Artikel

»Väter in Sachsen – Väter im Wandel«

Wanderausstellung des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften (iaf e.V.) im Neuen Rathaus in Leipzig

Ein Junge sucht Schutz bei seinem Vater

Alexander Bentheim (Redaktion)

27 Portraits von Vätern, die in Sachsen leben, sind in dieser Ausstellung zu sehen, die seit 2016 auf Initiative von Papaseiten.de (ein Projekt des Verbunds sozialpädagogischer Projekte e.V. – Dresden) entstanden ist. Das Besondere: Väter mit und ohne Migrationsgeschichte kommen mit ihren Erfahrungen, Meinungen und Perspektiven zu Wort. Gezeigt wird, wie vielfältig Vaterschaft gelebt wird und welche unterschiedlichen (sub-)kulturellen Einflüsse Väterbilder prägen. Die Ausstellung porträtiert Väter und Großväter mit ihren eigenen Wegen und ihrem persönlichen Erleben. Bemerkenswert ist, wie sich Konzepte und das Verständnis von Vaterschaft im Laufe der Zeit und im Rahmen von Migration verändert haben. Gleichzeitig wird sichtbar, wie sehr sich die Herausforderungen und Geschichten der Väter ähneln.
Zur Ausstellung gibt es ein Begleitheft mit kurzen Texten und Zitaten der porträtierten Väter. Die Ausstellung, die bis zum 16. Juni zu sehen ist, findet in Kooperation mit dem Migrantenbeirat der Stadt Leipzig statt und ist kostenfrei zu besuchen. Mehr Infos, auch zum kostenlosen Verleih der Ausstellung: Papaseiten.de. (Foto © altanaka | photocase.de)

Adresse Neues Rathaus, Untere Wandelhalle, Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig Öffnungszeiten Mo-Do 8-18 Uhr, Fr 8-15 Uhr Kontakt: Derya Yarici, Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., Geschäfts- und Beratungsstelle Leipzig, Arndtstr. 63, 04275 Leipzig, Telefon 0341. 6880022 oder 0341. 23197730, mail: leipzig@verband-binationaler.de.

Artikel

Auferstehung, Baby!

Ein Leben aus verschiedenen Perspektiven erzählen, Deutungen anbieten, sich nicht auf die eine angeblich wahre Wahrheit festlegen lassen, das kann Literatur. Und manchmal macht sie das wahrhaft grandios.

Ein Mann nachts auf einer Straße

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 12te KW. – Jonas Hassen Khemiri düst in »Alles, was ich nicht erinnere« durch das heutige, multikulturelle Stockholm, dem Leben seines Helden auf der Spur. Der sich gar nicht so leicht fassen lässt. (Foto © klerk. | photocase.de)

Zur Rezension

Artikel

Zimmer mit Aussichten

An Publikationen über Geflüchtete herrscht dieser Tage aus verständlichen Gründen kein Mangel. Und jedes Mal ist da die Frage: Gelingt es ihnen, uns ihr Schicksal nahe zu bringen?

Kaputter Sessel auf der Straße

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 49ste KW. – Wilhelm Christoph Warning folgt in »Fremdenzimmer« auf überzeugende Weise den fragmentarischen Lebensberichten 16 syrischer Männer, die es in eine oberbayrische Pension verschlagen hat. (Foto © mickmorley | photocase.de)

Zur Rezension

Artikel

Kulturbilder – Familienbilder – Männlichkeitsbilder

Migration und Männlichkeit in der Arbeit mit Jungen und jungen Männern am 24. und 25. Oktober 2016 in der Evangelischen Akademie Meißen

Silhouette eines Mannes mit Koffern

Alexander Bentheim (Redaktion)

Alle Menschen werden durch ihre Familie, ihre Region und die in ihnen vorherrschenden Kulturen geprägt – was sie ein Leben lang begleitet. Die Biografie eines und einer jeden ist dabei auch gekennzeichnet von Vorstellungen und Bildern über Männlichkeit. Durch die jüngsten Migrations- und Fluchtbewegungen ist dies wieder einmal deutlich geworden, und diese Menschen benötigen Unterstützungssysteme, die sich mit den verschiedenen Bildern von Männlichkeit auseinandersetzen. »Wie eng Familie, Kultur und Männlichkeit miteinander verwoben sind, wird durch eine Auseinandersetzung mit der Biographie deutlich. Wenn wir diesen Gedanken verknüpfen mit der Wirkung von Flucht, Heimatverlust, Kriegserfahrungen, muss nach den Auswirkungen und die Relevanz für Familie, Kultur und Männlichkeit gesucht werden«, sagt Christian Kurzke, Studenleiter der Akademie Meißen und Veranstalter der Tagung. Und damit ist deren Ziel klar: Sie will der Biografiearbeit und ihren Anwendungsmöglichkeiten in der Arbeit mit Jungen und jungen Männern nachspüren.
Eingeladen sind alle interessierten Ehren- und Hauptamtlichen aus den Handlungsfeldern der Pädagogik, Sozialarbeit, der Kinder- und Jugendhilfe, der Migrationsarbeit, Studierende. Mitwirkende der Vorträge und Workshops sind Michael Tunç (TU Köln, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften / Bundesweites Netzwerk Männlichkeiten, Migration und Mehrfachzugehörigkeit e.V.), Peter Bienwald (Bildungsreferent, LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V.), Abdel Semmoudi (Sozialpädagoge, Sozialtherapeut & Psychologe, Dresden), Sabrina Viereckel (PSZ Leipzig, Mosaik e.V.), Gerlinde Franke (Migrationsberaterin Diakonie Großenhain), Uwe Bierwolf (Projekt »UZ«, Diakonie Pirna), Antonie Rietzschel (Journalistin & Autorin „Dreamland Deutschland“, Stuttgart), Friederike Engst (Psychologin, Klinik am Waldschlösschen, Dresden).

Weitere Informationen (Anmeldung, Kosten, Übernachtungsmöglichkeit, etc.) und das detaillierte Tagungsprogramm sind zu finden im PDF-Anhang sowie unter www.ev-akademie-meissen.de. Tagungsleiter Christian Kurzke steht für Rückfragen und Gespräche zur Verfügung (Gesprächstermin bitte unter 0151/17482523 vereinbaren) und für Journalisten_innen ist die Teilnahme zum Zwecke der Berichterstattung wie gewohnt kostenfrei (um eine vorherige Anmeldung wird dennoch gebeten via eMail an silke.lehmann@ev-akademie-meissen.de. (Foto © REHvolution.de | photocase.de)