Männer/* und ihre Wege

Beiträge für ein biografisch geprägtes Archiv zur persönlichen, ehrenamtlichen und professionellen Auseinandersetzung mit Jungen-, Männer- und Väterthemen.

Mann sitzt über einer alten Schreibmaschine

Text: Alexander Bentheim
Foto: Andreas Berheide, photocase.de

 
Was ist uns wichtig? Warum tun wir, was wir tun? Was hat uns inspiriert oder provoziert, etwas besser oder anders machen zu wollen angesichts dessen, was wir vorgefunden haben? Und wie bewerten wir all das, im Nachhinein vielleicht radikaler oder milder als seinerzeit?

Länger projektiert, nun auf den Weg gebracht: Leitfragen, zu denen wir uns von Kollegen, Freunden, Partnern, Wegbegleitern persönliche Antworten wünschen. Gedanken dazu, wie sie ihre Zugänge zur ehrenamtlichen oder professionellen Beschäftigung mit Männlichkeits*themen gefunden haben. Wie sie ihre biografisch geprägten Entwicklungen, Erweiterungen und Veränderungen empfinden, wie ihre inneren Verortungen, Überzeugungen und Begründungen aussehen. Und wie sie das alles – auch beruflich, partnerschaftlich, geschlechterpolitisch – reflektieren.

Mit der Reihe wollen wir nicht nur die Vielfalt von Gedanken, Erfahrungen, Einschätzungen abbilden, sondern auch Grundlagen für intergenerative Dialoge legen.

 
Bisherige Beiträge:
:: Dirk Achterwinter, Bielefeld
:: Dirk Bange, Hamburg
:: Alexander Bentheim, Hamburg
:: Marc Gärtner, Berlin
:: Thomas Gesterkamp, Köln
:: Gerhard Hafner, Berlin
:: Jeff Hearn, Örebro (Schweden)
:: Markus Hofer, Feldkirch (Österreich)
:: Frank Keil, Hamburg
:: Michael Kimmel, New York (USA)
:: Peter Maier, Kühbach b. Augsburg
:: Marc Melcher, Frankfurt/M.
:: Christian Meyn-Schwarze, Hilden
:: Karl-Heinz Michels, Ruderting
:: Hans-Georg Nelles, Düsseldorf
:: Georg Paaßen, Mülheim
:: Josef Riederle, Kiel
:: Wolfgang Rosenthal, Oldenburg
:: Michael Roth, Duisburg
:: Ralf Ruhl, Göttingen
:: Uwe Sielert, Kiel
:: Christian Sieling, Dietzenbach b. Frankfurt/M.
:: Matthias Stiehler, Dresden
:: Bernhard Stier, Hamburg
:: Rainer Ulfers, Hamburg
:: Martin Verlinden, Köln

Weitere zugesagte Beiträge:
:: Stefan Baier, Dresden
:: Matthias Becker, Nürnberg
:: Frank Beuster, Hamburg
:: Peter Bienwald, Dresden
:: Theo Brocks, Köln
:: Tobias Bücklein, Konstanz
:: Ulrich Dirks, Dortmund
:: Wolfgang Englert, Wehrheim b. Frankfurt/M.
:: Harry Friebel, Hamburg
:: Frank-Ole Haake, Dresden
:: Volker Handke, Berlin
:: Andreas Heilmann, Berlin
:: Stephan Höying, Berlin
:: Olaf Jantz, Hannover
:: Karsten Kassner, Berlin
:: Karsten Knigge, Göttingen
:: Hans-Joachim Lenz, Ebringen b. Freiburg
:: Birol Mertol, Essen
:: Michel Meurer, Meckenheim
:: Sascha Möckel, Dresden
:: Gunter Neubauer, Tübingen
:: Mario Nitsch, Ruderting b. Passau
:: Peter Pfingstl, Weingarten b. Karlsruhe
:: Hans Prömper, Offenbach
:: Christian Raschke, Müncheberg b. Berlin
:: Tim Rohrmann, Hildesheim
:: Martin Rosowski, Kassel
:: Thomas Scheskat, Göttingen
:: Dag Schölper, Berlin
:: Klaus Schwerma, Berlin
:: Uli Severin, Frankfurt/M.
:: Holger Strenz, Dresden
:: Markus Theunert, Basel (Schweiz)
:: Michael Tunç, Köln
:: Detlef Vetter, Bielefeld
:: Henning von Bargen, Berlin

Zeitenwende

Beleidigungen in der Postmoderne

Parkbank mit Grafitti

Text und Foto: Alexander Bentheim | »Bilder und ihre Geschichte« #17

Satire, ein Orthographieproblem oder einfach nicht zugehört? Jedenfalls war der Schmunzler perfekt, als wir im Hamburger Stadtpark an dieser Bank vorbeikamen. »Ein Sohn mit nur einer Uhr?«, »Jemand, der es mit der Pünktlichkeit so genau nimmt, dass er auf seine Verabredung keine 5 Minuten wartet?« Fragen über Fragen. »Hauptsache, er tickt noch ganz richtig«, bemerkte ein Freund. Alles andere ist dann egal.



