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Kein Nachdenken über die verletzte Seele

Maren Gottschalk’s »Factory Man. Die Lebensgeschichte des Andy Warhol«.

Andy Warhol

Birgitta M. Schulte

Das Leben Andy Warhols (1928-1987) – amerikanischer Künstler, Filmemacher, Verleger und Mitbegründer sowie bedeutendster Vertreter der amerikanischen Pop Art – als Jugendbuch? Maren Gottschalk hat den Versuch gewagt. Keine leichte Aufgabe, wenn Warhol kaum bis nie über sich selbst gesprochen hat und seine Gefühle gut versteckte. (Foto: Buchcover / Beltz & Gelberg)

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Hauptsache gesund!

Wie tief Vorurteile und Ängste gegenüber Menschen sind, die eine Behinderung haben, offenbaren die aktuellen Debatten um die richtige, falsche oder überfordernde Inklusion

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Frank Keil

Männerbuch der Woche, 45ste KW. – Fabian Toulmé lässt mit seiner Graphic Novel »Dich hatte ich mir anders vorgestellt …« einem verschreckten Vater 250 Seiten und weit mehr Zeichnungen Zeit, sich an seine behinderte Tochter zu gewöhnen. (Foto © luxuz::. | photocase.de)

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Fußballtrainer entscheiden irrational

Wenn eine Mannschaft unerwartet zurückliegt, treffen Trainer oft falsche Entscheidungen – sagt eine internationale Studie zur Verhaltensökonomik.

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Alexander Bentheim (Redaktion)

»Wir denken immer, Fußballtrainer seien Meister der Taktik. Wenn ihr Team aber hinter Erwartungen zurückliegt, dann fällen sie zuweilen ungünstige Entscheidungen«, so Daniel Schunk, Prof. an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Trainer wechseln dann zum Beispiel zu oft offensive Spieler ein, was die Lage noch verschlimmert. Der Wirtschaftswissenschaftler hat zusammen mit Leif Brandes, Prof. an der Warwick Business School in Großbritannien, und Björn Bartling, Prof. an der Universität Zürich, das Verhalten von Trainern und Spielern in 12 Saisons der deutschen Bundesliga und der britischen Premier League untersucht.

Die Wissenschaftler werteten 8.200 Spiele mit insgesamt 22.460 Toren, 42.359 Einwechslungen und 30.694 gelben und roten Karten aus. Die Analyse zeigt, dass Fußballtrainer wesentlich häufiger zu einer offensiveren Strategie übergehen, wenn ihr Team unerwartet zurückliegt. Liegt ein Team beispielsweise 0:1 zurück und ist dies nicht erwartet, dann wechseln sie vermehrt Stürmer gegen Verteidiger ein – mit negativen Konsequenzen: Die Tordifferenz verschlechtert sich um 0,3 Tore pro offensivem Wechsel. Das heißt, dass derartige Wechsel die Anzahl der Gegentore stärker erhöhen als die Anzahl der selbst geschossenen Tore, was sich auch in einer um 0,3 verschlechterten Punktzahl für das Team niederschlägt. Wenn ein Rückstand den Erwartungen von Publikum und Trainer entspricht, zeigen sich solche Effekte nicht. Die Erwartungen an die Teams haben die Wissenschaftler anhand von Sportwetten ermittelt.

Die Analyse ergab außerdem, dass die Schiedsrichter bei einem unerwarteten Rückstand wesentlich mehr Regelverstöße ahnden mussten. »Die Spieler haben während dieser Zeit 14 Prozent mehr gelbe oder rote Karten pro Minute erhalten, das ist ein sehr signifikanter Unterschied«, ergänzt Schunk. Wie die Analyse außerdem ergab, wurden mehr Karten für Tätlichkeiten oder für Meckern angezeigt.

Mit ihrer Studie testeten die Wissenschaftler ein Modell aus der Verhaltensökonomik, einem Forschungsgebiet der Wirtschaftswissenschaften. Das Modell geht davon aus, dass sich Menschen nicht immer rational verhalten, wenn ein Ergebnis hinter ihren Erwartungen zurückbleibt. »Genau dies sehen wir bei Fußballteams, wenn sie als Favoriten ins Spiel gehen«, sagt Leif Brandes. »Spieler und Trainer erhalten große Summen, um jede Woche vor einem riesigen Publikum zu spielen. Wie wir sehen, kann das psychischen Stress verursachen und irrationales Verhalten auslösen, indem ein zu großes Risiko eingegangen wird, falls die Erwartungen nicht erfüllt werden.« Die Studie über die beiden Spitzenligen des europäischen Fußballs zeigt, dass derartige Verhaltensweisen nicht nur unter kontrollierten Laborbedingungen, sondern auch im wirklichen Leben vorkommen. Björn Bartling ergänzt: »Das Ausmaß des Effekts ist enorm. Karten wegen Tätlichkeiten nahmen um 85 Prozent zu, wenn das Team unerwartet zurück lag.«

Damit wird einmal mehr die »klassische« Modellannahme der Wirtschaftswissenschaften in Frage gestellt, wonach der Mensch als Homo oeconomicus rein nach Gesichtspunkten der rationalen Nutzenmaximierung agiert. (Quelle: idw; Foto © time. | photocase.de)

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MOIN!

 
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Voilà, Sie sind auf der Plattform »MaennerWege.de« gelandet und werden sich vielleicht – was uns freuen würde – ein wenig umsehen, optisch anregen und gedanklich inspirieren lassen. Was Sie finden werden? Zum Beispiel Geschichten, Bilder, Artikel und Buchrezensionen über Männer und Jungen. Von Männern (und auch Frauen) für Männer (und selbstverständlich auch Frauen) – ernst, heiter, nachdenklich, provokant, ausgleichend, engagiert.

In den kommenden Wochen und Monaten werden wir dieses Portal weiter füllen. Werden es ausbauen, werden es erproben. Auch getragen von unseren Erfahrungen mit dem Print-Magazin »Switchboard«, das von 1989 bis 2014 unterwegs war, um denen, die in Männlichkeiten mehr als die Erfüllung überkommener Rollenmuster suchten und sahen, Stimme und Forum zu geben.

Es ist ein Experiment. Das wir uns leisten. Weil wir daran glauben, dass es im deutschsprachigen Raum viele Männer (und auch Frauen) gibt, denen Magazine wie »Beef« oder »Men’s Health« oder »auto, motor und sport« oder »Wild und Hund« nicht ausreichen. Weil sie mehr wollen vom Leben. Und damit nicht zuletzt vom Mann-sein.

Mal schauen, wohin uns die Wege führen. Zu Zielen, in die Irre – oder irgendwo dazwischen?
Mann wird sehen. Frau auch.

Erst einmal freuen wir uns, dass wir nun erneut gestartet sind. Und danken an dieser Stelle ganz herzlich unserem Freund und Site-Ersteller Guido für alle Unterstützung und Hilfe.

Wir wünschen angenehmes Lesen, Klicken, Scrollen, Schauen und Lauschen .)

Alexander Bentheim | Frank Keil