»Es geht eigentlich um nichts.«

Apropos Fußball-Europameisterschaft: Seit drei Jahren beschäftigt sich der Fotograf Christian A. Werner mit dem deutschen Amateur-Fußball. Steht dabei am Spielfeldrand, unterhält sich mit den Zuschauern und behält das Spiel im Blick. Es fehlt ihm nur noch ein Schiedsrichterbild.

Ein Platzwart frischt die Linien eines Fußballfeldes auf

Frank Keil

Neulich hätte es fast geklappt! Neulich wäre es beinahe so weit gewesen! Und er hätte sein Schiedsrichterfoto gehabt, dass ihm noch fehlt, um seine Fotoarbeit »Immer Sonntags« über den deutschen Amateurfußball ein Stück mehr abzurunden: »Es war bei Köln, auf einem dieser wüsten Ascheplätze. Der Schiedrichter war vom Alter her um die 75, untersetzt, Bauch, so eine richtige Kante. Und vor ihm stand ein junger, dünner Kerl mit so einer Papageienfrisur und kassierte seine gelbe Karte.« Und er griff seine Kamera und eilte zu den beiden, doch dort angekommen, lief das Spiel bereits weiter, war die Situation längst vorbei. Und Christian A. Werner muss weiter warten auf ein Bild dieser Qualität, dieser Spannung … (Foto © Christian A. Werner | photocase.de)

Zur Reportage, mit weiteren Fotos von Christian A. Werner, die er uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat – dankeschön!

Männlich, 29 bis 40 Jahre alt, meist Alkohol im Spiel

Kühlpack drauf und fertig? Immer mal wieder wird von gewaltsamen Übergriffen gegen Rettungskräfte berichtet. Doch schnell ist das Thema verschwunden. Versuch einer Annäherung.

Feuerwehr im Einsatz

Frank Keil

Philipp Bachmann setzt sich so, dass er die Anzeigentafel über der Tür stets im Blick hat: bestehend aus drei Feldern, eines davon ist gerade hell erleuchtet. Was also anzeigt, dass einer der drei Rettungswagen im Einsatz ist, die auf der Wache in Hamburg-Altona stationiert sind, bei der eine Schicht mit 24 Rettern besetzt ist, samt Löschzug sowie dem Großraumrettungswagen für Großschadenslagen. Bachmann ist seit sieben Uhr früh im Dienst – es wird sieben Uhr früh anderentags werden, bis er sich wieder umziehen und dann nach Hause gehen kann; zweimal in der Woche ist das normalerweise der Fall. «Der Job macht immer noch Spaß, auch wenn er manchmal schwierig ist», sagt er – zum Beispiel wenn er weiß, dass männlich, jung und alkoholisiert gewissermaßen die Grundkomponenten derer sind, die plötzlich auf die Idee kommen, Rettungskräfte wie ihn zu beschimpfen oder auch mit handgreiflicher Wucht auf sie loszugehen … (Foto © netwipe | photocase.de)

Zum Beitrag, der zuerst in der aktuellen zweiten Ausgabe der »Internationalen Männerzeitung« erschien, einem schweizerisch-deutsch-österreichischem Projekt von engagierten Journalisten, Autoren, Redakteuren, Fotografen. Mehr frische Seiten für wache Männer: www.internationale-maennerzeitung.com. Probehefte/Abos via abo@internationale-maennerzeitung.com.