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Alles kann, nichts muss.

Von Mythen, Klischees und Tatsachen der Sex-Arbeit

Rotes Licht scheint durch eine offene Tür

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 19te KW. – Ein rotes Herz blinkt oder eine rote Laterne leuchtet. Eine nackte Frau räkelt sich auf einem Plakat, lockt, einen Schritt weiterzugehen und eine Tür zu öffnen. Und dann? Wie sieht es dort aus? Nora Bossong recherchierte ein Jahr im so genannten Sex-Business. Herausgekommen ist dabei ein Buch, das von Seite zu Seite immer mehr Fragen stellt und auf plakative oder moralisierende Antworten so gänzlich verzichtet. (Foto © Astonishing | photocase.de)

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Fünf Fälle, eine Geschichte

Friedrich Dönhoff’s »Heimliche Herrscher« – eine Sache für Kommissar Fink

Ein Mann verlässt schnell ein Haus

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 18te KW. – Der Krimi ist nach wie vor eine literarische Gelegenheit, auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen. Wie rabiat oder eben auch nicht er dabei vorgeht, auch das erzählt von dieser Welt. Friedrich Dönhoff schickt seinen sanften Kommissar Sebastian Fink erneut auf Mördersuche durch Hamburg. Damit sich dieser alsbald aufrichtig über so einiges wundert. (Foto © Patrick Lohmüller | photocase.de)

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Zimmer mit Aussichten

An Publikationen über Geflüchtete herrscht dieser Tage aus verständlichen Gründen kein Mangel. Und jedes Mal ist da die Frage: Gelingt es ihnen, uns ihr Schicksal nahe zu bringen?

Kaputter Sessel auf der Straße

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 49ste KW. – Wilhelm Christoph Warning folgt in »Fremdenzimmer« auf überzeugende Weise den fragmentarischen Lebensberichten 16 syrischer Männer, die es in eine oberbayrische Pension verschlagen hat. (Foto © mickmorley | photocase.de)

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Furchtbar und Fruchtbar – die Kraft der Aggression

Seminar mit »Dialogischer Konfrontation« für Männer und Frauen vom 11.-13. November 2016 in Pforzheim-Hohenwart

ein Mann und eine Frau streiten sich

Alexander Bentheim (Redaktion)

Eine Wochenende zur Begegnung der Geschlechter über den Schwerpunkt Aggression. – Thomas Scheskat (Göttinger Institut für Männerbildung) und Heide Gerdts (INSTITUT FEMME VITALE hamburg) machen dieses gemeinsame Angebot für Frauen und Männer seit mittlerweile 20 Jahren – und erfreuen sich nicht nur bei den Fachkolleg_innen der Deutschen Gesellschaft für Körperpsychotherapie eines großen bestätigenden Zuspruchs. Das Seminar ist kein spezielles Paarseminar, deshalb kann es sowohl für einzeln Teilnehmende als auch für Paare eine wertvolle Plattform sein, sich neu zu begegnen.

Heide Gerdts zur Perspektive der Frauen: »Statt nach vorne zu gehen, neigen Frauen oft dazu, Zorn, Ärger und Wut gegen sich selbst zu richten, sich kleiner zu machen, als sie sind, sich selbst zu verletzen oder krank zu werden. Viele schreiben Aggressionen auch mehr den Männern zu und erleben sich selbst mit dieser Kraft als unweiblich. Das eigene aggressive Potential besser kennen zu lernen und in Besitz zu nehmen schafft Frauen Möglichkeiten, ihre Gefühle des Ohne-Macht-Seins punktuell zu verändern, ein selbstbestimmteres Leben zu führen und sich im Setzen und Öffnen von Grenzen zu üben.«

Thomas Scheskat zur Perspektive der Männer: »Wir Männer erleben uns meist gar nicht als die zielstrebigen, aggressionsfähigen Männer, die wir vielleicht gerne wären. Frauen erscheinen uns oft sogar aggressiver und mächtiger. Wenn wir das nicht mit unseren Anspruch an unsere männliche Souveränität vereinbaren können, geraten wir in eine Sackgasse. Entweder verstecken wir unsere Ohnmachtsgefühl hinter falscher Rücksicht, bzw. flüchten in wortlose Sturheit – oder wir schlagen blind zu, um uns keine Blöße zu geben. Stattdessen sollten wir Männer unsere offensive Kraft, die wir tatsächlich haben, erfahren, wertschätzen und verantworten – um sie dann fruchtbar einzusetzen.«

Alle Infos zu Ort, Anmeldung, Kosten etc. sind der Seminarausschreibung zu entnehmen. (Foto © Lucas1989 | photocase.de)