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Vorsicht, Schwester liest mit!

Neues aus dem Leben von 10-Jährigen, das Jungen- wie Mädchenperspektiven berücksichtigt.

Mädchen und Junge im Hort

Ralf Ruhl

Tagebücher sind geheim! Gilt natürlich nicht für Schwester, die Bruders Logbuch findet. So beginnt die witzige und schön illustrierte Erzählung »Das ungeheimste Tagebuch der Welt! Band 1: Wie mein bescheuerter Bruder Klassensprecher in meiner Klasse wurde« von Anja Fröhlich, Patrick Krause und Kristina Nowothnig – für Kids ab 10 Jahre. (Foto © Alexander Bentheim)

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12 Bier

Geschichten vom Wochenmarkt

Käsehandler Albrecht Dennemann

Albrecht Dennemann

Das Wesen des Wochenmarktes ist es, dass man seine Stammkunden zwar kennt, in der Regel jedoch nicht beim Namen. So war es auch lange mit Benno, ein dynamisch, sportlicher Mittsiebziger. Eines Tages kam er zu mir an den Stand und es presste sich förmlich aus ihm heraus: »Alle sagen zu Dir Albrecht – das will ich auch. Ich bin Benno!« Damit war das geklärt und fortan waren wir per Du.

Fast immer zeitgleich mit Benno kam ein anderer Herr. Sie kannten sich offenbar und gingen freundschaftlich miteinander um. Eines Tages erzählten sie mir ihre Geschichte. Sie waren zusammen zur Schule gegangen. Das Studium hatte beide in andere Städte verschlagen und das berufliche Leben hatte nur Benno wieder nach Lingen im Emsland zurückgeführt. Sein Schulkumpel ging in Düsseldorf seinem Broterwerb nach. Mit dem Ruhestand war dieser jedoch ebenfalls nach Lingen zurückgekehrt. Eines Tages trafen sie sich, tauschten Telefonnummern aus und gingen wieder ihrer Wege. Der »Düsseldorfer« schickte Benno alsbald eine SMS: »Sollen wir uns nicht mal auf 1-2 Bier treffen?«, fragte er. Woraufhin Benno antwortete: »12 schreibt man ohne Bindestrich«. Als sie mir das erzählten, rutschte es mir spontan raus: »Sag mal Benno, warst Du mal Lehrer?« – »Scheiße, erwischt!«, entfuhr es ihm und wir alle mussten herzlich lachen.

Seit inzwischen fast einem Jahr kommt leider nur noch der »Düsseldorfer«. Benno hatte ein übler Krebs heimgesucht. Damals hatte ich ihn eine Weile nicht gesehen und mir zunächst nichts dabei gedacht. Benno war sehr aktiv und viel auf Reisen und mit Radtouren unterwegs. Irgendwann wurde es mir jedoch unheimlich und ich fragte den »Düsseldorfer«. Woraufhin er eine Trauerkarte zückte. Darauf war ich nicht gefasst und musste mich erst einmal setzen.

Sicherlich war es nicht nur für seine Familie ein herber Verlust. Die vielen Nachrufe und auch einer in der Zeitung belegten, welch Rolle er für das Gemeinwesen gespielt hatte. Auch für mich ein Verlust. Hin und wieder sprechen der »Düsseldorfer« und ich über Benno und auch über 12 Bier… (Foto © privat)

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Lost in Elternzeit

Wer Vater ist, war auch mal Sohn. Bleibt es auch, kann dem nicht entweichen. Was beides nicht einfach ist.

Vater und Sohn am Meer im Gegenlicht

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 1te KW. – Jonas Hassen Khemiri erzählt in seinem wuchtigen Roman »Die Vaterklausel« davon, wie schwierig es ist, genau eine solche aufzukündigen. (Foto © FrauG | photocase.de)

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Der beste Lehrer der Welt

Was macht so einen aus, einen guten oder auch besten Lehrer?

Ein Schüler im Klassenzimmer hebt den linken Arm

Ralf Ruhl

Die Antwort gibt Mirjam Oldenhave in ihrem witzigen und spannenden Kinderbuch »Mister Twister. Wirbelsturm im Klassenzimmer«. Das zugleich ein augenzwinkerndes Plädoyer für Geschlechtergerechtigkeit im Klassenzimmer ist. (Foto © 2Design | photocase.de)

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