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Zornige weiße Männer

Wie sollte eine dialogisch orientierte Männerpolitik auf Ohnmachtsgefühle und Wutgeschrei reagieren?

Fokussierendes Augenpaar

Thomas Gesterkamp

Donald Trump siegte mit den Stimmen der männlichen Arbeiter in wirtschaftlichen Krisenregionen. Auf einen ähnlichen Effekt setzt die AfD bei der Bundestagswahl. Und auch sonst sind diverse Verschiebungen in politischen Haltungen zu aktuellen Themen zu beobachten. Wer dem etwas entgegen setzen will, muss nicht nur »Hartz IV« korrigieren. (Foto © maspi | photocase.de)

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Auferstehung, Baby!

Ein Leben aus verschiedenen Perspektiven erzählen, Deutungen anbieten, sich nicht auf die eine angeblich wahre Wahrheit festlegen lassen, das kann Literatur. Und manchmal macht sie das wahrhaft grandios.

Ein Mann nachts auf einer Straße

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 12te KW. – Jonas Hassen Khemiri düst in »Alles, was ich nicht erinnere« durch das heutige, multikulturelle Stockholm, dem Leben seines Helden auf der Spur. Der sich gar nicht so leicht fassen lässt. (Foto © klerk. | photocase.de)

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Der Faktor Geschlecht in der Psychotherapie

Aktuelle Online-Studie: Welche Faktoren beeinflussen die therapeutische Beziehung?

Interview

Alexander Bentheim (Redaktion)

Eine gute therapeutische Beziehung ist ein grundlegender Faktor für eine erfolgreiche Psychotherapie. Doch welche Aspekte tragen zu einer wirksamen Beziehung zwischen PatientIn und TherapeutIn bei? Dieser Frage möchte die Psychologin Luisa Schnöger
 im Rahmen ihrer Master-Arbeit an der Universität Bielefeld nachgehen. Als einen möglichen Einflussfaktor möchte sie auch untersuchen, inwiefern das Geschlecht auf Therapeuten- und Patientenseite Auswirkungen auf die therapeutische Beziehung hat. Daher ist es für die Aussagekraft der Studie wichtig, dass sowohl Männer als auch Frauen, die sich in Psychotherapie befinden, in etwa gleich großer Zahl teilnehmen und ihre jeweilige Einschätzung äußern. Insbesondere werden noch Männer gesucht, die sich an der Online-Befragung beteiligen.

Für die Befragung werden Personen gesucht, die sich zurzeit in ambulanter psychotherapeutischer Behandlung befinden oder eine solche in den letzten 5 Jahren durchlaufen haben und Interesse daran haben, einige Fragen zu Ihrer wahrgenommenen Therapeut-Patient-Beziehung zu beantworten. Hinter dem Link http://ww3.unipark.de/uc/PA_MA_14/b224/ befinden sich einige Fragen, deren Beantwortung ca. 15 Minuten dauert. Die Befragung ist selbstverständlich anonym, es werden keinerlei Daten erfasst, die einen Rückschluss auf die teilnehmende Person erlauben.

Mit der Beteiligung an der Studie tragen alle TeilnehmerInnen maßgeblich dazu bei, das Anliegen zu unterstützen, Einflussfaktoren auf die therapeutische Beziehung besser zu verstehen, um somit bestehende Therapieansätze kritisch zu hinterfragen und optimieren zu können.

Die Befragung wurde von der Ethik-Kommission der Universität Bielefeld geprüft und erfüllt die ethischen Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychologie und des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Bei Fragen zur Untersuchung gibt Luisa Schnöger
 Auskunft unter der Mail-Adresse: therapie-allianz@gmx.de. Die Online-Befragung endet voraussichtlich Anfang April. (Foto © sol-b | photocase.de)

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»Ein anderes Mannsein ist möglich.«

Ein Gespräch mit dem Männerseminarleiter Christian Bliss über die Begrenzungen heutiger Männlichkeitsvorstellungen und sein Modell für ein umfassenderes, integrales Mannsein.

Akrobatik vor Abendhimmel

Alexander Bentheim

»Wenn Männer brüllen, klingt das ziemlich grob. Oder ziemlich unecht. Und wenn Männer über ihre Gefühle sprechen, wirkt das oft hilflos. Oder peinlich. Woran liegt das? Viele Männer vermeiden Situationen, in denen sie sich grob oder hilflos fühlen müssen. Und das hat seine Gründe. Die meisten Männer können es sich nicht erlauben, in ihren Büros und Betrieben, Organisationen und Unternehmen herumzubrüllen – oder über ihre Gefühle zu sprechen. Das wäre deplatziert. Und würde weder zu unserem Bildungssystem noch zur heutigen Arbeitswelt passen, wo alles glatt laufen soll. Wir wollen ja ‚gute‘ Männer sein: gute Kollegen, gute Chefs, gute Väter, gute Partner. Also reduzieren wir unsere Ausdrucksmöglichkeiten auf ein Repertoire, das wir für sozial verträglich halten. Was schade ist. Es wäre zumindest authentischer, manchmal einen Konflikt anzunehmen und für seine Überzeugungen zu kämpfen. Oder sich öfter mit den eigenen Gefühlswelten heraus zu wagen. Aber das wirklich Fatale daran ist, dass viele Männer gar keinen Zugang mehr zu diesen Möglichkeiten haben – Gemäßigtsein ist Normalität. Aber ein anderes Mannsein ist möglich …«. (Foto © criene | photocase.de)

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