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Homeoffice geht plötzlich doch

Ein Büro der Zukunft?

Ein Mann sitzt mit einem Laptop auf einem Balkon

Thomas Gesterkamp

Ein von Unternehmern lange blockiertes Instrument gilt als Ultima Ratio in Krisenzeiten. Für die Beschäftigten bietet die Arbeit von zu Hause aus Chancen, hat aber auch Nachteile. Dennoch: Heimarbeit, einst mit der Armut aufständiger schlesischer Weber oder prekär beschäftigter Näherinnen assoziiert, ist plötzlich geadelt. Sie gilt als einzige Möglichkeit, Teile der Wirtschaft angesichts von Corona-bedingten »Kontaktverboten« überhaupt am Laufen zu halten. (Foto © Kay Fochtmann | photocase.de)

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Survival-Kit für Männer unter Druck

Ein Merkblatt für Männer, die in der Corona bedingten Krise Verhaltenshinweise suchen, um besser mit Sorgen, Ängsten und schlechten Gefühlen umzugehen

Mann mit geschlossenen Augen denkt nach

Alexander Bentheim (Redaktion)

Corona stresst? Alles zu viel? Stimmung am Siedepunkt? In einer Krisensituation steigt das Risiko, die Kontrolle zu verlieren. Mit dem Survival-Kit für Männer unter Druck erscheint eine konkrete 10-Schritte-Handlungsempfehlung, die betroffene Männer dabei unterstützt, Stressmomente in der Corona-Krise zu bewältigen und zur Prävention häuslicher Gewalt beizutragen. Sie enthält auch Hinweise zu Beratungsstellen (z.b. über www.männerberatungsnetz.de), damit Gewalt als Ventil für Stress nicht zur Option wird.

Das Survival-Kit für Männer unter Druck geht hervor aus einer gemeinsamen Initiative der Dachorganisationen für Jungen-, Männer- und Väterarbeit aus der Schweiz, Österreich und Deutschland, der männer.ch, dem Dachverband Männerarbeit Österreich und dem Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer & Väter e.V., in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Agredis, dem männerbüro züri und der Fachstelle Gewalt Bern.

Um der angespannten Lage in der Corona-Krise schnell Rechnung zu tragen, wurde das Projekt mit hohem Tempo umgesetzt. Erfahrene Fachmänner aus drei Gewaltberatungsstellen (Agredis Luzern, mannebüro züri, Fachstelle Gewalt Bern) haben zusammen mit den Dachverbänden die Empfehlungen in kürzester Zeit erarbeitet und fachlich abgestützt. Sie liegen bereits in acht Sprachen vor (albanisch, deutsch, englisch, französisch, italienisch, polnisch, spanisch, ungarisch), neun weitere sind in Kürze verfügbar (arabisch, dari/farsi, kurdisch, portugiesisch, russisch, serbokroatisch, Ttamil, tigrinya, türkisch) und werden nach und nach zum Download bereitgestellt.

Die deutche Fassung befindet sich hier im Anschluss, die anderen Sprachen sind downloadbar vom Portal des Bundesforum Männer. Wir freuen uns, wenn die Merkblätter einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und Männer über diese miteinander ins Gespräch kommen. (Foto © obeyleesin | photocase.de)

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Ein neues Ich für schüchterne Jungs

Was passieren kann, wenn das Spiegelbild ein Eigenleben entwickelt und dem Selbstwertproblem Alternativen aufzeigt.

ein Junge schaut in den Spiegel

Ralf Ruhl

In den Spiegel schauen und ein anderer sein! Wer mit Selbstwertproblemen zu kämpfen hat, kennt diesen Gedanken – jeden Morgen. Dennoch ist Silas – der Protagonist in Heike Abidis Kinderbuch »Hilfe, ein Spiegelbill« für Kinder ab 8 Jahren – höchst überrascht, als sein Spiegelbild buchstäblich in sein Leben tritt. Eine witzige Herausforderung, die hilft, aus Schwächen Stärken werden zu lassen. (Foto © pip | photocase.de)

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Wenn Papa säuft

Das Thema »Alkoholismus der Eltern« in ein Kinderbuch zu packen ist ein mutiges Unterfangen.

Mann mit Glas und Flasche

Ralf Ruhl

Paula Kuitunen’s »Dani und die Dosenmonster« handelt von der zunehmenden Alkoholabhängigkeit eines Vaters und soll für Kinder (empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren) am besten mit Fachleuten oder Eltern gemeinsam gelesen werden. So kann es Kindern einen Weg zeigen, ihre eigene Betroffenheit zu erkennen und sich Unterstützung zu holen. Der Versuch, die Problematik angemessen aufzugreifen, ist zwar nur teilweise gelungen – dennoch ist es gut, dass es dieses Buch gibt. (Foto © joexx | photocase.de)

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