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Männermangel im Klassenzimmer

An den Grundschulen gibt es kaum männliche Pädagogen. Werbende Initiativen in Lehramts-Studiengängen versuchen das zu ändern.

Ein Mann wirft ein Papierflugzeug

Thomas Gesterkamp

In den Klassenzimmern der Grundschulen fehlen Lehrer. Viele Kinder erleben erst auf der weiterführenden Schule ihren ersten männlichen Pädagogen. Engagierte Hochschulen werben deshalb gezielt um männliche Interessenten. Initiativen gibt es zum Beispiel in Hamburg und Hildesheim; an der Universität Bremen läuft schon seit fünf Jahren das europäisch ausgezeichnete Modellprojekt »Rent a Teacherman«. Es vermittelt Lehramtsstudenten an bislang »männerfreie« Grundschulen in der Hansestadt, bezahlt werden die Aushilfslehrer von der Senatorin für Bildung und Wissenschaft. »Weder Jungen noch Mädchen sollten in Kindergarten und Grundschule den Eindruck bekommen, dass es ausschließlich Frauensache ist, sich um kleinere Kinder professionell zu kümmern«, sagt Projektleiter Christoph Fantini. Aber es gibt noch mehr dazu zu sagen … (Foto © complize | photocase.de)

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Roadmovie

Männersachen

Ein Fahrradfahrer sieht zwei Männer


Kerstin Maier

Unterwegs in einem Industriegebiet, dabei zufällig auf die Container gestoßen (ja, die Firma gibt es wirklich). Die beiden im Hintergrund hatten zu ihrer Hochzeit ein Fotoshooting mit mir geschenkt bekommen. Der Herr im Vordergrund radelte zufällig vorbei. Während er durchs Bild fuhr, schaute er neugierig und länger als nur einen Augenblick hinüber. Solche Bilder kann man nicht inszenieren, sie sind ein Glücksfall. (Foto © Kerstin »kemai« Maier)

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Von Luis zu Mina

Eine Reise zwischen den Geschlechtern – fotografiert von Caio Jacques

Alexander Bentheim

Während seines halbjährigen Aufenthaltes in Sao Paulo (Brasilien) arbeitete der 19-jährige Fotograf Caio Jacques in einem Hostel zusammen mit der Drag Queen Luis de Lyon. Morgens mit einem Mann die Rezeption zu bedienen und abends die selbe Person auf Veranstaltungen als Frau zu treffen – das machte ihn neugierig auf den Zeitraum zwischen diesen beiden Charakteren. Er begleitete Luis für einen Tag mit der Kamera, und brachte so Licht in den Teil des Dragqueen-Alltags, welcher der Öffentlichkeit normalerweise verschlossen bleibt. Die fotografische Dokumentation entstand im April 2016 und wurde im Juni erstmals in Sao Paulo ausgestellt, ein halbes Jahr später auch in Hamburg. Sie zeigt, wie aus einem Mann eine Frau wird, aus Luis Mina – ein Portrait eines Künstlers, der zwischen den Geschlechtern reist.

Fragen an den Fotografen Caio Jacques vermitteln wir gerne via Mail an die Redaktion.

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Verengter Blick

Das Gutachten zum Zweiten Gleichstellungsbericht berücksichtigt erstmals auch Männeranliegen. Doch viele Themen, vor allem aus dem Politikfeld Gesundheit, bleiben ausgespart.

Eine Frau und zwei Männer auf einer Freitreppe

Thomas Gesterkamp

»Gap« ist das englische Wort für Lücke und der Lieblingsbegriff einer Kommission aus Wissenschaft und Politikberatung, die in den letzten Jahren interdisziplinär Material zum Geschlechterverhältnis gesammelt hat. Ein 200 Seiten starker Bericht dokumentiert den Stand der Gleichstellung von Männern und Frauen im Jahr 2017. Doch es gibt Fragen. Fragen, die Jack Urwin mit seinem im Frühjahr erschienenen Buch »Boys don’t cry« teils besser beantwortet, weil es veranschaulicht, dass ein achtungsvoller und produktiver Dialog über den Rollenwandel der Geschlechter gerade in der jungen Generation in Gang kommt. (Foto © cydonna | photocase.de)

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