Artikel

Wenn es sein könnte

Vielleicht passiert es in 20 Jahren. Oder früher. Oder viel, viel später, was dann okay wäre. Aber liegt es in unserer Hand?

Krankenhausflur

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 43te KW. – Martin Simons konfrontiert uns in seinem biografisch geerdeten Text »Jetzt noch nicht, aber irgendwann schon« mit dem jederzeit möglichen Lebensende. (Foto © adesigna | photocase.de)

Zur Rezension

Artikel

Unterwegs sein, wieder ankommen

Buchmesse ist in Frankfurt. Und Gastland ist diesmal Norwegen. Eine gute Wahl, ist das Land doch ein Hort bester Literaturen.

Ein Mann gießt einem anderen Mann Tee ein

Frank Keil

Männerbücher der Woche, 42te KW. – Zwei Romane von Per Petterson und Odd Klippenvåg und eine Graphic Novel von Steffen Kverneland erzählen von den Leiden, gelegentlich auch Freuden des Mannseins zwischen Fjorden, Bergen, Wäldern und den Städten dazwischen. (Foto © davidpereiras | photocase.de)

Zur Rezension

Artikel

Durch die Wüste

Vom afrikanischen Dorf ins deutsche Großstadtleben

Ein Schmied bearbeitet ein heißes Eisen

Stefan Moes

Als ich Abiel Ende April 2017 kennenlernte, wirkte er kindlich und verlegen. Er schaute seinem Gesprächspartner nicht ins Gesicht, sondern drehte beim Gespräch den Kopf zur Seite. Das verstärkte den Eindruck von Unsicherheit. In seiner Heimat sei es Sitte, Erwachsene nicht direkt anzusehen, erklärte er. Bis dahin hatte ihm niemand gesagt, dass sein Blick zur Seite nicht nur unhöflich wirkte, sondern in unserer Kultur auch als Zeichen für Verschlagenheit genommen werden könnte.
Abiel war damals 18 Jahre alt. Ein Flüchtling aus Eritrea. In Hamburg bekam er ein Zimmer in einer betreuten Jugendwohnung, Taschengeld und einen Platz in einer Flüchtlingsklasse der Berufsschule. Er brauchte nicht lange, um einzusehen, dass er sich nicht länger auf kulturelle Gewohnheiten aus der Heimat berufen konnte. »Kultur ist, was man ändern kann«, erklärte ich ihm. Wenn er in Deutschland Erfolg haben wolle, müsse er hiesige Verhaltensweisen anzunehmen lernen.
Drei Jahre lang hatte die Flucht durch den Sudan, die Sahara und übers Mittelmeer gedauert – eine furchtbare Erfahrung, erzählte Abiel. Er wollte sich dem Zugriff des Militärs entziehen, das Männer wie Frauen zum unbefristeten Dienst heranzieht. Und er wollte etwas aus sich machen, einen Metallbauer. Diesen Beruf hat sein Vater. (Foto © esebene | photocase.de)

Zum gesamten Rückblick
Zu den vorausgehenden Tagebuchaufzeichnungen

Artikel

Wenn Kinder verstummen

Mit Kindergartenkindern über sexuellen Missbrauch sprechen

Illustration zu einem Kinderbuch

Ralf Ruhl

Mit Kindergartenkindern über sexuellen Missbrauch sprechen ist ein schwieriges Unterfangen. In ihrem Bilderbuch »Was ist los, Joschi Bär?« zeigen Brigitte Endres (Text) und Anna Karina Birkenstock (Illustrationen), was es dazu braucht: Eltern, die präsent sind, einfühlsam – und stark. (Bild © Anna Karina Birkenstock | Aracari Verlag)

Zur Rezension