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Eine Landkarte für die Seele

Paul hat Angst. Und es gibt ein Bilderbuch, das Kindern und Eltern zeigt, wie Psychotherapie helfen kann.

Vater mit 2 Kindern am Strand

Ralf Ruhl

Paul hat Angst. Schon immer. Vor fast allem. Deshalb gehen seine Eltern mit ihm zur Psychotherapie. Dort öffnen sich viele Türen. Zu vielen Zimmern und zu seiner Seele. Und am Ende ist Paul zuversichtlich, dass er hier seine Ängste abbauen lernen kann. Der Therapeut bietet eine verlässliche Beziehung, zeigt, was möglich ist, wie es gehen kann, was Paul über sich selbst erfahren und wie er es ausprobieren kann. Und es ist großartig, dass es auch Männer gibt, die Jungen diesen Weg weisen können. Denn so fällt es ihnen leichter, Qualitäten von Care und Self-Care in ihre Identität zu integrieren. (Foto © southnorthernlights | photocase.de / Symbolbild)

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Bist du bereit für ein Kind? Für DEIN Kind?

Noch ein Ratgeber für Väter … aber ja! Denn hier geht es um die Beziehung zum Kind. Und zwar von Anfang an.

Illustration eines Vaters mit seinem Kind

Heiner Wacker

Vater sein von Anfang an – das klingt schön. Meist ist damit die Geburt gemeint. Und zwei Wochen Freistellung für Väter nach der Geburt sollen in dieser Legislaturperiode von der Bundesregierung auf den Weg gebracht werden. Aber der Anfang liegt viel früher: beim Beginn der Schwangerschaft. Und die – so wünscht es sich diese 98-seitige, tatsächlich kostenlose Broschüre – sollten Männer zur Vorbereitung nutzen. Auf alles, was dann kommt. Und vor allem für die Bindung zum Kind. Deshalb ist dies auch ein Beziehungsratgeber. (Illustration © Britt Jatho)

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Beratung von (werdenden) Vätern

Analoge Angebote unterstützen – mit dem YouTube-Channel »Vaterglück«

Mann tippt auf das Suchfenster eines Browsers eines auf die Wand projizierten Bildschirms

Matthias Scheibe

Die enorme Bedeutung von Vätern bei der Kinderversorgung und -erziehung wird seit knapp zwei Jahrzehnten sowohl im medialen als auch im fachlichen Diskurs beschworen. Hierdurch werden einerseits die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zu einer paritätischen Aufgabenverteilung in Familien beschrieben, zugleich aber wird dieser Trend auch dadurch befördert, dass die »neue« Norm stark propagiert wird und sich nun quasi alle rechtfertigen (müssen), die ihre Familienverhältnisse eher traditionell gestalten wollen.

Diese Väter sind in konkreten Situationen oft ratlos, da sie bei den Angeboten von Familienhebammen häufig übersehen oder gar ignoriert werden und Familienbildungskurse selten sind. Die angebotenen orientieren sich meist sowohl an pädagogischen Defiziten der Erziehungsverantwortlichen als auch an sog. »universellen« Lehrplänen. Zudem sind sie in ihrer derzeitigen Form kaum attraktiv für männliche Elternteile, schon weil diese z.B. aufgrund ihres beruflichen Alltags nicht teilnehmen könnten.

An dieser Stelle bietet die Digitalisierung eine große Chance, denn viele Männer informieren sich im Internet, so dass reflektierte und ansprechend gestaltete Onlineangebote zur thematischen Selbstbildung für Väter sehr nützlich sein können. Aus diesem Grund gehe ich der Frage nach, wie Fachkräfte in ihrem Beratungsangebot für Väter vom YouTube-Channel »Vaterglück« bei ihrer Arbeit potenziell unterstützt werden können. (Foto © aoo3771 | photocase.de)

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