Ein Sturz ins Leben

Manchmal ist man richtig übel drauf. Auch über längere Zeit. Vor allem, wenn man ständig an das Negative denken muss. Aber es geht auch anders …

Text: Ralf Ruhl
Foto: Andrea Piacquadio, pexels.com

 
Wie ein Großvater dank eines besonderen Enkeltricks wieder Lebensmut findet, das beschreibt Dayeon Auh in ihrem Bilderbuch »Ein Berg, ein Sturz, ein langes Leben« auf herzerfrischende Weise.

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»Gib mir fünf Minuten!«

Die norwegische Serie »Liv – Leben, Tod und alles dazwischen«.

Mann mit zwei Rotweingläsern vor einem Haus

Text: Frank Keil
Foto: ARTE France | © Shuuto AS

 
Magnus und Arne Berggren’s Serie »Liv« erzählt von komplizierten Geschwisterbeziehungen, von toughen Frauen wie von haltlosen Männern und überhaupt von den Rätseln des Familienlebens. Die fünf Staffeln à fünf Teile, zusammen über 12 Stunden Filmstoff, ist noch bis 13. März in der ARTE-Mediathek zu finden.

Davor, dazwischen oder danach geht’s hier zur Rezension.

Studie über Väter von Kindern mit Beeinträchtigungen

Teilnahme an einer aktuell laufenden online-Studie zur Erfassung der Lebenssituationen von Vätern von Kindern mit dauerhaften Beeinträchtigungen noch bis Ende März 2026

Text: Alexander Bentheim (Redaktion)
Foto: Kampus Production, pexels.com


Für eine aktuell laufende (anonymisierte) Online-Studie sucht der Väterforscher Johannes Huber, Prof. Dr. an der Technischen Hochschule Rosenheim (Psychologie), noch weitere teilnehmende Väter mit Kindern (ab Alter 2 Jahre) mit einer Entwicklungsbeeinträchtigung (»Behinderung«) ganz unterschiedlicher Art. Die Studie soll die bislang weitestgehend unbekannte/n Lebenslage/n von Vätern annäherungsweise beleuchten, darüber hinaus aber betroffene Familien insgesamt (und damit indirekt auch Mütter) unterstützen helfen. Erfragt werden Vorstellungen zur Vaterrolle und die persönliche Sicht auf die alltäglichen Herausforderungen im Leben mit ihrem beeinträchtigten Kind. Für die Durchführung der Pilot-Studie liegt ein positives Votum der Gemeinsamen Ethikkommission der Hochschulen Bayerns (GEHBa) vor.

Die erste Seite der Online-Studie (mit geschätzt ca. 15-20 Minuten Antwortdauer, es handelt sich also nicht um eine schnelle 5-Minuten-Umfrage) gibt umfassend Auskunft über Zielsetzung, Inhalte und Umfang der Befragung. Jeder teilnehmende Vater bekommt, darauf wird zu Beginn hingewiesen, nach Abschluss der Befragung einen Link für eine separate Erhebung zur Verfügung gestellt, den er an einen ihm bekannten Vater von nicht entwicklungsbeeinträchtigen Kindern weiterzusenden gebeten wird – womit im Rahmen der Studie wichtige Erkenntnisse in einer Vergleichsgruppe gewonnen werden können.

Prof. Huber bittet herzlich darum, den Aufruf zur Teilnahme an dieser Online-Erhebung in den eigenen Netzwerken zu streuen sowie ggf. bekannte Familien/Väter gezielt darauf hinzuweisen (wofür die obige URL kopiert genutzt werden kann).

Zur Teilnahme an der online-Studie.
Zum Flyer der Studie.
Für Rückfragen: johannes.huber@th-rosenheim.de.

Eine ziemlich wirklich wahre Bärengeschichte

Winnie Pu gab es wirklich! Die wahre Geschichte hinter den weltberühmten erzählten Geschichten bringt dabei nicht nur eine BärIN als Hauptperson hervor …

Mädchen mit Bärenkostüm

Text: Ralf Ruhl
Foto: Liliana Drew, pexels.com

 
A. A. Milne’s Geschichten von Winnie the Pooh sind legendär. Zu dessen 100. Geburtstag haben Lindsay Mattick (Text) und Sophie Blackall (Illustrationen) die wahre Geschichte neu herausgebracht. Absolut lesenswert!

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Und wer nach dem Kinderbuch noch mehr Hintergrund will, wird hier fündig.

»Stichproben zur maskulinen Lage«

Radiofeature zu Jungen und Männern in Magdeburg.

Rückansicht eines kahlköpfigen, tättowierten Mannes

Text: Alexander Bentheim (Redaktion)
Foto: Kindel Media, pexels.com


»Mann!« – das Wort ist Diagnose und Verzweiflungsruf. Und gegen Selbstzweifel hilft oft Abschottung, auch die Pflege der eigenen Muskulatur oder die Flucht in die Bro-Kultur, mit alten Idealen von Stärke, Stolz und Kameradschaft. Das männliche Geschlecht gilt heute als übernervös und schnell gekränkt, als von Komplexität überfordert und tendenziell gewalttätig. Zunehmend wird die Welt wieder von »echten Männern« regiert, zur wilden Begeisterung ihrer Anbeter – und zum wachsenden Entsetzen des aufgeklärten Rests. Aber wie sehen Jungen und Männer heute die Welt? Und wie geht es ihnen wirklich?

