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Mann ohne Haus

Obdachlosigkeit findet selten Eingang in Kinderbücher. Auch, weil es ein Männerthema ist.

Ein Mädchen dreht sich nach einem Obdachlosen um

Ralf Ruhl

335.000 Personen leben in Deutschland auf der Straße, davon 29.000 Kinder, 86.000 Frauend, 220.000 Männer – nach Zählungen des Statistischen Bundesamtes 2016. Von den Erwachsenen sind damit fast drei Viertel männlich. Die Gründe, so die Sozialverbände, sind wirtschaftliche Notlagen, fast immer gepaart mit Lebenskrisen, hervorgerufen durch einschneidende Erlebnisse – wie Scheidung, Tod der Lebenspartnerin, Verlust des Arbeitsplatzes, Inhaftierung oder das Opfer-Sein von Gewalttaten. Die Wärme, Versorgung und Nähe, die für die meisten von uns alltäglich ist, gibt es für sie nicht. Ein schweres Thema also – aber im Bilderbuch »Stromer« ist es Sarah V. und Claude K. Dubois auf besondere Weise gelungen, es Kindern einfühlsam und ohne moralische Wertungen nahe zu bringen. (Foto © meerblickzimmer.de | photocase.de)

Zur Rezension

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