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Puppen sehen uns an

Die Hamburger Fotografin Julia Steinigeweg zeigt im Rahmen der Ausstellung »Gute Aussichten – junge deutsche Fotografie« ihre bemerkenswerte Arbeit »Ein verwirrendes Potential«.

Zwei Hände liegen auf dem Bauch einer Puppe

Frank Keil

Julia Steinigewege hat für ihre Abschlussarbeit an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften Puppen fotografiert, die mit Menschen zusammen leben. Und sie hat die folglich dazugehörigen Menschen abgelichtet. »Ich habe mich gefragt, was ein Mensch benötigt, um Liebe oder ein Gefühl der Liebe zu empfinden«, sagt sie. Dabei gehört es zur Ausgangslage ihres fotografisch forschenden Projektes, dass diese Art des Zusammenlebens unter dem Fokus der Liebe und der Beziehung nicht selbstverständlich sein dürfte, im Gegenteil: »Die meisten würden behaupten, dass es ein Gegenüber geben muss, auf das man seine Gefühle projezieren kann, und dass es ein Miteinander geben muss, mit dem man arbeiten und mit dem man zusammen wachsen kann.« Sie sagt: »Ich fand die Frage interessant, ob ein Austausch von Gefühlen notwendig ist oder jeder für sich alleine fühlt und liebt und damit losgelöst vom anderen Liebe erfährt«. Kurzum: »Welche Rolle spielt das Gegenüber, das in diesem Fall nur physisch vorhanden ist und nicht psychisch?«. (Foto © Julia Steinigeweg)

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Artikel

Dachbodendachschaden

Es gibt diese Bücher, die einen nicht mehr loslassen und in ihre eigene Welt ziehen – welche einem plötzlich gar nicht so fremd vorkommt.

Ein Mann stapft durch en Schnee

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 10te KW. – Der grandiose Schweizer Schriftsteller Rolf Lappert lässt in seinem Roman »Über den Winter« seinen Helden in Hamburg einen Winter lang durch sein Leben taumeln. Im Mittelpunkt: erst ein Hotelzimmer, dann das altes Haus seiner Kindheit, eine verstorbene und eine quicklebendige Schwester, getrennte Eltern, jede Menge Nachbarn und ein Pferd. (Foto © kallejipp | photocase.de)

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Artikel

Bilder, Bilder, Texte, Bilder

Wer sich in gut sortierten Bahnhofsbuchhandlungen und Zeitungsgeschäften umschaut, entdeckt zuweilen spannende Fotozeitschriften jenseits der werbeaffinen Dutzendware.

Drei Männer im Schnee mit einem Hasen

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 8te KW. – Die Beiträge der aktuellen Ausgabe des Dokumentarfotomagazins FOG #3 führen nach Polen, Brasilien, in die Ostukraine und in die ersten Jahre der neuen Bundesländer, früher mal DDR. Vornehmlich in Bildern, aber auch in Texten. Verstörend, aber auch inspirierend.
FOG, das ist nach eigener Auskunft »eine Plattform für dokumentarische Arbeiten – on und offline«, die »einzigartige Positionen aus den Bereichen Fotografie, Film und Multimedia an der Schnittstelle des Dokumentarischen und Künstlerischen« veröffentlicht – und einmal jährlich auch als Print. (Foto © Jakob Ganslmeier, FOG-Fotograf, aus seiner Serie »Lovely Planet: Poland«)

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»Ikarus landet«

Ausstellung von Arbeiten des Dresdener Künstlers und Märchenerzählers Frank-Ole Haake in der Fachstelle Jungen- und Männerarbeit

Auschnitt eines Gemäldes von Frank-Ole Haake

Alexander Bentheim (Redaktion)

In Dresden wird derzeit die Ausstellung »Ikaros landet« des Künstlers und Märchenerzählers Frank-Ole Haake vorbereitet, die in der Fachstelle Jungen- und Männerarbeit des Männernetzwerk Dresden e.V. (Schwepnitzer Str. 10, 01097 Dresden, Tel. 0351 7966348) vom 29. September (mit Vernissage um 18 Uhr) bis zum 15. Dezember (mit Finissage um 14.00 Uhr) stattfinden wird.
Frank-Ole Haake, der seit bald 20 Jahren auch auf vielfältige Weise in der Jungen- und Männerarbeit engagiert war (u.a. Männerzentrum im Biotop Kümmelschänke, Anti-Gewalt-Trainings, Einzelfall- und Familienhilfe) freut sich, dass mit der Ausstellung sein Arbeitsansatz – nämlich »wertschätzend, um Wunden und Traumata wissend, visionär, Wurzeln bildend« – eine weitere mediale Aufmerksamkeit erfährt. Zur Ausstellung wird es ein Begleitprogramm geben, mit dem Kindergärten und Schulen die Möglichkeit bekommen, sich an Hand der Arbeiten oder auch mittels der Märchen mit dem Thema Junge- und Mannsein auseinanderzusetzen – neue Geschichten zu Mann-Sein und Männlichkeit, insbesondere in diesen Zeiten, „wo die alten Krieger wieder Morgenluft schnuppern wollen“.
Wer nicht in Dresden dabei sein kann oder vorab schon neugierig auf die Arbeiten von Frank-Ole Haake ist, wird auf einer der vielen künstlerischen Seiten unter www.ole-bildermensch.de fündig – darunter Gemälde, Linoldrucke, Grafiken von Wasserskulpturen, Landschaften, Frottagen, Fotos von einem Garten der Träume – oder lauscht den Märchen und Mythen der Welt, die in »Oles Märchenkoffer« auf seinem YouTube-Kanal zu finden sind.

Weitere Infos zur Ausstellung und zum Begleitprogramm gibt es hier sowie im Flyer zur Ausstellung und auch direkt bei Frank-Ole Haake, Atelier in der Schokofabrik, Hopfgartenstrasse 1a, 01307 Dresden, Tel. 0351 4061455, sound@ole-bildermensch.de. (Foto © Frank-Ole Haake, Ausschnitt eines der Gemälde zum Ikarus-Thema).