Artikel

Bei Anna unterm Kirschbaum

Ein wunderbarer Bildband, der uns hinaus auf ein seltsames Land führt, in dem das Leben mindestens ein wenig so entspannt ist wie früher.

Ein Mann abends am See

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 35te KW. – Der Fotograf Evgeny Makarov ist zurück auf die Datscha seiner Kindheit gefahren, er hat die Kamera gezückt und bietet uns nun mit »600 m² Glück« Bilder, die zwischen Idyllik und Melancholie switchen. Und die ganz nebenbei einfach schön anzusehen sind. (Foto © Evgeny Makarov / Sieveking Verlag)

Zur Rezension

Artikel

Wenn Karl-Heinz durchdreht

Er ist noch nicht einmal vier Jahre alt und bringt Eltern und Erzieherinnen an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Und so einen gibt es in jeder Kita.

Junge mit Stock

Ralf Ruhl

Karl-Heinz ist echt hart drauf. Macht die Sachen der anderen kaputt, schlägt aus dem Nichts zu, wütet, verweigert sich, versucht zu kontrollieren. Das macht es schwer ihn zu mögen. Und es ist leicht, die Schuld bei den Eltern zu suchen. »Desorganisiertes Bindungsverhalten« heißt das in der Bindungstheorie und -pädagogik nach Bowlby und Ainsworth. Doch das »Warum?« ist nicht so entscheidend, wichtiger ist das »Was tun?«. Und dabei hilft dieses kleine, höchst kompakte Bilderbuch für Eltern und Fachleute – trotz mancher Einschränkung. (Foto © plastikman1912 | photocase.de)

Zur Rezension

Galerie

Puppen sehen uns an

Die Hamburger Fotografin Julia Steinigeweg zeigt im Rahmen der Ausstellung »Gute Aussichten – junge deutsche Fotografie« ihre bemerkenswerte Arbeit »Ein verwirrendes Potential«.

Zwei Hände liegen auf dem Bauch einer Puppe

Frank Keil

Julia Steinigewege hat für ihre Abschlussarbeit an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften Puppen fotografiert, die mit Menschen zusammen leben. Und sie hat die folglich dazugehörigen Menschen abgelichtet. »Ich habe mich gefragt, was ein Mensch benötigt, um Liebe oder ein Gefühl der Liebe zu empfinden«, sagt sie. Dabei gehört es zur Ausgangslage ihres fotografisch forschenden Projektes, dass diese Art des Zusammenlebens unter dem Fokus der Liebe und der Beziehung nicht selbstverständlich sein dürfte, im Gegenteil: »Die meisten würden behaupten, dass es ein Gegenüber geben muss, auf das man seine Gefühle projezieren kann, und dass es ein Miteinander geben muss, mit dem man arbeiten und mit dem man zusammen wachsen kann.« Sie sagt: »Ich fand die Frage interessant, ob ein Austausch von Gefühlen notwendig ist oder jeder für sich alleine fühlt und liebt und damit losgelöst vom anderen Liebe erfährt«. Kurzum: »Welche Rolle spielt das Gegenüber, das in diesem Fall nur physisch vorhanden ist und nicht psychisch?«. (Foto © Julia Steinigeweg)

Zum Ausstellungsbericht

Artikel

Lost in Oberösterreich

Lesen ist jedesmal ein Wunder – gerade wenn im eigenen Kopf Personen lebendig werden, die man irgendwann zu kennen meint. Seltsam. Oder?

Ein Mann schaut auf Berge

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 47ste KW. – Reinhard Kaiser-Mühlecker geht in seinem Roman »Fremde Seele, dunkler Wald« zwei Brüdern nach, die in Oberösterreich nach dem Weg ihres Lebens Ausschau halten. (Foto © Daniel van Gravel | photocase.de)

Zur Rezension