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Pistolenfinger

Vom gesunden Umgang mit dem fortschreitenden Verfall

Ein Mann sitz am Tisch und gießt sich ein Getränk ein

Stefan Moes

In seinem Buch »Da stirbst du nicht dran« schreibt der Niederländer Henk Blanken über seine Auseinandersetzung mit Parkinson – was zunächst mühsam ist, denn er leidet an einer Reihe von Symptomen, die nebeneinander betrachtet werden, ohne dass die Ärzte eins und eins zusammenzählen. Er beschreibt das erste Stolpern, das Verlangsamen, die unkontrollierten Bewegungen, das Gefühl, ausgeschlossen zu sein und nicht mehr mitzukommen. Weil Parkinson ein frontaler Angriff auf die Persönlichkeit und Henk Banken Journalist ist, pariert er ihn mit den Mitteln des Reporters, durch eine der Wahrhaftigkeit verpflichtete Recherche. Eine allerdings auch schwer zu verkraftende. (Foto © busdriverjens | photocase.de)

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Depressionen und Ängste bei Männern

Neue Selbsthilfegruppe in Hamburg

Mann schaut liegend über einen Felsen aufs Meer

Alexander Bentheim (Redaktion)

Zurzeit entsteht eine neue Selbsthilfegruppe für Männer, die unter Depressionen und Ängsten leiden. Eingeladen sind alle, die sich angesprochen fühlen und etwas für sich tun möchten. Die Gruppe wird ein sicherer Raum sein, in dem Schutzhüllen abgelegt und offen über die Erkrankungen und Sorgen gesprochen werden kann. Austausch wird es auch darüber geben, wie ein besserer Umgang mit Depressionen zu finden ist: einander zuhören, an den Problemen des Anderen teilnehmen und gemeinsam Auflösungsstrategien erarbeiten, die die Lebensqualität verbessern.
Die Treffen werden voraussichtlich mittwochabends in Hamburg-Winterhude stattfinden. Kontakt über das Selbsthilfe-Telefon von KISS: 040. 395767 (Mo-Do 10-18 Uhr).

»KISS« ist die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen in Hamburg, einen Flyer zur neuen Selbsthilfegruppe gibt es hier. (Foto © SilasBaisch | photocase.de)

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Männer und Care

Tagung vom 25.-26. November 2016 in der Akademie Weingarten

Ein Mann und eine Frau sitzen auf einer Parkbank neben einem Rollstuhl

Alexander Bentheim (Redaktion)

Männer pflegen Angehörige, und Männer übernehmen Verantwortung für Familie und Kinder: Sie engagieren sich im privaten genauso wie im professionellen Bereich der Care-Arbeit in steigendem Maße. Vor welche spezifischen Probleme und Anforderungen aber stellt dieses Engagement Männer in ihrer Lebenswelt und hinsichtlich ihrer Identität? Wie lässt es sich mit den Notwendigkeiten des Self-Care vereinbaren?
Die Tagung – eine Kooperationsveranstaltung von Evangelischer Akademie Bad Boll, Evangelischem Männernetzwerk Württemberg, Akademie und Fachbereich Männer am Bischöflichem Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart – bietet die Möglichkeit zum länderübergreifenden Austausch, zur Diskussion und zur Zusammenführung unterschiedlicher Perspektiven. Die Veranstaltung richtet sich an Männer und Frauen, die beruflich in Erziehung, Gesundheits- und Altenpflege tätig sind, an Studierende im Gesundheitswesen und an alle Care-Engagierten und -Interessierten. Referenten: Prof. Dr. Eckart Hammer (Professor für Soziale Gerontologie, Beratung und Sozialmanagement an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg), Michael Kasten (Diplom-Soziologe, Stuttgart), Christian Kindler (Referent für Männerarbeit in Teilzeit bei der Diözese Rottenburg-Stuttgart), Markus Theunert (Leiter des nationalen Programms MenCare Schweiz, Zürich). Weitere Informationen (Anmeldung, Kosten, Übernachtungsmöglichkeit, etc.) sind dem Tagungsprogramm zu entnehmen. (Foto © nerek | photocase.de)

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Vor den Kopf gestoßen

Wie Parkinson das Regiment übernimmt

Ein verwirrter Mann

Stefan Moes

Das muss jetzt gesagt werden. Das ist wichtig. Das kann nicht warten. Es kommt vor, dass es mich um drei Uhr nachts, nach vier Stunden Schlaf, an den Schreibtisch zieht. Dann schreibe ich einem Freund, was mich an der Freundschaft stört …
Morbus Parkinson hieß früher Schüttellähmung. Die Erkrankten verlieren die Kontrolle über ihre Glieder. Noch kennzeichnender als das Zittern sei die Beeinträchtigung der Kommunikationsfähigkeit, las ich irgendwo. Im dritten Jahr nach der Parkinson-Diagnose dämmert mir der Umfang, in dem die Krankheit mein Bewusstsein in den Griff zu nehmen droht. (Foto © to-fo | photocase.de)

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