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Der Dick von der Bank

Sparkasse war früher. Heute geht man zur Bank, will aufsteigen, Macht haben. Aber man ist ja nicht der einzige, der solches vorhat.

ein Hand mit Geldscheinen

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 8te KW. – Tom Zürcher schickt in seinem spritzig-witzigen, dann zunehmend bösen Roman »Mobbing Dick« seinen Helden in die Züricher Bankenwelt, die bald eine Unterwelt ist. (Foto © complize | photocase.de)

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Doppelt schmerzhafte Suche

Einer Idee folgen. Ganz und gar. Damit fängt es an. Und endet nicht gut.

Frau in Mohnblumenwiese

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 7te KW. – Wencke Mühleisen erzählt in ihrem spannenden wie emphatischen Buch »Du lebst ja auch für deine Überzeugung« über ihre Jahre in der AAO-Kommune des Otto Mühl und von der Recherche über ihren faschistischen Vater – und wie beides möglicherweise zusammenhängt. (Foto © Fräulein.Palindrom | photocase.de)

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Ein Mann wird älter

Und dann läuft das Leben langsam aus, ohne dass man es bemerkt und so richtig wahrnimmt. Was würde es auch ändern, wenn man noch mal auf die Tube drückt?

Seniorenpaar in einer Küche

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 5te KW. – Stewart O’Nan erzählt in seinem emphatischen Roman »Henry, persönlich« von eben diesem Henry, dessen quirligen Hund Rufus und von Henrys Frau Emily, die ihn überleben wird. (Foto © m.voigt.1982 | photocase.de)

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Galerie

Geschenkte Momente

Ein neuer Raum – wie eine Bühne mit Leinwand

Zwei Jungen und ihr Betreuer


Rolf Lüüs | »Bilder und ihre Geschichte« #13

Schon der Blick hinein hat etwas kindlich-erwartungsfrohes. Die leeren Zimmer, renoviert und gestrichen, mit einladendem Teppich – also ganz frisch und noch unberührt. Zögernd treten wir ein, in die neue Wohnung, in der wir Kinder und Jugendliche betreuen werden, damals im Sommer 1985, im westfälischen Gronau.

Und wir staunen! Das Haus und seine Zimmer, die so genannte »dritte Haut«, sie wollen gestaltet sein und eingerichtet werden. Ganz unwillkürlich bewegen wir uns – alle – wie auf einer Bühne, erst tastend, dann mehr und mehr entschlossen. Die Leere wirkt sehr inspirierend. Jetzt ist noch alles möglich, Gesang, Tanz, dann Spiel … In dieser Heiterkeit zündete die Idee: »Die kahle, weiße Wand – sie soll uns Leinwand sein!« Na ja, ein Stativ hatten wir nicht und in leeren Räumen sucht man vergebens Stuhl und Tisch. So kam es zu diesem Foto mit Carsten W., Daniel S. und mir vermittels eines Fernauslösers, ein bisschen albern, aber auch sehr lebendig.

Es fühlte sich richtig an und war die reine Freude, dass es uns so gut gelang, diesem Moment mit ein wenig Witz ein fröhliches bildliches Denkmal zu errichten. Heute ist es eine kleine Sentimentalität über den Verlust von Zeit; beide Jungs sind nun auch schon deutlich älter als ich es damals war. Und meine Erinnerungen, die ich nicht missen möchte: Geschenkte Momente, kleine Fluchten zu einer Zeit, in der meine Arbeit höchsten Einsatz erforderte, bei vergleichsweise geringem Ertrag. Aber auch Dankbarkeit, denn diese kleinen Fluchten schafft man sich nur (in der Arbeit) mit Kindern. (Foto © Rolf Meier)



Reihe »Bilder und ihre Geschichte/n«
#12 | Christian Thiel, Ein Augenblick der Ruhe und Verbundenheit
#11 | Tom Focke, Berliner Trompeten
#10 | Kerstin Maier, 9 Tage Glück / Familiensachen
#09 | Jo Fröhner, Rollentausch am Arbeitsplatz / Wenn Männer Männer pflegen
#08 | Kerstin Maier, Roadmovie / Männersachen
#07 | Caio Jacques, Von Luis zu Mina / Eine Reise zwischen den Geschlechtern
#06 | Alexander Bentheim und Frank Keil, Stephen Sondheim’s Musical »Assassins«
#05 | Soumita Bhattacharya, Mandeep Raikhy’s »A MALE ANT HAS STRAIGHT ANTENNAE«
#04 | Gilles Soubeyrand, Portraits und ein Interview
#03 | Jens Kuhn, Fotografische Männergeschichten und ein Interview
#02 | Kerstin Maier, 11 Freunde
#01 | Sebastian Ansorge, malender Kreativitätsbegleiter