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Von Soldaten, Torten und immer wieder Vätern

Das 25ste Filmfest Hamburg

Drei Männer im Auto - Szene aus dem Film Arrhythmia

Frank Keil

Ein Paradies für Cineasten: Zum 25sten Mal findet in Hamburg das Filmfest statt – und die MännerWege bieten eine spezielle Auswahl von Filmen, in denen eine bestimme Spezie eine Rolle spielt: Männer. Übrigens ein Filmfestival, das aus irgendeinem Grund nicht den Ruf hat, den es haben sollte, weil es einfach schlicht fabelhaft ist. Weil es gut zehn Tage lang (vom 5.-14. Oktober) Filmproduktionen aus Regionen und Ländern vorstellt, die man sonst kaum zu sehen bekommt. Und weil es interessante Filme denen vorzieht, die vielleicht kommerziell erfolgreicher sein könnten. (Foto © Filmfest Hamburg, Szene aus »Arrhythmia« von Boris Khlebnikov)

Das gesamte Programm und alle Infos sind auf der Seite www.filmfesthamburg.de nachzulesen. Und hier geht es zu unserer Auswahl.

Artikel

Männermangel im Klassenzimmer

An den Grundschulen gibt es kaum männliche Pädagogen. Werbende Initiativen in Lehramts-Studiengängen versuchen das zu ändern.

Ein Mann wirft ein Papierflugzeug

Thomas Gesterkamp

In den Klassenzimmern der Grundschulen fehlen Lehrer. Viele Kinder erleben erst auf der weiterführenden Schule ihren ersten männlichen Pädagogen. Engagierte Hochschulen werben deshalb gezielt um männliche Interessenten. Initiativen gibt es zum Beispiel in Hamburg und Hildesheim; an der Universität Bremen läuft schon seit fünf Jahren das europäisch ausgezeichnete Modellprojekt »Rent a Teacherman«. Es vermittelt Lehramtsstudenten an bislang »männerfreie« Grundschulen in der Hansestadt, bezahlt werden die Aushilfslehrer von der Senatorin für Bildung und Wissenschaft. »Weder Jungen noch Mädchen sollten in Kindergarten und Grundschule den Eindruck bekommen, dass es ausschließlich Frauensache ist, sich um kleinere Kinder professionell zu kümmern«, sagt Projektleiter Christoph Fantini. Aber es gibt noch mehr dazu zu sagen … (Foto © complize | photocase.de)

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Mann ohne Haus

Obdachlosigkeit findet selten Eingang in Kinderbücher. Auch, weil es ein Männerthema ist.

Ein Mädchen dreht sich nach einem Obdachlosen um

Ralf Ruhl

335.000 Personen leben in Deutschland auf der Straße, davon 29.000 Kinder, 86.000 Frauend, 220.000 Männer – nach Zählungen des Statistischen Bundesamtes 2016. Von den Erwachsenen sind damit fast drei Viertel männlich. Die Gründe, so die Sozialverbände, sind wirtschaftliche Notlagen, fast immer gepaart mit Lebenskrisen, hervorgerufen durch einschneidende Erlebnisse – wie Scheidung, Tod der Lebenspartnerin, Verlust des Arbeitsplatzes, Inhaftierung oder das Opfer-Sein von Gewalttaten. Die Wärme, Versorgung und Nähe, die für die meisten von uns alltäglich ist, gibt es für sie nicht. Ein schweres Thema also – aber im Bilderbuch »Stromer« ist es Sarah V. und Claude K. Dubois auf besondere Weise gelungen, es Kindern einfühlsam und ohne moralische Wertungen nahe zu bringen. (Foto © meerblickzimmer.de | photocase.de)

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