Reihe »Bilder und ihre Geschichte/n«
#16 | Frank Keil, Warten auf den nächsten Zug
#15 | Alexander Bentheim, Im Bistro am Ölberg
#14 | Alexander Bentheim, »Riskanter, als Aktien zu haben … ist keine zu haben.«
#13 | Rolf Lüüs, Geschenkte Momente
#12 | Christian Thiel, Ein Augenblick der Ruhe und Verbundenheit
#11 | Tom Focke, Berliner Trompeten
#10 | Kerstin Maier, 9 Tage Glück / Familiensachen
#09 | Jo Fröhner, Rollentausch am Arbeitsplatz / Wenn Männer Männer pflegen
#08 | Kerstin Maier, Roadmovie / Männersachen
#07 | Caio Jacques, Von Luis zu Mina / Eine Reise zwischen den Geschlechtern
#06 | Alexander Bentheim und Frank Keil, Stephen Sondheim’s Musical »Assassins«
#05 | Soumita Bhattacharya, Mandeep Raikhy’s »A MALE ANT HAS STRAIGHT ANTENNAE«
#04 | Gilles Soubeyrand, Portraits und ein Interview
#03 | Jens Kuhn, Fotografische Männergeschichten und ein Interview
#02 | Kerstin Maier, 11 Freunde
#01 | Sebastian Ansorge, malender Kreativitätsbegleiter

Vier Stunden, leichte Wanderung

Wo ist man daheim? Wo findet man ein neues Zuhause? Erst recht, wenn man nicht freiwillig gegangen ist.

ein Mann wandert durch eine Berglandschaft

Text: Frank Keil
Foto: AllzweckJack, photocase.de

Männerbuch der Woche, 37te KW. – Usama Al Shahmani erzählt in seinem bedrückenden Roman »Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt« vom Schmerz des Exils, von den Mühen des Ankommens, aber auch von einer heilsamen Wanderung entlang der Aare durch die Deutschschweiz.

Zur Rezension | Die offizielle Buchpremiere gibt es am 29.9.22 um 19.30 Uhr auf YouTube.

»Gefühlvoll – aber kein Weichei!« Über das Mannsein heute

Digitale und analoge Salonabende – eine neue Veranstaltungsreihe des MännerKompetenzCentrum Hamburg

Mann mit Luftballons an einer Straße in einer einsamen Landschaft

Text: Alexander Bentheim (Redaktion)
Foto: Nordreisender, photocase.de

Das im letzten Jahr gegründete MännerKompetenzCentrum Hamburg startet am 4. Mai eine Salonabend-Reihe mit vielfältigen Männer-Themen von engagierten Impulsgebern – zunächst digital, aber wenn es die pandemischen Umstände zulassen, auch wieder analog. Auf das Mannsein aus verschiedenen Perspektiven blicken ist Programm, miteinander ins Gespräch kommen das Ziel – und das an jedem ersten Dienstag im Monat.

Den Auftakt macht der Bielefelder Diplom-Psychologe, Psychotherapeut und Männerbuchautor Björn Süfke. »Kein Wunder«, sagt er, »dass Männer heute verwirrt sind: Doppelanforderungen im Hinblick auf Partnerschaft und Karriere, Vaterschaft zwischen Anspruch und Erwartung, Gefühle zwischen Empathie und Kontrolle.« Björn Süfke, Autor von u.a. »Den Mann zur Sprache bringen«, »Männerseelen« und »Männer. Was es heute heißt, ein Mann zu sein«, plädiert für eine vollständige Gleichstellung von Vätern bei der Erziehungsarbeit, damit die nachfolgende Generation – vor allem Jungen – auch mit männlichen, emotional präsenten Identifikationsfiguren aufwachsen kann. Und: es müsse in unserer Gesellschaft möglich werden, über männliches Leid zu sprechen, ohne ausgelacht oder in einen unwürdigen Geschlechterkampf hineingezogen zu werden. Dass das traditionelle Verständnis von Männlichkeit im Zerfall begriffen ist, gilt ihm als positive und notwendige Entwicklung, denn: dieses Bild von Männlichkeit hat verheerende Konsequenzen für Männer in puncto Gesundheit, Beziehungen, Sexualität, Gewalt und psychischem Wohlergehen. Zur Diskussion stellt Björn Süfke Erkenntnisse aus seiner Arbeit: eine positive männliche Emanzipation, eine männliche Versagenskultur und ein Ende der Männerabwertung und des Geschlechterkampfes.

Moderation: Andreas Leschke, MännerKompetenzCentrum Hamburg e.V. | Zeit: 4. Mai 2021, 18.30 – 20.00 Uhr | Ort: Zoom-Videokonferenz | Teilnahmebeitrag: Spende nach eigenem Ermessen | Anmeldung: Zugangs- und Kontodaten nach Erhalt der Anmeldung oder Mail an salonabend@mkc.hamburg bis zum 30. April 2021 | Eine Vorschau auf weitere Termine und Themen gibt hier.