Tom Schimmeck – vielfach ausgezeichneter Journalist, Autor und Regisseur für Presse und Hörfunk – nimmt eine Stichprobe in Magdeburg, wo seit Jahrhunderten Herrscher zuhause waren und die AfD bald alleine regieren will, und erkundet in der Grundschule und im Stadion, im Jugendzentrum und im Landtag: Wann ist ein Mann ein Mann?

Das ca. 55-minütige Feature des Deutschlandfunk (Erstausstrahlung 09.01.26) gibt es online und als mp3.

Ist Stehlen gerecht?

Den Begüterten nehmen, den wirklich Bedürftigen geben. Der alte Robin-Hood-Mythos ist vor allem in linken Kreisen sehr beliebt. Aber stimmt das in jedem Fall? Wer zahlt zuletzt? Und welche Motive stecken wirklich dahinter?

Hand rafft Geldscheine zusammen

Text: Ralf Ruhl
Foto: Tima Miroshnichenko, pexels.com

 
Fragen über Fragen, in jeder Generation neu gestellt, und Nina Weger geht ihnen nach, in ihrem äußerst spannenden Jugendbuch »Fair. Ohne Kompromisse«, mit empathischem Blick für die Jungen und Mädchen.

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Aus hoher Höhe

Manchmal tröstet Literatur. Obwohl das nicht ihre Aufgabe ist, so gar nicht. Tröstet einen, baut einen (wieder) auf, gerade weil sie sich mit Macht allem Trostmöglichen verweigert, und damit quasi paradox interveniert, aus sich heraus, absichtslos, treffsicher.

Text: Frank Keil
Foto: Alexander Bentheim

 
Männerbuch der Woche, 1te KW. – Als Rausschmeißer des ja nicht gerade lustigen Jahres 2025 und als Begrüßung von 2026, das wohl auch nicht der Knaller werden wird, empfiehlt sich unbedingt der Erzählungen-Band »Kein Geld, kein Glück, kein Sprit« von good old Heinz Strunk.

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Die Umrisse des Glücks

Wie war das Leben der Mutter, bevor sie Mutter wurde? Und gelingt es, sich in dieses auch imaginierte Leben einzufühlen?

eine Tasse Tee steht auf einem Balkongeländer

Text: Frank Keil
Foto: Özgür Beşli, pexels.com

 
Männerbuch der Woche, 52te KW. – Fikri Anil Altintaş lässt in seinem bewegenden Roman »Zwischen uns liegt August« einen Sohn vom Sterben seiner Mutter erzählen – und von ihrem eigenen Leben in den Zeiten vor der Familie.

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Stiller Dialog

Begegnung im Essener Folkwang Museum

Text und Foto: Alexander Bentheim
Reihe »Bilder und ihre Geschichte«


»Dancing with myself« hieß die Sammelausstellung zahlreicher Künstler*innen, die wir im Dezember 2016 im Essener Folkwang Museum besuchten. Der Titel der Ausstellung war vielschichtig und ambitioniert, weil nicht unmittelbar zugänglich, insbesondere, als wir am Bild »Ohne Titel (Alpino 1976)« des Meraner Malers Rudolf Stingel vorbeikamen. »Tanzen mit mir selbst«: ein eigenes Statement, ein Auftragsthema, eine Aufforderung an das Publikum? Und es hing dort kein Fotografie, sondern ein hyperrealistisches Gemälde, auf der Grundlage eines Militär-Ausweisfotos, aufgenommen, als Stingel 20 Jahre alt war. »Die Kontraste der Schwarz-Weiß-Fotografie, die Verschmutzungen des Stempels, die Gebrauchsspuren, die Heftklammerlöcher und die Falten sind mit beunruhigender Genauigkeit auf einer großen Leinwand reproduziert«, heißt es erläuternd zum Werk.
Wir blieben bei der Aufforderung. Was der Künstler einem sagen will, wie man so sagt und manchmal fragt, rückte bald in den Hintergrund (er war nicht anwesend, warum also spekulieren) – vielmehr trieb uns um: geschlossene Augen oder nur gesenkter Blick? Ein mehr beiläufiger Schnappschuss in einem offiziellen italienischen Dokument ist schwer vorstellbar. So sieht auch kein »Vaterlandsstolz« aus, eher eine unangenehme Stimmung und Situation, die Stingel in diesem Moment an sich vorbeiziehen lässt.
Was also sehen wir? Und die Gedanken tanzen bei und mit uns selbst, bringen Bewegung in unsere pazifistische Grundhaltung. Hier zeigt sich ein in sich zurückgezogener junger Mann in Uniform, vielleicht ist er unsicher oder deprimiert oder beschämt, vielleicht will er gar nicht fotografiert werden. Es sind die sich abwendenden Augen, die unsere inneren Dialoge über Militär und Männlichkeit ins Bewusstsein holen.

Das weiße Rauschen des Universums

Ob man Weihnachten mag oder auch nicht so sehr – dass man etwas verschenkt, bleibt meist nicht aus. Vielleicht ein Buch? Oder zwei? Und gegebenenfalls an sich selbst?

Akrobatik im Garten

Text: Frank Keil
Foto: carlitos, photocase.de

 
Männerbücher der Woche, 51te KW. – Alles über die Liebe, die Geschichte des Bleistiftes, dazu ein (isländischer) Abschiedsblick auf Vaters Bibliothek und ein Ausflug in die postsowjetische Geisterwelt von Lettland – vier eigensinnige Titel empfehlen sich.

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