel berichten muss, was angefallen ist. Und ja, auch strukturell mehr Möglichkeiten zu haben, denn die Gruppentreffen hängen an meiner Person, und da mal abgeben zu können, wenn ich z.B. krank bin, das wäre schon entlastend, damit die Verbindlichkeit für die Gruppenjungs weiterläuft. Das ist wahrscheinlich utopisch, aber das wäre ein Wunsch.

Welche Voraussetzungen bräuchte jemand – deiner Meinung nach – um diese Arbeit zu machen, die du machst?
Selbstmotivation. Du musst dich motivieren, aber auch hinterfragen können. Das kommt daher, dass ich kein Team und keinen Kollegen habe. Ich muss hier einfach machen, wenn es weitergehen soll und ich etwas erreichen will; sich einfach gemütlich einrichten geht nicht. Hilfreich ist dabei sehr, dass ich einen tollen Chef habe, der mir vertraut. Und eine Kollegin in einem anderen Haus der Jugend habe ich für den kollegialen Austausch, aber so einzelkämpferisch braucht es auch ein hohes Maß an Selbstdisziplin.

Was wäre dir noch wichtig noch zu sagen?
Ich komme ja aus der Offenen Arbeit, finde es aber sehr spannend zu erleben, was in den nun quasi selbst »geschlossenen« Gruppen dann an Prozessen – im geschützten Rahmen – alles möglich ist. Als ich damit angefangen habe, hätte ich nicht gedacht, dass das so gut funktioniert und wie erfüllend diese Arbeit sein kann. Und ich denke, auch für die Honorarkräfte mit sagen zu können: wie wichtig es ist für die Jungs, hier Kontinuität zu erleben und damit Vertrauen und Selbstvertrauen für ihr Leben zu entwickeln. Und für die Honorarkräfte, ebenso wie für die »Gruppenjungs«: es geht immer um Möglichkeitsräume, wo sie erleben, wie wirkungsmächtig ihr Tun in diesem Räumen sein kann.

Christians Angebot für Jugendliche, die sich für eine Mitarbeit interessieren, findet ihr hier.

»Mehr Selbstvertrauen, dass ich mit Kindern arbeiten kann.«

Emilio Centanaro, 15, über seine Erfahrungen auf dem Hamburger Bauspielplatz Rahlstedt-Ost und was sein Praktikum mit Motivation und Selbstvertrauen zu tun hat.

Junge spielt in einer Waldhütte

Alexander Bentheim | Foto © coscaron, photocase.de

Emilio, warum ein Praktikum auf einem Bauspielplatz?
Ich fand es interessant, weil ich noch nie so richtig mit Kindern gearbeitet habe. Christian Herzog von der SGA Bramfeld hat mir das Praktikum vorgeschlagen und ich fand das okay und richtig super, die Kinder waren voll nett, und wir konnten da ein bisschen was bauen.

Was waren deine Aufgaben und Tätigkeiten?
Die meiste Zeit habe ich mit den Kindern im Gelände gespielt und auch aufgepasst, dass nichts passiert. Ich habe in der Werkstatt mitgeholfen und Werkzeug an die Kinder ausgeliehen. In der letzten Woche haben wir dann zusammen ein Fahrrad repariert.

Was hat dich auf dem Baui am meisten beeindruckt?
Wie nett die Leute da sind und wie die Kinder einem zuhören können; sie waren nicht so anstrengend wie ich das erwartet hatte.

Mit wie vielen Kindern hattest du zu tun und in welchem Alter waren diese?
Das waren so 6-8 Kinder, sie waren etwa 7 bis 8 Jahre alt.

Was hat dich überrascht, wovon du zuvor nicht gewusst hast?
Dass der Baui so groß ist, das habe ich nicht erwartet. Ich dachte, es gibt nur einen kleinen Raum, in den die Kinder reingehen und z.B. malen können. Aber nein, das war ein sehr großes Gelände mit Spielplatz und vielen Möglichkeiten.

Was hast du gelernt, wovon du sagst: das nehme ich mit aus dieser Zeit?
Mehr Selbstvertrauen, dass ich mit Kindern arbeiten kann. Und dass es positive Überraschungen geben kann, wenn man erst nicht weiß, was auf einen zukommt und man denkt, dass es stressig werden kann mit den Kindern. Aber das war am Ende überhaupt nicht mehr so. Deshalb nehme ich mit, dass ich etwas nicht einschätzen sollte, bevor ich es nicht ausprobiere.

Würdest du irgendetwas noch verbessern oder ganz anders machen?
Nein, es war alles okay.

Fühltest du dich insgesamt wohl in der Einrichtung, mit den Kindern, mit der Anleitung?
Ja, sehr. Auch dass ich, wenn ich mit dem Rad ankam, erstmal etwas zu trinken und manchmal auch Kuchen bekommen habe; ich wurde richtig gut aufgenommen. Wir wollen auch den Kontakt miteinander halten, aber wegen der Schule geht das im Moment gerade nicht. Wenn ich mal Zeit habe, fahre ich einfach vorbei und schaue, wie es denen geht.

Hast du noch ein Beispiel für ein Angebot, wo die Kinder richtig neugierig und begeistert waren?
Ja. Ich musste mal einen kleinen Schrank bauen und da war ein kleiner Junge, der unbedingt mitmachen wollte. Ich hab ihm dann dies und das gezeigt, aber dann verlor er doch die Lust und wollte lieber spielen gehen. Das war wohl etwas viel für ihn, was wir da vorhatten.

Würdest du die Arbeit, die du gemacht hast, anderen empfehlen? Und welche Voraussetzungen bräuchte jemand deiner Meinung nach dafür?
Ja, das würde ich, aber es muss jemand richtig Motivation mitbringen, mit Kindern arbeiten zu wollen! Und viel Energie! Denn die Kinder haben auch viel Energie, wollen laufen und verstecken spielen, und das Gelände ist ja groß. Gut war, dass sie dann doch schneller müde wurden als ich.