Artikel

Alles kann, nichts muss.

Von Mythen, Klischees und Tatsachen der Sex-Arbeit

Rotes Licht scheint durch eine offene Tür

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 19te KW. – Ein rotes Herz blinkt oder eine rote Laterne leuchtet. Eine nackte Frau räkelt sich auf einem Plakat, lockt, einen Schritt weiterzugehen und eine Tür zu öffnen. Und dann? Wie sieht es dort aus? Nora Bossong recherchierte ein Jahr im so genannten Sex-Business. Herausgekommen ist dabei ein Buch, das von Seite zu Seite immer mehr Fragen stellt und auf plakative oder moralisierende Antworten so gänzlich verzichtet. (Foto © Astonishing | photocase.de)

Zur Rezension

Artikel

Fünf Fälle, eine Geschichte

Friedrich Dönhoff’s »Heimliche Herrscher« – eine Sache für Kommissar Fink

Ein Mann verlässt schnell ein Haus

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 18te KW. – Der Krimi ist nach wie vor eine literarische Gelegenheit, auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen. Wie rabiat oder eben auch nicht er dabei vorgeht, auch das erzählt von dieser Welt. Friedrich Dönhoff schickt seinen sanften Kommissar Sebastian Fink erneut auf Mördersuche durch Hamburg. Damit sich dieser alsbald aufrichtig über so einiges wundert. (Foto © Patrick Lohmüller | photocase.de)

Zur Rezension

Artikel

Unter einer leichten Baumwolldecke

Altwerden, das ist in der Regel okay. Altsein schon weniger. Erst recht, wenn man am Ende alleine zurück bleibt. Wie wird man nur der allgegenwärtigen Einsamkeit Herr?

Alter Mensch Nahaufnahme

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 14te KW. – Kent Haruf entdeckt in »Unsere Seelen bei Nacht« die Glücks- und Schattenseiten des Alters. Und erzählt, wie rettend es bereits sein kann, wenn man sich nur zusammen für die Nächte in ein Bett legt. (Foto © Dragon30 | photocase.de)

Zur Rezension

Galerie

Puppen sehen uns an

Die Hamburger Fotografin Julia Steinigeweg zeigt im Rahmen der Ausstellung »Gute Aussichten – junge deutsche Fotografie« ihre bemerkenswerte Arbeit »Ein verwirrendes Potential«.

Zwei Hände liegen auf dem Bauch einer Puppe

Frank Keil

Julia Steinigewege hat für ihre Abschlussarbeit an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften Puppen fotografiert, die mit Menschen zusammen leben. Und sie hat die folglich dazugehörigen Menschen abgelichtet. »Ich habe mich gefragt, was ein Mensch benötigt, um Liebe oder ein Gefühl der Liebe zu empfinden«, sagt sie. Dabei gehört es zur Ausgangslage ihres fotografisch forschenden Projektes, dass diese Art des Zusammenlebens unter dem Fokus der Liebe und der Beziehung nicht selbstverständlich sein dürfte, im Gegenteil: »Die meisten würden behaupten, dass es ein Gegenüber geben muss, auf das man seine Gefühle projezieren kann, und dass es ein Miteinander geben muss, mit dem man arbeiten und mit dem man zusammen wachsen kann.« Sie sagt: »Ich fand die Frage interessant, ob ein Austausch von Gefühlen notwendig ist oder jeder für sich alleine fühlt und liebt und damit losgelöst vom anderen Liebe erfährt«. Kurzum: »Welche Rolle spielt das Gegenüber, das in diesem Fall nur physisch vorhanden ist und nicht psychisch?«. (Foto © Julia Steinigeweg)

Zum Ausstellungsbericht