Artikel

»Wach sein, bereit sein und anpacken – nur rumstehen geht nicht.«

Max Schütze, 8b der Hamburger Irena-Sendler-Schule und Teilnehmer am Projekt »Soziale Jungs Hamburg«, über seine ersten Erfahrungen im ehrenamtlichen Praktikum bei der »Tiertafel Hamburg e.V.«

schlafende Hunde

Alexander Bentheim

»Manche der Kunden, wie sie genannt werden und die etwas weiter weg wohnen, kommen nur alle vier Wochen, und dann wird ein bisschen mehr für die eingepackt. Aber die meisten kommen alle zwei Wochen. Da sind jedes Mal richtig viele Leute, die auch schon mal bis zur nächsten Straße anstehen. Und es kommen viele immer wieder, das sind Stammkunden. Man muss eine Visitenkarte oder Berechtigungskarte haben. Und man muss auch jedes Mal selbst eine kleine Spende geben. Dass nur Obdachlose kommen, stimmt nicht. Es kommen auch Leute, die in ihrem Job nicht viel Geld verdienen oder arbeitsunfähig sind oder eine geringe Rente haben. (…) Man steht hinter einem Tresen, und hinter einem sind mehrere Regale an den Wänden, wo halt vor allem Hundefutter drin ist, in verschiedenen Sorten. Es gibt Hunde, die haben eine Getreideallergie. Es gibt Katzen, die haben Nieren- oder Magenprobleme, die kriegen spezielles Futter. Die Kunden wissen um den Gesundheitszustand ihrer Tiere. Aber wir haben nicht nur die Ausgabe, sondern es gibt auch einen Tierarzt nebenan und Physiotherapeuten für die Tiere. Meine wesentliche Aufgabe ist die Ausgabe von Trockenfutter und Nassfutter. Wir haben auch Spielsachen für Tiere und es gibt auch ein Lager, da gibt es Halsbänder, Leinen, Körbchen in allen Arten, Katzenklos, was ein Tier halt so braucht. Aber wenn Kunden Wünsche haben, die wir unten nicht bedienen können, gehe ich zum Lager hoch und frage dort, ob wir das haben, was jemand braucht.« (Foto © no more lookism | photocase.de)

Zum gesamten Interview

Artikel

Sterben passiert einfach

»Wir müssen alle sterben« oder »Der Tod gehört zum Leben«. Das sagt sich so leicht. Aber wenn es so weit ist, dann stimmt es nicht einmal.

Rettungswagen

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 11te KW. – Alexander Krützfeldt begleitet in seinem Reportageband »Letzte Wünsche« mit Frank Wenzlow einen robust-empfindsamen Mann, der versucht, Menschen eben das zu erfüllen: ihre letzten Wünsche. (Foto © CL. | photocase.de)

Zur Rezension

Artikel

Ein Leben wie ein Tag

Ein langes Leben, eine lange Liebe – das wäre das Ziel. Nur wie sieht es schließlich aus, wenn es erreicht ist?

Altes Paar auf einer Wiese

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 10te KW. – Hansjörg Schertenleib erzählt in seiner Novelle »Die Fliegengöttin« von einem Paar, dass sich versprochen hat, immer füreinander da zu sein und sich am Ende nicht alleine zu lassen. (Foto © REHvolution.de | photocase.de)

Zur Rezension

Artikel

Und dann stand plötzlich Ketchup auf dem Tisch

Früher war alles anderes. Sehr anders sogar. So dass man sich gar nicht vorstellen kann, dass es nicht so war, wie es heute ist.

Ein Junge auf einem Berg schaut zum Himmel

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 9te KW. – Ulrich Woelck erzählt in seinem niemals nostalgischen Familienroman »Der Sommer meiner Mutter« vom Einbruch der Moderne im Schatten der Mondlandung. (Foto © Z2sam | photocase.de)

Zur Rezension