Erst das Bangen, dann das Hoffen

Ein Jahrhundert wird betrachtet, ein weitverzweigtes Familienleben erkundet. Und der Jüngsten obliegt es, auf alles und alle zu schauen. Das ist eine Bürde, bietet aber auch das große Glück der Erkenntnis.

Familienfoto 1930er Jahre

Text: Frank Keil
Foto: Archiv Ruth Buchs

 
Männerbuch der Woche, 7te KW. – Mit ihrem bezaubernd-rustikalen Debütroman »Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten« erweitert Anna Maschik das Genre der Generationen-Erzählung und schlägt nebenbei entlang der gut 100 letzten Jahre einen charmanten Bogen von Norddeutschland bis Österreich.

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Männer in Fracks

Kneipen und schiefe Treppen. Dünnwandiges Glas und Blechbläserstandpunkte. Ein Wecker poltert, ein Grammophon, das spielt. Wo sind wir nur?

skeptischer Mann mit Hut und Hosenträger in Kirche

Text: Frank Keil
Foto: Gera Cejas, pexels.com

 
Männerbuch der Woche, 6te KW. – Der Erzählungen-Band »Männer machen Fehler« von Ulrich Becher bietet eine erfrischende Wiederentdeckung eines produktiv Heimatlosen.

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»Gib mir fünf Minuten!«

Die norwegische Serie »Liv – Leben, Tod und alles dazwischen«.

Mann mit zwei Rotweingläsern vor einem Haus

Text: Frank Keil
Foto: ARTE France | © Shuuto AS

 
Magnus und Arne Berggren’s Serie »Liv« erzählt von komplizierten Geschwisterbeziehungen, von toughen Frauen wie von haltlosen Männern und überhaupt von den Rätseln des Familienlebens. Die fünf Staffeln à fünf Teile, zusammen über 12 Stunden Filmstoff, ist noch bis 13. März in der ARTE-Mediathek zu finden.

Davor, dazwischen oder danach geht’s hier zur Rezension.

Einmal durch den Kopf von Karl Ove Knausgård spazieren

Heute will alles fokussiert sein. Auf den Punkt gebracht, effektiv und zeitersparend. Um so besser, wenn man sich mal wieder verliert. Wohin auch immer.

Text: Frank Keil
Foto: ausdemweltall, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 2te KW. – »Im Augenblick« des norwegischen Romanciers Karl Ove Knausgård erweist sich als ein vergnüglich-praller Band mit Reportagen, Essays und Vorlesungen.

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Aus hoher Höhe

Manchmal tröstet Literatur. Obwohl das nicht ihre Aufgabe ist, so gar nicht. Tröstet einen, baut einen (wieder) auf, gerade weil sie sich mit Macht allem Trostmöglichen verweigert, und damit quasi paradox interveniert, aus sich heraus, absichtslos, treffsicher.

Text: Frank Keil
Foto: Alexander Bentheim

 
Männerbuch der Woche, 1te KW. – Als Rausschmeißer des ja nicht gerade lustigen Jahres 2025 und als Begrüßung von 2026, das wohl auch nicht der Knaller werden wird, empfiehlt sich unbedingt der Erzählungen-Band »Kein Geld, kein Glück, kein Sprit« von good old Heinz Strunk.

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Die Umrisse des Glücks

Wie war das Leben der Mutter, bevor sie Mutter wurde? Und gelingt es, sich in dieses auch imaginierte Leben einzufühlen?

eine Tasse Tee steht auf einem Balkongeländer

Text: Frank Keil
Foto: Özgür Beşli, pexels.com

 
Männerbuch der Woche, 52te KW. – Fikri Anil Altintaş lässt in seinem bewegenden Roman »Zwischen uns liegt August« einen Sohn vom Sterben seiner Mutter erzählen – und von ihrem eigenen Leben in den Zeiten vor der Familie.

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Das weiße Rauschen des Universums

Ob man Weihnachten mag oder auch nicht so sehr – dass man etwas verschenkt, bleibt meist nicht aus. Vielleicht ein Buch? Oder zwei? Und gegebenenfalls an sich selbst?

Akrobatik im Garten

Text: Frank Keil
Foto: carlitos, photocase.de

 
Männerbücher der Woche, 51te KW. – Alles über die Liebe, die Geschichte des Bleistiftes, dazu ein (isländischer) Abschiedsblick auf Vaters Bibliothek und ein Ausflug in die postsowjetische Geisterwelt von Lettland – vier eigensinnige Titel empfehlen sich.

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Tiefensuche mit Heinz

Man meint, so gut wie alles über das Schicksal der so genannten Heimkinder zu wissen. Doch genauer hinzuschauen, noch genauer, lohnt immer.

Text: Frank Keil
Foto: Mikhail Nilov, pexels.com

 
Männerbuch der Woche, 50te KW. – Christiane Florin erzählt in »Keinzelfall«, wie Heinz ein katholisches Heim überlebte. Und berichtet von fortlaufender Deklassierung und der bis heute verschleppten Aufarbeitung der Leiden bundesdeutscher Heimkinder gleich mit.

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Eine Kugel im Buch

Bald könnten es vier Jahre sein, die der Angriffskrieg gegen die Ukraine dann wütet. Wie schreibt man darüber, wie vermittelt man das selbstverständliche und alltägliche Grauen den Menschen, die Sicherheit gewohnt sind?

Auto fährt doch vernebelte Berge

Text: Frank Keil
Foto: Callum Hilton, pexels.com

 
Männerbuch der Woche, 47te KW. – Der ukrainische Romancier, Essayist und Lyriker Andriy Lyubka blickt in »Die Rückseite des Krieges« auf die sich ständig verschiebenden Zonen zwischen Front, Hinterland und zuschauendem Ausland.

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»Ganz oben, letzte Reihe«

Trump. Die hohen Zustimmungswerte für die AfD. Der fortlaufende Krieg gegen die Ukraine, der Völkermord im Sudan, dazu die Klima-Krise und all das private Ungemach – Tag für Tag mehr als genug Gelegenheiten wie Gründe, um zu verzweifeln. Und nun?

Text: Frank Keil
Foto: nicolasberlin, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 46te KW. – Heike Geißler nähert sich in ihrem mäandernden und vor allem offenherzigen Essay »Verzweiflungen« den Grundgefühlen unserer Tage.

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