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»Die Leute sind überall traurig.«

Ist es auf dem Lande nicht schöner, weil viel entspannter, als in der Stadt? Schon. Nur man nimmt sich selbst auch mit – mit allem, was zu einem gehört.

Mann mit Zigarette und Spaten steht vor einem Holztor

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 38te KW. – Lisa Kreißler schickt in ihrem Roman »Schreie & Flüstern« ein junges Paar mit Kind hinaus aufs Land. Einfach wird das nicht. Aber was ist das schon – einfach. (Foto © gresto | photocase.de)

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leer. einsam. sprachlos. verletzt.

Neue Selbsthilfegruppe für gewaltbetroffene Männer in Bochum

Ein Mann mit Hoodie steht angelehnt an einer Wand und schaut nach unten

Alexander Bentheim (Redaktion)

Mit dem Angebot angesprochen werden Männer jeden Alters und jeglicher Herkunft, die psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt waren, ob schon als Kind oder auch jetzt noch als Erwachsene, ob im öffentlichen Raum oder in der Partnerschaft. »Wir reden miteinander, wir hören zu und geben uns Halt. Wir sind eine Selbsthilfegruppe mit Herz. Alles bleibt unter uns, nichts geht nach außen. Diskretion steht an erster Stelle. Hier versteht man dich.« sagt Michael, der die Gruppe ins Leben gerufen hat. Das Thema Gewalt ist für Männer stark tabuisiert, Betroffene empfinden häufig Scham und suchen sich aus diesem Grund meist keine Unterstützung. Diese Gruppe will das ändern. »Wir stehen uns bei, suchen nach Lösungen und halten zusammen«.
Die Treffen finden jeden 2. und 4. Montag im Monat statt, von 17.00 bis 18.30 Uhr im »Haus der Begegnung«, Alsenstr. 19a, 44789 Bochum, Raum 4. Interessierte Männer wenden sich wegen einer erforderlichen ersten Kontaktaufnahme und weiterer Infos an Michael, Tel. 0174 2132168, oder schreiben an selbsthilfe-bochum@paritaet-nrw.org. Nähere Infos gibt es auch auf der Website der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum. (Foto © french_03 | photocase.de)

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Befreien wir uns weiter vom Patriarchat!

Ganzheitlichere Männlichkeiten brauchen förderliche strukturelle Bedingungen, persönliches Engagement und neugieriges Interesse.

Ein Mann mit einem Hämatom am Auge hält sich den Unterkiefer

Holger Barth

(…) Den nächsten Schritt zu tun, das löst Ratlosigkeit und Ohnmacht aus. Denn dabei geht es nicht allein um die politische Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit. Es braucht eine tiefenpsychologische Perspektive, wie es Männern gelingen kann, das Paradoxon eines Systems zu überwinden, das sie faktisch oder vermeintlich begünstigt, in vielen Fällen aber auch zu psychischen Deformationen führt. Es geht um nicht mehr, als Strategien gegen die »hegemoniale Männlichkeit« zu entwickeln, wie sie Robert Connell bereits in den 1990er Jahren offengelegt hat. (Foto © joto | photocase)

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Victor lernt die Männerrolle

Ein Trans-Mann und seine Probleme mit der Wandlung stehen im Mittelpunkt eines Romans für Mädchen. Kann das gut gehen?

eine Person steht in einer Tiefgarage und schüttelt den Kopf

Ralf Ruhl

»Der verwunschene Blumenladen im Londoner East End mit dem lichtdurchfluteten Wintergarten und dem Duft nach frischer Erde ist Vincents liebster Zufluchtsort. Denn er hütet ein Geheimnis: Er ist ein Mann, im Körper einer Frau geboren, aber jeder sieht in ihm nur Victoria, die attraktive Studentin. (…) Tracey hat sich fest vorgenommen, das Großstadtleben zu genießen. Sie ist von Vincent fasziniert, doch sie ahnt nichts von seinem inneren Konflikt. Es ist eine Begegnung, die ihr beider Leben komplett verändert…« (Foto © adrian-hoffmann.com | photocase.de)

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