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Arbeitszeitliche Gedankenspiele

In der aktuellen Debatte um die Vier-Tage-Woche geht es wieder einmal um Kosten, Nutzen und Traditionen – nicht aber um echte geschlechterpolitische Innovationen.

Ein Mann beim Wäsche waschen

Thomas Gesterkamp

»Schafft Zustände, worin jeder herangereifte Mann ein Weib nehmen, eine durch Arbeit gesicherte Familie gründen kann!« Mit viel Pathos formulierte 1866 die deutsche Abteilung der Internationalen Arbeiterassoziation ihr zentrales Ziel: der Verdienst des männlichen Proletariers sollte ausreichen, um Frau und Kinder allein zu ernähren. Dieses längst antiquierte Denken hielt sich in den Köpfen von Gewerkschaftsfunktionären länger als in anderen sozialen Milieus. Die IG Metall, mit zwei Millionen Mitgliedern größter Einzelverband im DGB, verfolgt erst in jüngster Zeit eine Tarifpolitik, in der »Familienväter« als Versorger nicht mehr das Maß aller Dinge sind. Wo Frauen selbstverständlich ihr eigenes Geld verdienen, muss der Lohn des Arbeitsmannes kein halbes Dutzend hungrige Mäuler stopfen. Das eröffnet in der Tat Spielräume für neue Zeitkonzepte … (Foto © eagg13 | photocase.de)

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»Ohren sauber machen!«

Niemand möchte krank werden oder gar sein – was sich jedoch nicht immer vermeiden lässt. Dann aber möchte man Hilfe, gute Hilfe.

erschöpfter Arzt

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 40te KW. – Rainer Jund erzählt in »Tage in Weiß« so heftig wie berührend vom Alltag eines Klinikarztes auf einer HNO-Station. (Foto © rclassen | photocase.de)

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Bergauf, bergab

Da, wo man einst herkam, will man nicht wieder hin. Es sei denn, man hat dort noch etwas zu erledigen.

Klettern im Elbsandsteingebirge

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 39te KW. – Der Wahlschweizer Thilo Krause schickt in seinem Debüt-Roman »Elbwärts« seinen Helden ins Elbsandsteingebirge, wo (nicht nur) die Vergangenheit lauert. (Foto © vieledinge | photocase.de)

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Zurück in die Erinnerung

Ist die Kindheit eine glückliche Zeit? Nicht selbstverständlich – so wie man zugleich sich immer wieder nach ihr sehnt, weil sie so selbstverständlich war.

Frank Keil

Männerbuch der Woche, 38te KW. – Der Schriftsteller Lars Gustafsson und die Schriftstellerin Agneta Blomqvist erzählen sich in »Doppelleben« ihre Kindheit und erschaffen dabei noch einmal – ein letztes Mal gemeinsam – eine ganz eigene Nähe zueinander. (Foto © LP | photocase.de)

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