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Gewalt und Männlichkeit

Klaus Theweleits »Männerphantasien« erscheinen nach 42 Jahren als Neuauflage. Ein Interview mit dem Autor.

Männer in Stiefeln

Thomas Gesterkamp (Interview)

Das ist sehr ungewöhnlich: Nach 42 Jahren erscheint die Neuauflage eines Buches von offenbar zeitloser Brisanz. Noch dazu handelt es sich um einen echten Wälzer: 1150 Seiten, plus 120 Seiten aktualisiertes Nachwort. Klaus Theweleits »Männerphantasien«, erstmals erschienen in zwei Bänden 1977 und 1978, war ein früher Klassiker der Männerliteratur, verkauft wurden insgesamt mehr als 100.000 Exemplare. Gestützt auf historische Selbstzeugnisse von Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg analysiert der Autor den zerstörerischen Charakter männlicher Gewalt – und deren Ursachen. Das Interesse daran ist heute vielleicht größer denn je: Denn es geht um Erklärungen dafür, warum Männer rechtsradikal sind oder werden. (Foto © jala | photocase.de)

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Väter in Elternzeit gesucht …

Online-Fragebogenstudie, ab sofort bis Oktober: Wie erleben Männer ihre berufliche Pause und wie geht es ihnen in dieser Zeit?

Vater mit Kleinkind

Alexander Bentheim (Redaktion)

Für eine Online-Fragebogenstudie der RWTH Aachen University sucht Clara M. Roesch für ihre Masterarbeit (unter der Leitung von Dr. Anna M. Stertz und Prof. Dr. Bettina S. Wiese am Lehrstuhl für Personal- und Organisationspsychologie) 150 Väter, die bis einschließlich Oktober 2019 in Elternzeit sind bzw. sein werden und bereit sind, Auskunft zu ihren persönlichen Erfahrungen mit dieser Zeit zu geben. Übergeordnet soll mit den Studienergebnissen langfristig das Wohlbefinden von Männern in ihrer Rolle als Vater und Arbeitnehmer gestärkt und unterstützt werden.
Alle Angaben werden vertraulich behandelt und anonym ausgewertet; als Dankeschön für die Teilnahme an der Studie können die Väter an einer Verlosung von 20 Geldpreisen in Höhe von je 50 Euro teilnehmen. (Foto © Paulo Sousa | photocase.de)

Link zur Studie
Mail für Nachfragen bei der Autorin

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Es wird einem nichts geschenkt

Nach »toxischer Männlichkeit« ist »weißer, alter Mann« der nächste Versuch, ein griffiges Anti-Label zu kreieren. Gewinnt man damit an Erkenntnis?

Menschenmenge

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 15te KW. – Die tatsächlich geniale, weil schlaue und vor allem selbstkritische Sophie Passmann hat für ihr Buch »Alte weiße Männer« jede Menge Männer der »Ja, aber«-Fraktion getroffen. (Foto © Vapi | photocase.de)

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»Manchmal lauter werden müssen, aber nicht aggressiv klingen dabei.«

Max André Kühl, 8a der Hamburger Irena-Sendler-Schule und Teilnehmer am Projekt »Soziale Jungs Hamburg«, zu seinen Erfahrungen im ehrenamtlichen Praktikum bei »Pflegen und Wohnen Farmsen«

Blättern in einem alten Fotoalbum

Alexander Bentheim

»Die, die mich bemerkt haben, waren eigentlich recht zufrieden und haben sich gefreut, wenn ich da war und vorgelesen habe. Die meisten sind dabei eingeschlafen, weil ich scheinbar eine so entspannende Stimme habe (…) Besonders überrascht haben mich die älteren Personen. Eigentlich denkt man ja, die älteren Leute seien eher ein bisschen negativ eingestellt. Aber die waren fast immer recht positiv, haben sich gefreut, wenn etwas los war. Das hatte ich nicht erwartet.« (Foto © Bonk!Bild | photocase.de)

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