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Wenn Karl-Heinz durchdreht

Er ist noch nicht einmal vier Jahre alt und bringt Eltern und Erzieherinnen an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Und so einen gibt es in jeder Kita.

Junge mit Stock

Ralf Ruhl

Karl-Heinz ist echt hart drauf. Macht die Sachen der anderen kaputt, schlägt aus dem Nichts zu, wütet, verweigert sich, versucht zu kontrollieren. Das macht es schwer ihn zu mögen. Und es ist leicht, die Schuld bei den Eltern zu suchen. »Desorganisiertes Bindungsverhalten« heißt das in der Bindungstheorie und -pädagogik nach Bowlby und Ainsworth. Doch das »Warum?« ist nicht so entscheidend, wichtiger ist das »Was tun?«. Und dabei hilft dieses kleine, höchst kompakte Bilderbuch für Eltern und Fachleute – trotz mancher Einschränkung. (Foto © plastikman1912 | photocase.de)

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Puppen sehen uns an

Die Hamburger Fotografin Julia Steinigeweg zeigt im Rahmen der Ausstellung »Gute Aussichten – junge deutsche Fotografie« ihre bemerkenswerte Arbeit »Ein verwirrendes Potential«.

Zwei Hände liegen auf dem Bauch einer Puppe

Frank Keil

Julia Steinigewege hat für ihre Abschlussarbeit an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften Puppen fotografiert, die mit Menschen zusammen leben. Und sie hat die folglich dazugehörigen Menschen abgelichtet. »Ich habe mich gefragt, was ein Mensch benötigt, um Liebe oder ein Gefühl der Liebe zu empfinden«, sagt sie. Dabei gehört es zur Ausgangslage ihres fotografisch forschenden Projektes, dass diese Art des Zusammenlebens unter dem Fokus der Liebe und der Beziehung nicht selbstverständlich sein dürfte, im Gegenteil: »Die meisten würden behaupten, dass es ein Gegenüber geben muss, auf das man seine Gefühle projezieren kann, und dass es ein Miteinander geben muss, mit dem man arbeiten und mit dem man zusammen wachsen kann.« Sie sagt: »Ich fand die Frage interessant, ob ein Austausch von Gefühlen notwendig ist oder jeder für sich alleine fühlt und liebt und damit losgelöst vom anderen Liebe erfährt«. Kurzum: »Welche Rolle spielt das Gegenüber, das in diesem Fall nur physisch vorhanden ist und nicht psychisch?«. (Foto © Julia Steinigeweg)

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Lost in Oberösterreich

Lesen ist jedesmal ein Wunder – gerade wenn im eigenen Kopf Personen lebendig werden, die man irgendwann zu kennen meint. Seltsam. Oder?

Ein Mann schaut auf Berge

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 47ste KW. – Reinhard Kaiser-Mühlecker geht in seinem Roman »Fremde Seele, dunkler Wald« zwei Brüdern nach, die in Oberösterreich nach dem Weg ihres Lebens Ausschau halten. (Foto © Daniel van Gravel | photocase.de)

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»Ikarus landet«

Ausstellung von Arbeiten des Dresdener Künstlers und Märchenerzählers Frank-Ole Haake in der Fachstelle Jungen- und Männerarbeit

Auschnitt eines Gemäldes von Frank-Ole Haake

Alexander Bentheim (Redaktion)

In Dresden wird derzeit die Ausstellung »Ikaros landet« des Künstlers und Märchenerzählers Frank-Ole Haake vorbereitet, die in der Fachstelle Jungen- und Männerarbeit des Männernetzwerk Dresden e.V. (Schwepnitzer Str. 10, 01097 Dresden, Tel. 0351 7966348) vom 29. September (mit Vernissage um 18 Uhr) bis zum 15. Dezember (mit Finissage um 14.00 Uhr) stattfinden wird.
Frank-Ole Haake, der seit bald 20 Jahren auch auf vielfältige Weise in der Jungen- und Männerarbeit engagiert war (u.a. Männerzentrum im Biotop Kümmelschänke, Anti-Gewalt-Trainings, Einzelfall- und Familienhilfe) freut sich, dass mit der Ausstellung sein Arbeitsansatz – nämlich »wertschätzend, um Wunden und Traumata wissend, visionär, Wurzeln bildend« – eine weitere mediale Aufmerksamkeit erfährt. Zur Ausstellung wird es ein Begleitprogramm geben, mit dem Kindergärten und Schulen die Möglichkeit bekommen, sich an Hand der Arbeiten oder auch mittels der Märchen mit dem Thema Junge- und Mannsein auseinanderzusetzen – neue Geschichten zu Mann-Sein und Männlichkeit, insbesondere in diesen Zeiten, „wo die alten Krieger wieder Morgenluft schnuppern wollen“.
Wer nicht in Dresden dabei sein kann oder vorab schon neugierig auf die Arbeiten von Frank-Ole Haake ist, wird auf einer der vielen künstlerischen Seiten unter www.ole-bildermensch.de fündig – darunter Gemälde, Linoldrucke, Grafiken von Wasserskulpturen, Landschaften, Frottagen, Fotos von einem Garten der Träume – oder lauscht den Märchen und Mythen der Welt, die in »Oles Märchenkoffer« auf seinem YouTube-Kanal zu finden sind.

Weitere Infos zur Ausstellung und zum Begleitprogramm gibt es hier sowie im Flyer zur Ausstellung und auch direkt bei Frank-Ole Haake, Atelier in der Schokofabrik, Hopfgartenstrasse 1a, 01307 Dresden, Tel. 0351 4061455, sound@ole-bildermensch.de. (Foto © Frank-Ole Haake, Ausschnitt eines der Gemälde zum Ikarus-Thema).