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Und eines Tages geht es nach Hause

Nicht einfach, wenn einem der eigene Vater beim Arbeiten zuschaut, und das über Wochen. Doch auch eine Chance, sich noch mal ganz neu zu begegnen.

Zwei Männer im Abendlicht auf einem Segelboot

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 37te KW. – Daniel Mendelsohn verwebt in »Eine Odyssee – Mein Vater, ein Epos und ich« ganz wunderbar (s)eine Vater-Sohn-Geschichte mit Homers Epos der Odyssee. (Foto © joexx | photocase.de)

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Durch die Wüste

Vom afrikanischen Dorf ins deutsche Großstadtleben

Ein Schmied bearbeitet ein heißes Eisen

Stefan Moes

Als ich Abiel Ende April 2017 kennenlernte, wirkte er kindlich und verlegen. Er schaute seinem Gesprächspartner nicht ins Gesicht, sondern drehte beim Gespräch den Kopf zur Seite. Das verstärkte den Eindruck von Unsicherheit. In seiner Heimat sei es Sitte, Erwachsene nicht direkt anzusehen, erklärte er. Bis dahin hatte ihm niemand gesagt, dass sein Blick zur Seite nicht nur unhöflich wirkte, sondern in unserer Kultur auch als Zeichen für Verschlagenheit genommen werden könnte.
Abiel war damals 18 Jahre alt. Ein Flüchtling aus Eritrea. In Hamburg bekam er ein Zimmer in einer betreuten Jugendwohnung, Taschengeld und einen Platz in einer Flüchtlingsklasse der Berufsschule. Er brauchte nicht lange, um einzusehen, dass er sich nicht länger auf kulturelle Gewohnheiten aus der Heimat berufen konnte. »Kultur ist, was man ändern kann«, erklärte ich ihm. Wenn er in Deutschland Erfolg haben wolle, müsse er hiesige Verhaltensweisen anzunehmen lernen.
Drei Jahre lang hatte die Flucht durch den Sudan, die Sahara und übers Mittelmeer gedauert – eine furchtbare Erfahrung, erzählte Abiel. Er wollte sich dem Zugriff des Militärs entziehen, das Männer wie Frauen zum unbefristeten Dienst heranzieht. Und er wollte etwas aus sich machen, einen Metallbauer. Diesen Beruf hat sein Vater. (Foto © esebene | photocase.de)

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Warten auf sein Ich

Wenn man jung ist, ist das Leben nicht einfach. Später auch nicht. Nur weiß man davon noch nichts.

Junge Leute im Auto unterwegs

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 34te KW. – Daniel Mezger begleitet in seinem genüsslichen Road-Movie-Roman »Alles außer ich« einen Schwung junger Leute auf dem schwierigen Weg ins Glück. (Foto © davidpereiras | photocase.de)

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Überleben mit Bienen und Büchern

Was tun, wenn das Ende mit Schrecken bevorsteht? Vielleicht das: schauen, beobachten, notieren, wenigstens am Leben bleiben.

Eine Biene fliegt davon

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 33te KW. – Nobert Scheuer führt uns mit seinem Roman »Winterbienen« in die apokalyptische Welt der letzten Kriegsmonate der NS-Diktatur. (Foto © nugget16 | photocase.de)

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