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Zwei suchen drei

Die Tochter ist Journalistin geworden, ihr Vater war Polizist. So gesehen verbündet und verbindet sie das Ermitteln. Und nun lernen sie sich noch mal anders kennen.

ein Mann läuft durch den Regen

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 48te KW. – Patrizia Schlosser macht sich auf, die letzten untergetauchten RAF-Mitglieder zu finden. An ihrer Seite: ihr Vater. Der als Polizist beim Anschlag auf die Olympiade 1972 in München dabei war. (Foto © tobeys | photocase.de)

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Blicke nach drüben, Blicke nach hier

30 Jahre Mauerfall. Aber was ist das überhaupt für ein Wort: Mauerfall. Sie ist ja nicht einfach gefallen, da ist mehr passiert.

DDR-Fahne hängt as einem Fenster

Frank Keil | Special: 30 Jahre Mauerfall, plusminus

Männerbücher der Woche, 46te KW. – Drei Titel, die Blicke zurück wagen. Die fragen: Wie war das Ende der DDR und wie schaut man heute auf das, was daraus geworden ist? Johannes Nichelmann‘s »Nachwendekinder«, Ines Geipel‘s »Umkämpfte Zone« und Max Annas‘s »Mordermittlungskommission« – sachlich, biografisch, suchend, kriminalistisch. (Foto © The_Imager | photocase.de)

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Wendezeit

Die Vergänglichkeit der vertrauten Dinge

Ein kaputter Trabbi liegt im Wald

Thorsten Gast | Special: 30 Jahre Mauerfall, plusminus

Als die Suche nach Entspannung mich an einen verlassenen Ort führte, entdeckte ich dort versteckt dieses Autowrack. Es erinnerte mich an meine Erfahrungen mit Menschen, die den Fall der Mauer und die Wendezeit auch als schmerzhaft, als Verlust empfinden.
Diese Konfrontation war für mich nicht immer leicht zu verstehen. Gefühle, dass die gewohnte Ordnung, die Welt Kopf steht, vertraute Dinge verschwinden, waren sicher nicht einfach. Altes zu bewahren, reflektieren, um Gefühle besser zu differenzieren, sind Eigenschaften, die eigentlich jeder Mensch benötigt, um sich Veränderungen anzupassen. Das Leben verändert sich oft unmerklich, da ist ein solcher Fund ein sichtbarer Beweis für die Vergänglichkeit der Dinge, die uns so vertraut erscheinen. (Foto jock+scott | photocase.de)

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Worauf stolz sein?

Meine Gedanken zum Jubiläum

Zimmer mit Schreibtisch und zwei Stühlen

Thomas H. Lemke | Special: 30 Jahre Mauerfall, plusminus

Ich lebte damals in Dresden, mit meiner Frau und meiner neunmonatigen Tochter. Wir wohnten noch getrennt, jeder von uns bei den Eltern im Kinderzimmer, was natürlich schwierig war. Ich hatte im Sommer vorher eine Wohnung vom Amt zugewiesen bekommen und baute sie gerade aus.
Im November war der Fußboden dran, das heißt, ich kroch tagelang auf den Knien durch die Wohnung und versuchte, mit einem Spachtel in der Hand, die arg ramponierte Spachtelmasse von den Spanplatten zu entfernen, welche Jahre zuvor auf die Fußbodendielen aufgeschraubt worden waren, um das Knarren der Dielen zu beseitigen und einen einigermaßen ebenen Fußboden hinzu bekommen. Eine unangenehme, deprimierende und langwierige Arbeit, die zur gleichen Zeit 500 Kilometer westlich von Dresden wohl keiner mehr so gemacht hätte, weil es doch andere Materialien gab und auch Maschinen, mit denen man innerhalb weniger Stunden fertig geworden wäre.
Aber darüber machte ich mir in diesem Moment keine Gedanken. Denn ich war froh, endlich eine eigene Wohnung für meine junge Familie in Besitz nehmen zu können. (Foto © Nordreisender | photocase.de)

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