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Tag, Nacht, wieder Tag

Keine Wohnung haben. Auf der Straße leben müssen. Gibt es Schlimmeres für uns Büchermenschen? Vermutlich.

Ein nachdenklicher Mann am Tisch mit einem Glas und Flaschen

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 6te KW. – Markus Ostermair gewährt in seinem Debütroman »Der Sandler« tiefe Einblicke in die Welten obdachloser Männer und formt daraus zugleich wahre Literatur. (Foto © Maxal Tamor | photocase.de)

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Vorsicht, Schwester liest mit!

Neues aus dem Leben von 10-Jährigen, das Jungen- wie Mädchenperspektiven berücksichtigt.

Mädchen und Junge im Hort

Ralf Ruhl

Tagebücher sind geheim! Gilt natürlich nicht für Schwester, die Bruders Logbuch findet. So beginnt die witzige und schön illustrierte Erzählung »Das ungeheimste Tagebuch der Welt! Band 1: Wie mein bescheuerter Bruder Klassensprecher in meiner Klasse wurde« von Anja Fröhlich, Patrick Krause und Kristina Nowothnig – für Kids ab 10 Jahre. (Foto © Alexander Bentheim)

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Arbeitszeitliche Gedankenspiele

In der aktuellen Debatte um die Vier-Tage-Woche geht es wieder einmal um Kosten, Nutzen und Traditionen – nicht aber um echte geschlechterpolitische Innovationen.

Ein Mann beim Wäsche waschen

Thomas Gesterkamp

»Schafft Zustände, worin jeder herangereifte Mann ein Weib nehmen, eine durch Arbeit gesicherte Familie gründen kann!« Mit viel Pathos formulierte 1866 die deutsche Abteilung der Internationalen Arbeiterassoziation ihr zentrales Ziel: der Verdienst des männlichen Proletariers sollte ausreichen, um Frau und Kinder allein zu ernähren. Dieses längst antiquierte Denken hielt sich in den Köpfen von Gewerkschaftsfunktionären länger als in anderen sozialen Milieus. Die IG Metall, mit zwei Millionen Mitgliedern größter Einzelverband im DGB, verfolgt erst in jüngster Zeit eine Tarifpolitik, in der »Familienväter« als Versorger nicht mehr das Maß aller Dinge sind. Wo Frauen selbstverständlich ihr eigenes Geld verdienen, muss der Lohn des Arbeitsmannes kein halbes Dutzend hungrige Mäuler stopfen. Das eröffnet in der Tat Spielräume für neue Zeitkonzepte … (Foto © eagg13 | photocase.de)

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CoVid-19 und die Folgen: Geschlechterrollen rückwärts?

Frauen seien die Hauptverliererinnen der Pandemie, während für Männer alles beim Alten bliebe – so eine feministische These. Doch die empirische Grundlage für diese Behauptung ist dünn.

Thomas Gesterkamp

Es lohnt sich genauer hinzuschauen. Auch Männer haben während des Lockdowns ungewohnte Erfahrungen gemacht, vor allem durch die stark gestiegene Nutzung der Arbeitsform Homeoffice. Ein Projekt der Universität Bielefeld und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung präsentierte im Juni auf der Basis des »sozio-ökonomischen Panels« etwas genauere Fakten. Das Wissenschaftsteam hatte nachgefragt, wie viel Zeit Eltern mit minderjährigen Kindern im Monat April für Betreuung und Hausarbeit aufbrachten. Mütter kamen dabei auf 7,6 Stunden, Väter auf 4,2 Stunden täglich. Im Vergleich zu den Zeiten vor »Corona« errechnete sich eine Mehrarbeit von rund zwei Stunden für beide Geschlechter. Die These vom Rückfall in traditionelle Rollenmuster weist die Studie damit zurück: Die zusätzlichen Belastungen teilen die Paare relativ paritätisch unter sich auf. Eine Umfrage des Allensbach-Institutes im Auftrag des Familienministeriums bestätigt diesen Befund: Frauen leisten danach wie bisher zwar deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit, doch »Corona« hat nichts Wesentliches daran verändert. (Foto © Antonio Recena | photocase.de)

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