Düstere Zeiten, erhellende Bücher

Eine kleine, subjektive Auswahl zur aktuellen Buchmesse. Die ernst ausfällt, zuweilen sehr ernst. Aber so sind die Zeiten nun mal gerade.

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Frank Keil

Männerbücher der Woche, 42ste KW. – Bücher … also diesmal im Plural. Weil Buchmesse ist in Frankfurt. Und Dinge gesagt werden müssen. Wie zum Beispiel über Henning Mankells letztes Buch »Treibsand«, zu Verschwörungsphänomenen im Kontext der Pegida-Bewegung, oder Klaus Theweleits Gedanken zur Frage, warum Männer eigentlich lachen, während sie gerade töten. Und wie Menschen den Holocaust überlebt haben, die vielleicht zum letzten Mal befragt werden können, weil bald niemand mehr da ist, der seine Geschichte selbst erzählen kann. (Foto © owik2 | photocase.de)

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Manchmal muss man auf den Mond zeigen

Die deutsche Geschichte – wie oft ist sie erzählt worden. Was nur gut gelingen kann, wenn man auch auf ihre wechselseitigen Bedingtheiten zurückschaut.

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Frank Keil | Special: 25 Jahre Wiedervereinigung

Männerbuch der Woche, 41ste KW. – André Herzberg entwirft in »Alle Nähe fern« ein jüdisch-deutsches Familienepos mit deutlichen biografischen Bezügen. Und er fragt nicht zuletzt nach den Bedingungen jüdischen Lebens in der einstigen DDR. (Foto © Alexander Bentheim)

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Der polnische Großvater

Bücher, Romane, subjektiv geerdete Forschungsberichte von Söhnen, die die Geschichte(n) ihrer Väter erkunden, gibt es viele. »Die Legenden der Väter« von Kolja Mensing ist ganz besonders gelungen.

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Frank Keil

Männerbuch der Woche, 34ste KW. – Wie haben unsere Väter gelebt und vorher deren Väter? Was ist wahr an ihren Geschichten, die wir aufgesogen haben und die uns so geprägt haben, wenn wir uns erst auf den Weg machen, sie zu erkunden? Zufällig oder um sie gezielt zu überprüfen? Kolja Mensing’s mal präzise erzählter, mal tastender Bericht »Die Legenden der Väter« führt uns ins Niedersachsen der Nachkriegszeit – und nach Polen. (Foto © wueStenfUXX | photocase.de)

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Walter und Fiete

Der fulminante Roman »Im Frühling sterben« von Ralf Rothmann führt zurück in die letzten Kriegsmonate des Zweiten Weltkrieges.

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Frank Keil

Männerbuch der Woche, 31ste KW. – Ralf Rothmann hat sich für seinen neuen Roman viel Zeit gelassen. Und er hat mal wieder sein ganzes Können in die Waagschale geworfen. Dass er beides getan hat, beschert uns nun einen so tiefgründigen wie existentiellen Stoff, der noch lange nachhallen wird. (Foto © kallejipp | photocase.de)

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