Eine Wiederbegegnung

Wer hat nicht in seiner Jugend Hermann Hesse gelesen? Und später (angeblich erwachsen geworden) dessen Bücher wieder aussortiert? Zeit für eine (mögliche) Urteilsüberprüfung.

zwei Brüder Anfang des 20. Jahrhunderts

Text: Frank Keil
Foto: Brett Jordan, pexels.com

 
Männerbuch der Woche, 34te KW. – Hermann Hesse erzählt in seinem kleinen, kompakten Text »Erinnerung an Hans« vom Suizid seines jüngsten Bruders – und von einem anhaltenden Schuldgefühl.

Zur Rezension

Pech und Schwefel

Es gibt viele verständlich-verschlungene Gründe, in den Alkohol zu flüchten und ihn nicht mehr loszuwerden. Doch je nach Klassenlage sind sie sehr unterschiedlich angelegt.

ein Mann mit einem Glas hinter einer Rehe von Flaschen

Text: Frank Keil
Foto: Maxal Tamor, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 32te KW, im Doppelpack. – Alex Schulman erzählt in »Vergiss mich« von der tiefen Alkoholsucht seiner beruflich durchaus erfolgreichen Mutter und noch mehr von seinen eigenen Verstrickungen; Lena Schätte taucht in »Das Schwarz an den Händen meines Vaters« in die keinesfalls eindimensionale Welt einer prekär-lebenden Kleinfamilie ein, in der es ebenfalls um Alkohol geht.

Zu den Rezensionen

Das einfache Kind

Wenn die Mutter oder der Vater älter wird, allmählich hinfällig, womöglich ernsthaft krank, dann wird es Zeit, noch einmal genau auf die Familie und ihr Leben zu schauen.

Vater und Tochter in der Küche

Text: Frank Keil
Foto: Pavel Danilyuk, pexels.com

 
Männerbuch der Woche, 30te KW. – Didi Drobna lässt in ihrem autofiktionalen Roman »Ostblockherz« am Ende genau dieses höher schlagen.

Zur Rezension

»Bei einem Frauenarzt war ich noch nie.«

Wer ist der Gute, wer entsprechend der Böse? So gerne wüssten wir das manchmal. Um uns daran zu halten. Und nun kommt Andreas Maier mit einem neuen Roman um die Ecke.

Ein Mann schaut aus einem Fenster

Text: Frank Keil
Foto: Tigerlilli, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 22te KW. – Der heimatambivalente Hesse Andreas Maier fragt in »Der Teufel«, dem nächsten Roman seiner »Ortsumgehung-Serie«, (nicht nur) fernseh-schauend nach dem Gut und Böse (und nicht nur) der Bonner Republik.

Zur Rezension

Papa steht in der Zeitung

Dort der übermächtige Staat, hier der schützende Familien- und Freundeskreis: Bot in der DDR tatsächlich das Private einen verlässlichen Rückzugsraum?

Text: Frank Keil
Foto: carlitos, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 21te KW. – Der große Erzähler Christoph Hein schickt in seinem fulminanten Roman »Das Narrenschiff« eine illustre Gruppe Sozialismus-Gläubiger auf eine deutsche Reise.

Zur Rezension

Judas auf dem Lande

Und dann steht man da und ein Leben geht zu Ende. Was war vorher? Und wie ist es zu dem gekommen, was nun ist?

Ein Bauer wendet Heu

Text: Frank Keil
Foto: cw-design, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 16te KW. – Der deutsch-niederländische Autor Willi Achten lässt in seinem neuen und tieftraurigen Roman »Die Einmaligkeit des Lebens« zwei Brüder miteinander leben, während um sie herum die Welt abgebaggert wird.

Zur Rezension

Sicher auf unsicherem Grund

Fragen sind spannender als Antworten. Und das Suchen ist ergiebiger als das Finden. Gute Literatur weiß das und lässt sich nicht zu einem bequemen Plot bewegen.

Bild einer Frau mit Spiegelungen

Text: Frank Keil
Foto: erdbeersüchtig, photocase.de

 
Männerbuch der Woche, 13te KW. – Diesmal im Doppelpack: Slata Roschal liefert mit »Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten« den einen Roman unserer Tage. Den anderen bietet uns Meral Kureyshi mit »Im Meer waren wir nie«. Und als Nachschlag gibt es nochmals von Slata Roschal noch einen Lyrikband mit dem rasanten Titel »Ich brauche einen Waffenschein/ ein neues bitteres Parfüm/ ein Haus in dem mich keiner kennt«.

Zu den Rezensionen

Vegan pupsender Bonus-Bruder mit Bartagame

Graphic Novel über ein Mädchen in Nöten, das sich dann auch noch mit einem neuen Bruder arrangieren muss.

Junger Mann mit Hut und gesenktem Kopf

Text: Ralf Ruhl
Foto: sto.E, photocase.de

 
Neue Schule. Angst vor Mobbing. Verlust der besten Freundin. Die eigene Herkunft kennen. Und dann noch eine Patchworkfamilie mit Bonus-Bruder. Ganz schön viel für ein zehnjähriges Mädchen. Und für die Graphic Novel »Der süßeste Bruder der Welt… und andere Irrtümer« von Elin Lindell. Die dabei gar nicht schwierig oder düster daherkommt. Sondern witzig, voller Situationskomik und mit viel Herz für alle ihre Figuren.

Zur Rezension

Und in der Ferne der Säntis

Wenn ein naher Mensch sich das Leben nimmt, wie bleibt man selbst zurück? Und wie findet man das heraus?

Schweizer Berge mit Säntis im Hintergrund

Text: Frank Keil
Foto: Franco Knill

 
Männerbuch der Woche, 3te KW. – Ivo Knill erzählt in »Der Himmel meines Bruders« vom Suizid seines Bruders Franco, von der Wirkmächtigkeit der Zeit und von der Kraft des Schreibens.

Zur Rezension