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Der Mann mit der Cola-Dose

oder: wie ich heute die DDR suche

Männer in Ostberlin schauen auf eine Zigarettenwerbung

Text und Foto: Frank Keil | Special: 30 Jahre Mauerfall, plusminus

Wir waren für einen Tag nach Ost-Berlin gefahren, also Hauptstadt der DDR, Mitte 1990. Wo wir damals übernachteten, in West-Berlin natürlich, es will mir nicht recht einfallen. Was zeigt, dass man mit seinen Erinnerungen vorsichtig sein sollte. Was weiß man schon, was war. Was genau war und was nicht und wann; was sich in Erinnerungsschichten übereinander legt. Mal ist man sicher, sich richtig zu erinnern, mal weniger. Mal kommt alles ins Schwimmen. Dann helfen Fotos.
Jedenfalls: Wir waren in Ost-Berlin. Gingen über den »Alex«, den Alexanderplatz, die Hosentaschen voller Geld. Wir hatten gleich hinter der Grenze, die keine Grenze mehr war, auch wenn da noch Grenzer standen, die höflich nach unseren Ausweisen gefragt, aber gar nicht richtig hingeschaut hatten, in einem Hauseingang Geld getauscht. Eins zu sieben, nicht eins zu neun oder eins zu zehn, was wir auch hätten machen können, überall standen Leute (Männer) mit Geldbündeln in der Hand, die für ihr Ostgeld Westgeld haben wollten, D-Mark.

Zum gesamten Rückblick

Wo man sein will, woher man kam

Steigt das Kind sozial auf, bleiben die Eltern noch mal anders zurück. Schmerzhaft ist es für beide, und man möchte mit beiden nicht tauschen.

Ein Mann schaut durch ein Fenster

Text: Frank Keil
Foto: to-fo, photocase.de

Männerbuch der Woche, 25te KW. – Annie Ernaux erzählt in »Der Platz« von erst dem Leben und dann Sterben ihres Vaters. Es ist ein schönes, ein rabiates, also ein durch und durch ehrliches Buch.

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Abenteuer Elternschaft, gedacht

Man kann ja so vieles falsch machen. Es kann einem ja alles misslingen. Aber Bangemachen gilt nicht.

Frau und Mann betrachten ein Ultraschallbild

Text: Frank Keil
Foto: davidpereiras, photocase.de

Männerbuch der Woche, 16te KW. – Svenja Flaßpöhler und Florian Werner haben mit »Zur Welt kommen« ein besonderes Elternbuch geschrieben. Ziel ist nicht Selbstoptimierung, sondern Selbsterkenntnis.

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MännergruppenService #42

Aktuelle Ausgabe unserer Übersicht zu Männergruppen, die offen sind für Neuaufnahmen

Drei Männer auf einer Sanddüne in Marokko

Text: Alexander Bentheim (Redaktion)
Foto: rcaucino, photocase.de

Männer, die auf der Suche nach Männergruppen sind (z.B. Offene Treffs, Selbsthilfe, geleitete Gruppen), können mit unserem Service fündig werden. Seit 2008 erstellt Thomas Sachau – seinerzeit für Switchboard. Zeitschrift für Männer und Jungenarbeit, nunmehr für die »MännerWege« – eine etwa halbjährlich aktualisierte Übersicht von Männergruppen im gesamten Bundesgebiet, die für neue Mitglieder offen sind. Die Ausgabe #42 dieser Übersicht als Donwload und weitere Einzelheiten dazu gibt es auf unserer Seite Männergruppen.

Kein Nachdenken über die verletzte Seele

Maren Gottschalk’s »Factory Man. Die Lebensgeschichte des Andy Warhol«.

Andy Warhol

Text: Birgitta M. Schulte
Foto: Buchcover, Beltz & Gelberg

Das Leben Andy Warhols (1928-1987) – amerikanischer Künstler, Filmemacher, Verleger und Mitbegründer sowie bedeutendster Vertreter der amerikanischen Pop Art – als Jugendbuch? Maren Gottschalk hat den Versuch gewagt. Keine leichte Aufgabe, wenn Warhol kaum bis nie über sich selbst gesprochen hat und seine Gefühle gut versteckte.

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Hauptsache gesund!

Wie tief Vorurteile und Ängste gegenüber Menschen sind, die eine Behinderung haben, offenbaren die aktuellen Debatten um die richtige, falsche oder überfordernde Inklusion

Text: Frank Keil
Foto: luxuz::., photocase.de

Männerbuch der Woche, 45ste KW. – Fabian Toulmé lässt mit seiner Graphic Novel »Dich hatte ich mir anders vorgestellt …« einem verschreckten Vater 250 Seiten und weit mehr Zeichnungen Zeit, sich an seine behinderte Tochter zu gewöhnen.

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