Wir waren viele, wir sind viele, noch

Hinter sich die Nachkriegsgeneration, vor sich die Millennials: Am Ende angekommen bemerken die Boomer mal erleichtert, mal bedrückt, dass sie auch nur eine Zwischengeneration waren und sind.

Text: Frank Keil
Foto: Archiv Ulrike Steinbrenner

 
Männerbuch der Woche, 11te KW. – Heinz Bude flaniert gekonnt in seinem schmalen wie reichen Buch »Abschied von den Boomern« durch unsere leicht vergangene Gegenwart.

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Trauer in Venedig

Was, wenn einem klar wird, dass das eigene Leben endlich ist und das der heutigen Welt noch dazu? Oder hat das nichts miteinander zu tun?

Venedig am Abend mit Gondeln

Text: Frank Keil
Foto: 50Centimos, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 4te KW. – Daniel Schreiber widmet sich in seinem Essay »Die Zeit der Verluste« so gekonnt wie berührend dem Zusammenspiel wie Gegensatz von privater und gesellschaftlicher Trauer.

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Hausnummer 23, vierter Stock

Warum ist der Blick zurück meist keiner, bei dem man vor Überschwang wegdriftet? Weil vielleicht nur so die Spannung bleibt und es eine Zukunft gibt?

Text: Frank Keil
Foto: Özlem23, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 46te KW. – Der dänische Lyriker Søren Ulrik Thomsen erzählt in seinem Erinnerungsessay »Store Kongensgade 23« mehr als gekonnt vom Dasein in seiner Ungleichzeitigkeit.

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Projekt »Männerschuppen« gegen Einsamkeit im Alter

Einladung der Stiftung Männergesundheit zur 2. Online-Konferenz am 04.12.23

zwei Männer auf einer Bank hinter einem alten Baum

Text: Alexander Bentheim (Redaktion)
Foto: inuit, photocase.de

 
Im Juni 2023 veranstaltete die Stiftung Männergesundheit erfolgreich eine Konferenz über »Männerschuppen« in Deutschland, einem Projekt, das dazu beiträgt, Einsamkeit zu überwinden und das Wohlbefinden vor allem älterer Männer zu steigern, etwa nach Eintreten des Altersruhestandes. Ziel ist, die Initiative »Men’s Sheds« zu unterstützen, die nach Erfahrungen vieler anderer Länder einen ausgesprochenen gesundheitsfördernden Aspekt hat. Angesichts des positiven Feedbacks und des regen Interesses an diesem Thema gibt es nun eine Fortsetzung, und zwar in einer 2. Online-Konferenz am Montag, 04.12.23, von 14-17 Uhr.

Auf dem Programm stehen – unter Leitung von Prof. Doris Bardehle, Koordinatorin des wissenschaftlichen Beirates der Stiftung – Impulsvorträge und Diskussionen zu verschiedenen Schwerpunkten und Fragen im Zusammenhang mit der Gründung und dem Betrieb von »Männerschuppen«, darunter: Wie gründe ich einen »Männerschuppen«? Wie kann man aus befristeten Projekten einen dauerhaften »Männerschuppen« profilieren? Welche Möglichkeiten bieten Mehrgenerationenhäuser zur Gründung von »Männerschuppen«? Wie können Männernetzwerke, Seniorenbüros, Krankenkassen, Abgeordnete, Kirchen, Fachgesellschaften, Hochschulen »Männerschuppen« unterstützen? Wie sollte die Gesundheitsförderung integriert werden und können gesundheitsfördernde Effekte bemessen werden?

Die Registrierung ist kostenfrei und erfolgt per eMail. Alle weiteren Infos, ein Flyer, das Programm und die Anmeldemöglichkeit gibt es hier.

Tage wieder dieser eine hier

In guten wie in schlechten Tagen will man füreinander da sein, das sagt man so. Aber was, wenn es so weit ist, dass der andere einen existentiell braucht?

Beine von zwei älteren Menschen

Text: Frank Keil
Foto: pontchen, photocase.de

Männerbuch der Woche, 14te KW. – Die große Helga Schubert gibt in ihrem bewegenden Stundenbuch »Der heutige Tag« vielfältige Auskünfte über ihr Leben als nicht nur ihren Mann pflegende Schriftstellerin.

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Vor dem Abschied

Wir werden niemals alt werden. Doch was ist, wenn wir nicht mehr jung sind?

alte Bücher in einem Regal

Text: Frank Keil
Foto: cybernautin, photocase.de

Männerbuch der Woche, 42te KW. – Eberhard Rathgeb nähert sich mit seinem feinen Roman »Unser Alter« dem Mann und dem Alter und was das eine mit dem anderen macht.

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Der Admiral hat die Qual

Ein Comic über eine unzeitgemäße, unbeholfene Figur, die aktionistisch und hilflos durch die Welt stolpert

Eine Frau spielt mit Papierschiffchen

Text: Ralf Ruhl
Foto: Miss X, photocase.de

Alte weiße Männer sind abgemeldet. So wie der Admiral, den der Hamburger Autor, Filmemacher und Zeichner Henning Christiansen in diesem aalharten Erwachsenen-Cartoon reimend in Szene gesetzt hat. Allerdings: der Held durchlebt – neben allem bissigen, teils grenzüberschreitendem Humor – auch die fünf Phasen der Trauer, die die Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross einst so passend beschrieben hat. Und diese inneren Schlachten sind ja nicht ohne …

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Schlagartig öffnet sich die Welt

Das Nebensächliche, das Angebliche. Das Kleine. Das, was im Vorbeigehen auffällt, was nicht groß herumschreit. Darum sollte es gehen im Leben, oder?

Autobahn im Gegenlicht

Text: Frank Keil
Foto: tomogul, photocase.de

Männerbuch der Woche, 51te KW. – Hansjörg Schneider hat für sein neues Buch »Die Eule über den Rhein« Verstreutes und Vermischtes aus den letzten Jahren einsammeln lassen und zeigt sich als Meister der kleinen Form.

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»Ich sitze jetzt zwischen den Jahren«

Bin ich wichtig? Ist mein Leben ein erzählenswertes? Ach, nicht doch! Aber spricht man nicht in jedem Tagebuch letztendlich mit sich selbst? Und wird klug dabei?

Ein Mann mit einem Koffer sitzt auf einem Dachboden

Text: Frank Keil
Foto: HessenJense, photocase.de

Männerbuch der Woche, 41te KW. – Der langjährige Theaterkritiker und dann Intendant Günther Rühle erzählt in seinen anfangs widerstrebenden Erinnerungen vom Warten auf das Ende und findet auf verblüffend-frische Weise immer wieder den Erinnerung-Weg zurück. »Ein alter Mann wird älter« und er schreibt »ein merkwürdiges Tagebuch«. Lesenswert, weil hier einer dann doch noch persönlich wird. Nach 96 Jahren.

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Eines Tages ist alles vorbei

Er ist gegenwärtig wie lange nicht. Doch man schaut ihn nicht an und spricht kaum über ihn: den Tod.

Wanderer in Landschaft

Text: Frank Keil
Foto: taretz, photocase.de

Männerbücher der Woche, 4te KW. – Drei lesenswerte Bücher nehmen sich das Sterben und damit das Leben zur Brust: das neue Konkursbuch #56 versammelt unterschiedlichste, stets intensive Beiträge (vor allem von Autorinnen, und die können ja eine gute Anregung für uns Männer sein), Zsuzsa Bánk berührt mit den Beobachtungen vom Tod ihres Vaters, und Ralf Schlatter ringt mit seiner des Lebens müden Mutter.

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